Für seine überzeugenden Kostümierungen ist Hape Kerkeling von jeher bekannt. Als geradezu legendär etwa gilt bis heute sein Auftritt als Königin Beatrix. Aber auch Horst Schlämmer, seine erfolgreichste Kunstfigur, beruht vor allem auf der originellen Maske. Jetzt tritt der Comedian im Rahmen von 6 Folgen „Terra X“ in der Rolle historischer Gestalten auf.
Ob er jetzt demnächst „Wetten dass?“ übernimmt oder nicht, bleibt noch geheim. Ansonsten aber hat das ZDF Hape Kerkeling bereits ausgiebig vereinnahmt. Ein Auftritt im „Traumschiff“ an der Seite von Harald Schmidt, die Moderation des Jahresrückblicks, die bislang Thomas Gottschalk absolvierte, und jetzt auch noch eine Art Reiseführer-Funktion bei „Terra X“ – Kerkeling macht es sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk anscheinend schon mal gemütlich.
Mit Gebührengeldern lässt sich schon so einiges finanzieren. Wenn das nächste Mal über klamme Kassen bei den Öffentlich-Rechtlichen gejammert wird, sollte man jedenfalls dringend auf die 25 Millionen teure ZDF-Eigenproduktion hinweisen, die ab Oktober ausgestrahlt wird. Regie bei „Borgia“ führte Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“).
Sechs Folgen von jeweils 100 Minuten Länge zeigt das ZDF ab dem 17. Oktober über zwei Wochen verteilt montags, mittwochs und donnerstags ab 20.15 Uhr. Kaum vorstellbar, dass sich da ein dauerhaft gutes Quotenverhältnis erzielen lässt, doch das muss in Mainz niemanden interessieren. „Borgia“ ist ein Prestigeprojekt und eine der teuersten europäischen Co-Produktion überhaupt.
Erstmalig zeigt das ZDF am 20. April einen TV-Krimi, der sich im Anschluss online fortsetzt und den Zuschauer zum Mitmachen animiert. Eine Datenschützerin wird beschuldigt, einen Mord begangen zu haben, doch die Ermittlungen finden nicht im Rahmen der Fernsehausstrahlung statt, sondern werden zur dreiwöchigen Schnitzeljagd im Internet.
Das ZDF kann vor lauter Innovationskraft derzeit kaum laufen. Marianne und Michael fliegen aus dem Programm, Thomas Gottschalk bekommt einen Nachfolger, und Jörg Pilawa wurde einfach mal von der ARD weggekauft. Doch im Ernst: Das Zeite Deutsche Fernsehen ist nicht gerade für innovative oder mutige Formate bekannt. Umso bemühter muss es erscheinen, wenn ein „Cross-Media-Projekt“ angekündigt wird.
BBC will ab 2011 seine Sendungen weltweit online streamen. Bisher war der Luxus, einzelne Beiträge jederzeit abrufen zu können nur den Briten vorbehalten. Bald dürfen auch wir davon profitieren.
BBC gilt als Vorreiter für On-Demand-Dienste in Großbritannien und will damit bald auch weltweit Aufsehen erregen. Die Nachrichten, die Quizshow oder die Lieblingsserie jederzeit überall auf der Welt ansehen zu können, ist doch eine tolle Vorstellung, oder? Die globale Vernetzung schreitet voran und so sollten auch die Medienunternehmen sich an diese Entwicklungen anzupassen wissen. weiterlesen »
Die in Deutschland bisher ausgestrahlten 3 TV-Filme der mittlerweile insgesamt 7-teiligen „Jesse Stone“-Reihe nach Romanen des US-Krimiautors Robert B. Parker waren zuletzt auf dem ZDF-Digitalkanal Neo zu sehen. Jetzt gibt es die Wiederholung noch einmal im Nachtprogramm des Mutterkanals. Ob und wann die übrigen 4 Teile jemals hierzulande ausgestrahlt werden, ist unbekannt.
Manche Schauspieler verwachsen über Jahre hinweg so sehr mit ihrer Serienfigur, das sie danach lange Zeit nirgendwo anders mehr Fuß fassen können. Larry Hagman etwa feierte mit der Rolle des J.R. Ewing aus „Dallas“ zwar den größten Triumph seiner Karriere, ist den Schatten der Figur aber seitdem kaum mehr los geworden. „Magnum“-Darsteller Tom Selleck erging es nach dem Ende der Serie nicht anders. Mit „Jesse Stone“ konnte er Jahre später allerdings endlich ein zweites Alter Ego finden, das ihm die Zuschauer gerne abkauften.
Der Fernsehgarten gehört seit fast 25 Jahren zu den erfolgreichsten Formaten des ZDF. Auf dem Mainzer Lerchenberg geben sich bei strahlendem Sonnenschein viele internationale Stars und Sternchen die Klinke in die Hand. Auch am kommenden Sonntag, den 30. Mai wird Andrea Kiewel mit ihren Gästen wieder für beste Unterhaltung sorgen.
