Sich originelle Grundideen für Krimiserien auszudenken, ist angesichts des bestehenden Überangebots eine echte Herausforderung. Gut gelöst haben diese Aufgabe die Macher von „In Plain Sight“, und der Erfolg gibt ihnen recht. Hauptfigur ist eine Bundesagentin in New Mexico, die Teilnehmern des nationalen Zeugenschutzprogramms eine neue Identität verschafft.
Manchmal gehen amerikanische Serien seltsame Wege, um beim deutschen Zuschauer anzukommen. Zunächst gab es die erste und zweite Staffel von „In Plain Sight“ auf ZDFneo zu sehen. Danach wanderten sie ins reguläre Programm des Zweiten Deutschen Fernsehens, wenn auch nicht gerade in die Primetime. Die dritte Staffel hingegen wird aktuell erst einmal nur auf dem Bezahlsender 13th Street ausgestrahlt. Für Neueinsteiger ist jetzt zusätzlich eine DVD-Box mit den ersten 12 Folgen erschienen.
Ein weiteres Highlight im Sendeprofil von Arte ist die deutsche Erstausstrahlung der Fernsehversion von „Die Geheimnisse von Lissabon“. Die Kinofassung war vor allem in Frankreich und Portugal sehr erfolgreich. Jetzt gibt es den 6-Teiler ab dem 19. März in jeweils einer Doppelfolge zu sehen.
Weder leichte Kost noch gediegen-entspannte Abendunterhaltung sollte man erwarten, wenn man sich entscheidet, einen Blick auf die umfangreiche Adaption des 1854 erschienenen Romans von Camilo Castelo Branco zu werfen. Denn die über 6-stündige Mini-Serie erfordert jede Menge Geduld und Sitzfleisch.
Wie so oft hinkt Deutschland auch bei dieser Erfolgsserie den USA gnadenlos hinterher. Während dort nämlich bereits die 6. Staffel rund um den beliebtesten Psychokiller der TV-Geschichte in den Startlöchern steht, beginnt hierzulande gerade mal erst die 3. Ab dem 15. Mai dürfen die Fans Dexter jetzt wieder beim Morden zusehen.
Sensationelle Einschaltquoten, jede Menge Auszeichnungen, Merchandising, eine animierte Webserie – „Dexter“ bleibt ein echtes Phänomen. Denn die Hauptfigur ist bekanntlich ein Killer mit schwerem Vaterkomplex. Das macht ihn allerdings nicht weniger sympathisch. Identifizieren kann man sich mit dem von Michael C. Hall dargestellten Außenseiter jedenfalls bestens.
An Ostern gab es die Abenteuer des kleinen Ritters aus der Feder von Kirsten Boie auf ZDFtivi bereits einmal in Spielfilmlänge zu sehen. Ab dem 19. Juni wiederholt KIKA die lustigen Geschichten noch einmal als 13-teilige Zeichentrickserie. Wer solange nicht warten will, kann ab dem 27. Mai bereits auf die DVD-Fassung zurückgreifen.
Das Mittelalter erfreut sich als Schauplatz für Fiktionen aller Art seit einer Weile anhaltender Beliebtheit. Doch was da in der Regel auf dem Markt erscheint, ist vor allem für ein erwachsenes Publikum gedacht. Gerade sind in den USA mit „Game of Thrones“ und „Camelot“ 2 neue Serien zum Thema angelaufen, doch auch hier lässt sich nicht gerade von kindgerechter Unterhaltung sprechen. Ganz anders verhält es sich da bei der lustigen Zeichentrickserie über den „Kleinen Ritter Trenk“.
Nicht zum ersten Mal ist die Legende um König Arthus Gegenstand einer TV-Serie. Überhaupt erfreut sich das Thema ungebrochener Beliebtheit. Jetzt legt der US-Kabelsender Starz mit einer brandneuen Produktion nach. Eine der Hauptrolle spielt der vielfach preisgekrönte britische Schauspieler Joseph Fiennes.
