In dieser wunderbaren Mischung aus Drama und Comedy behandelt Drehbuchschreiberin Diablo Cody das Thema der dissoziativen Persönlichkeitsstörung auf leichte Art und Weise.

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Tara zieht zusammen mit ihrem Mann Max zwei Kinder in Kansas City auf, muss jedoch gleichzeitig mit einigen Personen zusätzlich im Haushalt leben, denn unter stressigen Situationen übernehmen unterschiedliche Persönlichkeiten ihr Denken, etwa die 50er Jahre Hausfrau Alice, der vergnatzte Vietnam Veteran Buck oder der wilde Teenie ‚T‘. Unterstützung bekommt sie von ihrer Familie, mit Ausnahme ihrer Schwester, die ihr die Krankheit nicht wirklich abnimmt.

Das Diablo Cody „Burlesque“ geschrieben hat, verzeihen wir ihr, alleine, weil sie damit endlich wieder Cher auf die Leinwand gebracht hat, aber vor allem darf man die Ex-Stripperin und mittlerweile anerkannte Journalistin und Drehbuch-Schreiberin dafür lieb haben, dass sie für „Juno“ verantwortlich ist. Daher kann man davon ausgehen, dass das Thema sensibel und dennoch leichtfüßig behandelt wird, ein Trend, der sich glücklicherweise langsam durch zu setzen scheint.
Dass auch noch die sträflich unterschätzte Toni Collette als Tara glänzt, macht „Taras Welten“ zu einem absoluten Geheimtipp.

Weniger Glück haben die deutschen Zuschauer mit den Zeiten, in denen das Erste die Sendung veröffentlicht. Warum man erstklassige Serien einkauft, um sie dann mitten in der Nacht zu senden, ist wohl der ARD allein ein logischer Schluss, aber gutes Programm lange nach Mitternacht ist ja eine Spezialität der Öffentlichen.

Daher darf man Toni Collette erst nach der Geisterstunde genießen, oder man besorgt sich die DVD der ersten Staffel, bzw. zieht sein Aufnahmegerät zur Hilfe.

Ab dem 4.3.2011 Freitags auf ARD – zur ungöttlichen Zeit von 2:05, bzw. 2:15Uhr.

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