Einmal Weltfußballer des Jahres, deutscher Rekordnationalspieler mit 150 Spielen, 5 Weltmeisterschaften und einiges mehr an Karriere-Glanzpunkten – doch seitdem Lothar Matthäus nicht mehr als Spieler auf dem Platz steht, ist er vor allem Dauergast im Boulevard. Was könnte also näher liegen als eine früher oder später unvermeidbare Doku-Soap?
Es gibt offenbar mehrere Gründe, sich Tag und Nacht von einem Fernsehteam beobachten zu lassen. Am Ende der Leiter steht, wer sich als Promi ins Dschungelcamp oder gar ins Big-Brother-Haus begibt. Ist man allerdings alleiniger Mittelpunkt, so steht dahinter entweder ein Marketinggedanke – Idealbeispiel Michael Wendler – oder das Phänomen einer irgendwie diffusen Popularität, die nicht oder auch nicht mehr durch andere Formate abgedeckt werden kann.
Die lange Durststrecke ist endlich vorbei. Sechs Jahre sind ins Land gezogen seit seinem Weggang bei Sat1, jetzt ist Harald Schmidt zurück, und man kann nur hoffen, dass er seinen alten Biss wieder hat. Eines jedenfalls hat die Zwischenphase bei der ARD bewiesen: LateNight lässt sich bei den Öffentlich-Rechtlichen nicht machen.
Bei der offiziellen Vorstellung seiner neuen Show haute Schmidt ordentlich auf den Putz und ließ keinen Zweifel daran, dass er auf Sat1 kein Blatt vor den Mund nehmen will. Seine Zeit im Ersten war in den letzten Monaten vor allem von Lustlosigkeit und Verweigerungshaltung bestimmt und geriet nicht selten zum halbgaren Kulturprogramm. Das soll jetzt wieder anders werden.
Was kann schöner sein, als vor einem Millionenpublikum ausgiebig über einen Kollegen herziehen und dafür auch noch bezahlt werden, zumal der Betroffene anwesend ist und gute Miene zum bösen Spiel machen muss? Das Konzept ist tatsächlich eine TV-Show auf Comedy Central. Nächstes Opfer: Charlie Sheen.
Seit seinem Rauswurf bei „Two and a Half Men“ macht sich Charlie Sheen einen Spaß daraus, mit immer neuen Aktionen im Gespräch zu bleiben. Eine kurzlebige Internet-Show, der gefilmte Diebstahl seines Wohnwagens vom Filmset, eine Live-Tour durch die USA und mit „Anger Management“ demnächst eine neue Sitcom. Doch damit nicht genug.
Manche Stars scheitern an ihren Skandalen und bekommen kein Bein mehr auf die Erde. Andere profitieren hingegen von so ziemlich allem, was ihren Ruf unterstreicht. Mel Gibson gehört zur ersteren Spezies, Charlie Sheen zur letzteren. Nachdem ihm im März der bestbezahlte Vertrag der TV-Geschichte gekündigt worden war, den jemals ein Schauspieler unterzeichnet hatte, kommt er jetzt bald wieder mit einer neuen Sitcom auf den Bildschirm.
Totgesagte leben länger. Nicht zum ersten mal hat man Charlie Sheen im Frühjahr das Ende seiner Karriere vorausgesagt. Nachdem er aus der Erfolgsserie „Two and a Half Men“ rausgeflogen war, wollte so mancher keinen Pfifferling mehr auf den skandalträchtigen Star wetten. Doch Sheen belehrt einmal mehr alle eines Besseren und unterzeichnete gerade erst für die Hauptrolle einer neuer TV-Serie.
Stefan Raab hat genug vom ESC – jedenfalls vor der Kamera. Wenn im nächsten Jahr das Casting für den kommenden Song-Contest nach gut bewährtem Muster neu beginnt, wird er nicht mehr Jury-Präsident sein. In seine Fußstapfen tritt kein Geringerer als Fanta4-Vegetarier Thomas D.
Dreimal war er als Komponist dabei, einmal ist er sogar selber aufgetreten, mit Lena hat er als Entdecker und Produzent den ESC nach Deutschland gebracht und dort als Moderator eine spektakuläre Show abgeliefert. Damit ist für Stefan Raab alles erreicht, was er beim größten Gesangswettbewerb der Welt erreichen konnte. Jetzt soll ein anderer an seine Stelle treten.
