Der Mystery-Montag auf Pro7 bekommt Zuwachs. Einmal die Woche um 20.15 Uhr können wird ab dem 23.06. dem untoten Privatdetektiv Mick St. John in der Vampirserie “Moonlight” dabei zusehen, wie er in L.A. versucht die Menschen vor fiesen Blutsaugern zu retten.
St. John (Alex O’Loughlin) ist zwar selbst ein Vampir, doch ekeln ihn seine Artgenossen, die Menschen nur als reine Beute sehen, ziemlich an und so hat er sich entschlossen ihnen mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten zur Seite zu stehen, anstatt sie zu jagen.
In der ersten Folge trifft er bei Recherchen zu einem Mordfall auf die junge Journalistin Beth Turner (Sophia Myles), zu der er sich hingezogen fühlt und zum ersten Mal seit sechs Jahren die Chance auf eine Beziehung in Betracht zieht. Beth und St. John verbindet weit mehr als nur ihre Berufe. Als Beth noch ein kleines Mädchen war, wurde sie von Coraline (Shannyn Sossamon), die auch Mick gebissen hat, entführt. Er rettete Beth einst das Leben.
Das Design und auch der Charakter von St. John sind stark an den Film Noir angelehnt: Der einsame Wolf, der in düsterer Umgebung mit seinem tragischen Schicksal versucht fertig zu werden.
Und so tragisch wie die Rolle des Helden, ist auch die Geschichte um die Serie selbst. Nachdem der US-amerikanische Sender CBS mal schnell den ganzen Piloten neu drehen ließ, dabei gleich die gesamte Besetzung bis auf den Hauptdarsteller auswechselte und die erste Staffel durch den Autorenstreik in Hollywood auf nur 16 Folgen gekürzt wurde, hat der Sender jetzt bekannt gegeben, dass es keine zweite Staffel geben wird. Auch Blutspendeaktionen von Fans, die so für die Fortsetzung von “Moonlight” kämpften, und ein People’s Choice Award für die “Beste neue Dramaserie” halfen nichts.
So sollten sich auch die deutschen Fans also nicht zu sehr an Mick St. John und seine Mitstreiter gewöhnen, doch es geschehen ja manchmal noch Zeiten und Wunder. Und Fortsetzung hin oder her, gerade Fans von Vampirgeschichten wird “Moonlight” bestimmt begeistern.
Ein junger Assistenz-Arzt und seine Freunde, ein Chirurg und die Gynäkologin. Ihre Gegenspieler: Der egoistische Chefarzt, ein zynischer Oberarzt und der „Hausmeister“.
Der Drehort, ein Krankenhaus irgendwo in den Vereinigten Staaten. Dazu skurrile Geschichten, die Macken der Protagonisten, eine etwas andere Sicht der Dinge und fertig ist die Erfolgsserie.
Scrubs („Anfänger“, „Versager“) ist eine erfrischend andere Sitcom, die den Berufseinstieg des jungen Arztes „J.D.“ Dorian (Zaff Brach) in den Alltag eines Krankenhauses („Sacred Heart Hospital“) zeigt, und sich dabei absolut nicht ernst nimmt.
Mit seinen Freunden Dr. „Turk“ (J.D. war mit ihm auf dem College) und Dr. Eliot Reid (die hübsche Blonde) erlebt er merkwürdige Geschichten rund um seinen Job und sein Privatleben. Manchmal in Tagträume versunken, manchmal von seinen Vorgesetzten gegängelt, manchmal auch einfach nur dem alltäglichen Wahnsinn ausgesetzt, lernt er die Tücken des Joballtags kennen und bestehen.
Was die Serie so bemerkenswert macht, ist ihre frische, naive Betrachtung der Welt, ohne zu werten, oder Moralismen vom Stapel zu lassen, sondern alles mit einem lachendem Auge zu sehen und dabei so natürlich überzogen mit den Widrigkeiten des Alltags umzugehen. Hier kommen der Serie auch die Erzählform der Ich-Perspektive, die Off-Erzählung und das Tagträumen als eigenständige Sequenzen zu gute.
Die ungewöhnliche Perspektive, die gute Charakterzeichnung, das experimentieren mit klassischen Darstellungsformen (Musical, Slapstick, Drama,etc), und die Leistung der Schauspieler sorgen für ein hohes Maß an Unterhaltung und Spaß.
Wer sich also gut und sinnlos berieseln lassen möchte, oder einfach nur mal auf das Ärzteserien- Genre einige Lacher riskieren möchte, der ist bei Scrubs – die Anfänger gut aufgehoben.