Eine der bekanntesten Verfilmungen des Arthus-Mythos ist vermutlich der Zeichentrickspaß „Merlin und Mim“ aus dem Hause Disney. Sean Connery verkörperte den sagenumwobenen König im Kino, und im TV sorgte zuletzt vor allem Sam Neill als Merlin für eine modernisierte Variante der Legende. Mit dem Stoff lässt sich offenbar nie daneben greifen.
Immer für eine Überraschung gut, bietet Arte ab dem 30. April wohl eine der ungewöhnlichsten Serien, die es bislang in Deutschland zu sehen gab. „Xanadu“ ist eine Familiengeschichte aus dem Umfeld der Porno-Branche.
In „Boogie Nights“ spielt Mark Wahlberg einen realen Pornofilmstar, der zunächst auf der Erfolgswelle der Branche mitschwimmt und später gnadenlos abstürzt. Im Kino war das bereits gewagter Stoff. Doch kann man sich ähnliches auch als TV-Serie vorstellen? Wohl kaum. Drehbuchautorin Séverine Bosschem und Regisseur Daniel Grou hielten derartige Zweifel nicht ab, und so gibt es das Ergebnis demnächst auf Arte zu sehen. weiterlesen »
Die Marktrelevanz von Fantasy-Stoffen hält ungebrochen an, und während Peter Jackson gerade mit den Dreharbeiten zu „The Hobbit“ begonnen hat, wird von unterschiedlichen Seiten umtriebig versucht, sich ein Stück vom Kuchen zu sichern. Neuestes Beispiel ist die HBO-Serie „Game of Thrones“. Sie startete am 17. April in den USA und wurde direkt mal um eine 2. Staffel erweitert.
Keine 48 Stunden dauerte es, bis die Verantwortlichen entschieden, der Erfolg der TV-Premiere ihrer neuen Serie reiche aus, um eine Fortsetzung zu beschließen. „Game of Thrones“ hatte nicht nur im Vorhinein einen immensen Hype und Erwartungsdruck ausgelöst, sondern diesen auch in Quote und gute Kritiken umwandeln können.
In den USA ist bereits die 3. Staffel in Arbeit, in Deutschland gab es die Serie schon im vergangenen Jahr bei Syfy zu sehen. Jetzt kommt „Warehouse 13“ dank RTL2 auch ins Free-TV und verschiebt das quotenschwache „Stargate Universe“ aus der Primetime in den späteren Abend.
Ein geheimes Lager der US-Regierung, in dem seltsame, übernatürliche Artefakte aufgehoben werden? Das klingt verdächtig nach der Eröffnungssequenz von „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“. Beim ausstrahlenden US-Sender Syfy hält man den Ball jedoch flach und betont, die Serie beruhe auf einer Eigenproduktion mit dem Titel „The Lost Room“ von 2006.
1990 begann eine neue Ära im Serien-TV, auch wenn die Nachwirkungen erst viel später eintreten sollten. Mit „Twin Peaks“ schufen David Lynch und Mark Frost ein popkulturelles Phänomen, das eine Weile lang niemanden kalt ließ. Arte zeigt alle 29 Folgen und den Pilotfilm ab dem 19. April.
In der Welt von „Twin Peaks“ ist nichts wie es scheint. Augenscheinlich will die Serie ein klassischer „Whodunit“ sein, bei dem sich unter zahlreichen Verdächtigen einer als Mörder entpuppt. Die Frage „Who killed Laura Palmer?“ bewegte TV-Zuschauer Anfang der 90er weltweit, doch schnell wurde klar, dass die Antwort gar nicht im Zentrum der Geschichte stand.
Montags wird bei RTL erst um eine Million gespielt und danach dann das harte Arbeitsleben beobachtet – Kontrastprogramm eben. Den zweiten Teil erfüllt ab dem 28. März die deutsche Ausgabe der britischen Dokusoap „Undercover Boss“. Zunächst sind 4 Folgen geplant.
Christian Rach hat erstmal genug getestet. Seinen Programmplatz übernimmt vorerst ein international gut erprobtes Format, in dem sich Firmenbosse unter Vorgabe einer falschen Identität um einen Job im eigenen Unternehmen bemühen müssen. Wie (wenig) realistisch das abläuft, werden die ersten Folgen deutlich zeigen.