Während sich das Kino bereits auf den vierten Teil der Terminator-Reihe vorbereitet, gehen die Chrom-Maschinenen erst einmal in Serie: Terminator S.C.C. startet am 12. Januar auf ProSieben.

Sarah Connor (nicht die Sängerin) ist mal wieder auf der Flucht vor den fiesen Terminatoren. Diesmal geht die vor 25 Jahren vom Regisseur James Cameron erdachte Materialschlacht aber nicht auf der Leinwand, sondern im Fernsehen weiter. Mit von der Partie ist natürlich ihr Sohn John, von dem wir ja schon bevor er überhaupt auftauchte wissen, dass er die Menschheit retten wird, auch wenn er selbst permanent mit seinem Schicksal hadert.

Serienversionen erfolgreicher Filme können an verschiedenen Problemen kränkeln: Die in ihren Rollen bekannten und liebgewonnenen Schauspieler wirken nicht mit, Bedeutungsebenen ändern sich und das Geld für Action und Effekte ist beim Fernsehen einfach knapper.

Ein grundlegendes Problem ist aber vor allem, wenn Serien zwischen zwei Filmen spielt: Man weiß im Grunde schon, wo die Serie irgendwann einmal ankommen muss, womit die Spannung raus ist. Oder aber die Serie entfernt sich von der Vorlage so sehr, dass sie nichts mehr damit zu tun hat und das Interesse ist ebenfalls weg.

Interessanterweise geht die Terminator-TV-Serie beide Wege nicht: Angesiedelt ist die Serie „Terminator: S.C.C.“ (das für „The Sarah Connor Chronicles“ steht, doch der Sender wollte die Namensähnlichkeit zur Sängerin und ihren Reality-Soaps vermeiden) nach „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ und scheint erst einmal den dritten Teil zu ignorieren, wobei das bei Zeitreisegeschichten ja eher relativ ist. Gleichzeitig bleibt sie dem Bild, dass der Zuschauer von den Figuren hatte, weitestgehend treu. Schön ist auch, dass man erfährt, was mit Sarah Connor passierte vor ihrem ziemlich unspektakulärem Fernbleiben in „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“.

Das Highlight der Serie ist sicherlich die neue Terminatrix Cameron (Summer Glau aus der Serie „Firefly“), die beweist, dass ein Arnold Schwarzenegger in der Rolle des wütenden Stahlschranks zwar irgendwie zum Konzept dazugehört, es aber auch ganz hervorragend ohne ihn geht.

Gute amerikanische Serien haben bei uns ja leider oftmals einen schlechten Stand, wie es beispielsweise bei „Dexter“ zu sehen war, man kann also nur hoffen, dass „Terminator: S.C.C.“ alleine durch den Sendeplatz ein besseres Schicksal beschieden ist, denn die Serie lohnt sich – alleine schon, um sich auf den vierten Kinofilm einzustimmen.

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