Scrubs – die Anfänger sendet Pro7 Montags bis Freitags um 9:15 Uhr, sowie Samstags 15:00 Uhr in Doppelfolge.
Nachdem in letzter Zeit Historienfilme um das englische Königshaus, trotz Star-Besetzung (”Die Schwester der Königin” mit Scarlett Johansson und Natalie Portman, oder “Elizabeth - The Golden Age” mit Cate Blanchett), nur wenige Zuschauer in die Kinos locken konnten, möchte man einer Serie zu diesem Thema keinerlei Erfolgschancen einräumen. Doch weit gefehlt…
“Die Tudors - Mätresse des Königs” hat sich in Großbritannien und den USA zu einem wahren Publikumsmagnet gemausert. Allein die Ausstrahlung der ersten Folge brachte dem amerikanischen Sender “Showtime” den quotenstärksten Serienstart seit drei Jahren. Danach wurde die Serie mit Preisen regelrecht überhäuft: Sieben irische Film- und Fernsehpreise, zwei Emmys und zwei Golden-Globe-Nominierungen. Bei soviel Erfolg ist es schon fast selbstverständlich, dass “Die Tudors” fortgesetzt werden. Der Dreh zur dritten Staffel beginnt diesen Monat in Dublin.
Für Geschichtsfreaks wird die Serie sicher nichts sein, denn auf historische Genauigkeit wurde offenkundig keinen Wert gelegt. Zwei Personen werden hier mal schnell vom Autor des Drehbuchs Michael Hirst, der auch schon die Bücher zu den beiden Elisabeth-Dramen geschrieben hat, zu einer gemacht und vor allem das Aussehen der Charaktere wird im Vergleich zum Original extrem verschönert.
So ist Heinrich VIII. (Jonathan Rhys-Meyers) freilich nicht der dicke, hässliche, alte König, den wir von den Bildern her so kennen, sondern er ist jung, sexy, sportlich und sieht natürlich blendend aus. Besonders mit dem Sport sieht es bei Königs zuhause gut aus. Eine Frau nach der nächsten geht mit seiner Majestät in den Nahkampf. Daneben stehen für Heinrich natürlich noch Gelage und Turniere auf dem Plan. Doch das Leben eines Königs besteht nicht immer nur aus Rock ‘n’ Roll. So kommen die Intrigen und politischen Machtspiele natürlich auch nicht zu kurz. Allen voran der Konkurrenzkampf zwischen Heinrichs erster Frau Katharina von Aragon (Maria Doyle Kennedy) und ihrer potentiellen Nachfolgerin Anne Boleyn (Natalie Dormer).
So bietet “Die Tudors - Mätresse des Königs” alles, was das anspruchslose Zuschauerherz begehrt. Daily Soap im Mittelalter.
Die Tudors - Mätresse des Königs” jeden Samstag auf Pro7 in einer Doppelfolge zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr.
Wer kennt sie nicht, die Abenteuer um Captain James Tiberius Kirk, Jean-Luc Picard, Data, Mr. Spock, Worf und die Crew der “USS Enterprise“. Sie waren die Helden meiner Kindheit, die in den unendlichen Weiten des Alls unterwegs waren, um fremde Welten und Kulturen zu entdecken.
Die Teilweise merkwürdigen Geschichten um Captain Kirk, Mr. Spock, Scotty und all die anderen Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Enterprise verzückte immer wieder meine Phantasie. Als dann noch die Spielfilme hinzukamen, war es um mich geschehen. „A Trekkie was born“.
So mancher meiner Freunde hielt mich schon für einen Nerd; schließlich verfolgte ich so ziemlich jede Sendung, die im Startrek- Universum angesiedelt ist. Erst spät, nach Jahren legte sich dann die Euphorie, besonders als die Produktionen in die dritte Generation gingen. Mit „Deep Space Nine“, „Raumschiff Voyager”, und insbesondere die Serie um die „erste“ Enterprise mit Captain Archer am Steuer ließen mich zunehmend kalt.
Doch jetzt war es wieder soweit: Kabel Eins sendete die in der Zuschauergunst besten 10 Folgen der Serie „Star Trek: The next Generation“ am gestrigen Abend ab 20:15h Nonstop!
Und als Schmankerl für alle echten Nerds am Montag drei Folgen des Originals mit Kirk, Spock, Pille und co. Dienstag kommt der erste Spielfilm der Star Trek – Reihe, um Mittwoch mit einem Doppelpack das echte Nerd-Gefühl zu wecken, “Der Zorn des Khan” und “Auf der Suche nach Mr. Spock”!