Direkt neben der Sendezentrale des Zweiten Deutschen Fernsehens erhebt sich der Lichtenberg, auf dem Sonntags einiges an buntem Treiben geboten wird. Seit dem 29. Juni 1986 sendet das ZDF im Sommer live aus dem Fernsehgarten. Der Sendeplatz und die Show haben sich schon zu einer Art Kult gemausert, und jede Woche schalten bis zu 3 Millionen Zuschauer ein. Auch die Tickets vor Ort sind beliebt, und sollten vor einem Besuch reserviert werden, um einen Sitzplatz für eine der erfolgreichsten Shows im deutschen Fernsehen zu ergattern.
Der Fernsehgarten im ZDF - Ein Evergreen im deutschen TV
Das Erfolgskonzept des ZDF Fernsehgartens lässt sich vermutlich mit der Vielseitigkeit des Formats begründen. Zu einem perfekten Sendetermin wird familiengerechte Unterhaltung geboten, die jede Altersgruppe weiterlesen »
Die Technik, sich Personen des Zeitgeschehens durch eine Collage aus Spielfilm und Dokumentation zu nähern, hat im Deutschen Fernsehen seit den großen TV-Biografien von Heinrich Breloer Tradition. Jetzt nähert sich das ZDF in einer neuen Produktion mit Rudi Dutschke einer zentralen Figur der 68er-Bewegung an.
Zuletzt versuchte man im Zweiten Deutschen Fernsehen, mithilfe von Spielszenen und Interviews (deren Einbau der Porträtierte jedoch nicht erlaubte) Ex-Kanzler Helmut Kohl gerecht zu werden und ließ dabei so ziemlich alle Kontroversen außen vor. Ob es im Fall der stets widersprüchlichen Gestalt von Rudi Dutschke ähnlich brav zugeht, wird sich zur Ausstrahlung der schlicht „Dutschke“ betitelten Spielfilm-Doku am 27. April zeigen.
Wenn das mal keine empörten Protestbriefe gibt. Filmemacherin Doris Dörrie schrieb und produzierte für das ZDF eine 6-teilige Serie über Frauen in den Wechseljahren. Doch so ganz politisch korrekt ist das alles keineswegs, denn die Hauptfiguren sind entweder bösartig, zickig, stutenbissig oder schlicht durchgeknallt. Die erste Folge gibt es am 7. April um 20.15 Uhr zu sehen.
Es seien die vielen schlechten Fernsehfilme über Frauen um die 50 gewesen, die Doris Dörrie dazu motiviert hätten, ihre eigene Serie zur weiblichen Midlife-Crisis auszuarbeiten. Zusammen mit Ruth Stadler schrieb sie das Drehbuch und erhielt beim ZDF erstaunlich viele Freiheiten. Einschränkungen habe es keine gegeben.
Mit bereits ausgestrahlten TV-Serien lässt sich in der Zweitverwertung auf DVD oder Blu-ray heute durchaus ein kaufwilliges Publikum ansprechen. Selbst „Dallas“ oder „Die Schwarzwaldklinik“ finden auf Silberscheibe noch reißenden Absatz. Für Nostalgiker und Krimifans gibt es nun ab 18. Juni erstmalig auch die legendäre ZDF-Krimireihe „Der Kommissar“ zu kaufen. Zunächst werden 24 Folgen veröffentlicht.
Der Chefermittler hat die 50 schon merklich überschritten, seine Frau ist 17 Jahre jünger, und ihn angesichts seines exzessiven Tabakkonsums als Kettenraucher zu bezeichnen, erscheint fast noch untertrieben. Dass er aber ein Produkt der späten 60er Jahre ist, wundert dann doch. Denn mit den vielen biederen Ermittlern im deutschen TV, die später über die Bildschirme flimmerten, hat er wenig zu tun. Und auch die Themen der insgesamt 97 Episoden waren immer gerne heiße Eisen.
Die GEZ macht´s möglich: Das Zweite Deutsche Fernsehen trägt mal eben 7 Millionen Euro zusammen, um einen Zweiteiler nach einer Vorlage des Bestellerautors Ken Follett auf den Bildschirm zu bringen. Hauptrolle: Heiner Lauterbach. Ausgestrahlt wird das Ergebnis am 25. und 27. Januar.
Schön, wenn man sich über die Quote keine Sorgen zu machen braucht, um ausführlich hohe Budgets zu verpulvern. So muss man wohl auch beim ZDF gedacht haben, als man sich mal eben die Verfilmungsrechte für ganze 6 Romane von Ken Follett sicherte. Doch mit den Kosten für die Lizenzen ist es natürlich nicht getan, denn die TV-Fassungen der Vorlagen wollen schließlich auch produziert werden.