Kann das gut gehen? Eine erfolgreiche TV-Serie steht plötzlich ohne ihren Hauptdarsteller da und ersetzt ihn durch einen anderen. So geschieht es gerade im Fall von „Two and a half Men“. Ashton Kutcher tritt in die Fußstapfen von Charlie Sheen und übernimmt damit kein leichtes Erbe.
Eine Weile kochte die Gerüchteküche, was die Zukunft der Sitcom um 2 ungleiche Brüder anging. Der immense Erfolg der Show ließ ein Einstellen der Produktion eher unwahrscheinlich aussehen, doch mit dem Ausscheiden von Zugpferd Charlie Sheen stand das gesamte Konzept auf der Kippe. Jetzt hat man offenbar eine Lösung gefunden, die sich aber erst noch bewähren muss.
Die Bambi-Preisverleihung ist Deutschlands ältester und wichtigster Medienpreis. Seit über sechs Jahrzehnten werden damit nationale und internationale Stars ausgezeichnet.
Der Bambi hat im Jahr 1948 das Licht der Welt erblickt. In einer Zeit als Deutschland in Ruinen lag, brachte das Reh den Menschen Mut und Freude. Zu Beginn war der Bambi ausschließlich ein Filmpreis. Die Leser der „Filmrevue“ wählten ihre beliebtesten Leinwandstars. Doch im Laufe der Zeit und mit Einführung des Fernsehens ändert sich die Preisverleihung zum deutschen Medienpreis. Denn es wurden jetzt nicht nur Schauspieler, sondern auch Menschen des öffentliches Lebens ausgezeichnet.
Man will es kaum glauben, aber laut Guinness Book ist David Hasselhoff tatsächlich „The Most Watched TV Star in the World“. Das hat vor allem mit dem langlebigen Erfolg seiner beiden Paraderollen in „Knight Rider“ und „Baywatch“ zu tun. Über sein Privatleben hingegen ist bislang wenig Erfreuliches an die Öffentlichkeit gedrungen. Das will „The Hoff“ jetzt ändern. Eine Reality-Soap zeigt ihn vor allem als Vater seiner beiden Töchter.
Was sind „Dallas“ und „Lost“ schon gegen „Baywatch“? Bis heute ist die Serie um rote Badeanzüge am Strand von Malibu die erfolgreichste der Welt. Nach Beendigung der ersten Staffel hätte das niemand geglaubt, denn da sollte eigentlich bereits Schluss sein mit der sonnigen Fleischbeschau. Doch Hauptdarsteller David Hasselhoff übernahm die Produktion und machte aus dem simplen Konzept ein 11 Jahre anhaltendes Phänomen.
Die Karriere von Stefan Raab ist wohl die vielseitigste, die es zur Zeit gibt. Als Metzger und Student fing er an und ist jetzt Produzent, Komponist und Moderator und das alles sehr erfolgreich.
Viele wissen, dass die Karriere von Stefan Raab mit einer Metzgerlehre anfing. Die Lehre schloss er sogar mit einem „sehr gut“ als Bezirksbester ab. Aber der Entertainer machte auch Abitur und studierte sogar fünf Semster Rechtswissenschaft an der Uni in Köln und Bielefeld.
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Um einen gewissen Popularitätsgrad zu erreichen, muss man nicht unbedingt irgendetwas besonders gut können. Und deshalb wird niemand so genau sagen können, wieso ausgerechnet die gelernte Kosmetikerin Daniela Katzenberger derzeit im Netz zu den meistgesuchten Promis gehört. Neuestes Ergebnis ihrer medialen Dauerpräsenz: eine eigene Dokusoap auf VOX.
Für Aufsehen sorgte die Blondine mit den auftätowierten Augenbrauen erstmals bei ihrem Auftritt in der Reality-Show „Auf und davon – Mein Auslandstagebuch“. Ihr Versuch, Playboy-Gründer Hugh Hefner kennen zu lernen, geriet so absurd, wie es für derartige Sendeformate eigentlich üblich ist, aber Katzenberger traf mit ihrer naiven, jedoch nicht unsympathischen Art offenbar einen medialen Nerv.