Wie sagten die „Borg“ doch so schön? „Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert“. Also Anschnallen und ab geht`s in die unendlichen Weiten des Alls mit Kirk und Spock auf der “Enterprise”.
Freitagabend
Das Wochenende wird standesgemäß mit einem Blockbuster der Extra-Klasse eingeleitet, vorausgesetzt man kann sich ebenso für die Komik eines Jackie Chan und eines Owen Wilson begeistern wie ich. Mit Shanghai Knights ruft die leichte Unterhaltungskost, der ich mich nach einer langen Arbeitswoche gern hingebe. Sollte ich dann noch genügend Muße besitzen, wird mich Nils Ruf mit seiner Show vermutlich noch am ehesten begeistern können.
Samstag
An einem Samstag, der mich als TV-Junkie begeistern soll, darf Comedy nicht fehlen und diese findet sich in Form von „Two and a half men“ auf Pro7. Charlie Sheen in seiner vermutlich besten Rolle, kann mich dort immer wieder als abgehalfterter Jingle-Komponist zum Lachen bringen. Der Abend könnte eine bunte Mischung aus DSDS (RTL), Beautiful Mind (Pro7) und einem James Bond Klassiker (Kabel 1) werden. Schließlich gipfelte er in der Ausscheidungsrunde von DSDS, wo es wieder jede Menge Emotionen geben wird.
Sonntag
Der Sonntag beginnt zur Mittagszeit mit der Formel 1 auf RTL. Da man sich am Nachmittag kaum eine Sendung anschauen kann, wird dieser von der Sehnsucht nach „Schwiegertochter gesucht“ bestimmt werden. Von Lachkrämpfen geplagt dürfte die Wahl des Sonntagabend-Filmes wohl auf den „Transporter“ bei RTL fallen, obwohl das „Geisterschloss“ auf Pro7 keine schlechte Alternative wäre.
Am kommenden Sonntag widmet sich das ZDF einer Thematik, die sicherlich nicht ganz frei von Diskussionen sein wird. In „Imperium der Päpste“ werden die Abgründe der Kirchengeschichte einmal aus einer völlig neuen Perspektive beleuchtet.
Das gerade im Mittelalter die Kirche nicht immer ein Ort von Gottesliebe und Keuschheit gewesen war, dürfte selbst unbelesenen Zuschauern nicht unbekannt gewesen sein, wie tief allerdings diese Verstrickungen waren, verblüffte selbst gestandene Historiker. Morde im Namen der Kirch waren nicht nur zur Zeit der Inquisition an der Tagesordnung, sondern gehörten im Vorfeld einer Papstwahl fast zur Tagesordnung.
Ebenso das Thema Sex, eigentlich verpönt im Zusammenhang mit der Kirche, findet sich sehr oft in der Kirchengeschichte. Endlich mal ein interessanter Ansatz, der nicht überall Freunde finden wird, aber durchaus berechtigt ist.
Imperium der Päpste, ZDF, Sonntag – 27.04 – 19.30 Uhr
Wie fast jeden Montag versucht das ZDF am späten Montagabend einen Kinoklassiker in das Programm einzubauen, um wenigsten an nicht zu zuschauerrelevanten Tagen und Stunden gegen die Filmübermacht von RTL und Pro7 anzukommen. Mit einem Film wie „Brothers Grimm“, der eine wohltuende Abwechslung zu Sendungen wie „Musical Show Star 2008“ darstellt, haben sie sogar einen Leckerbissen der Filmgeschichte aus dem Archiv geholt.
Allerdings muss man sich im Vorfeld des Filmes von den Vorstellungen verabschieden, die man beim Lesen der Märchen in Buch-Form gewonnen hat. Denn hier präsentieren sich die Gebrüder Grimm als wandernde Gauner, die unschuldige Dörfer von Geistern befreien, die zuvor selbst geschaffen haben. Als man auf Seiten der französischen Besatzer vom Treiben der Brüder Wind bekommen hat, schickt man sie in die kleine Provinzstadt Marbaden, wo sie das Verschwinden von zehn Mädchen aufklären sollen. Nun müssen sich die beiden Brüder mit echten Gefahren auseinandersetzen und bereuen angesichts von Gefahren ihres bisheriges Treiben.
Zwar überzeugen weder der kürzlich verstorbene Heath Ledger noch Matt Damon, trotzdem ist der Film äußerst sehenswert. Er trägt zwar mehr den Charakter eines Krimis als einer Märchadaption, trotz alledem kann man dem Regisseur schnell verzeihen, angesichts der Effekte und Bilder im Film.
Zu sehen ist der Film heute Abend im ZDF um 22.15 Uhr.