In den USA ist die 7. Staffel der beliebten Serie um die Frauen (und Männer) aus der Wisteria Lane gerade angelaufen. Ganz so weit ist man bei Pro7 hierzulande noch nicht, und der Zuschauer muss nach der langen Sommerpause schon ausführlich in seinem Erinnerungsvermögen graben, um am 13.10. wieder Einstieg in die zweite Hälfte der 6. Staffel zu finden.
Ein Flugzeugabsturz, ein umherstreifender Mörder ohne erkennbares Motiv und wie immer eine neu hinzugezogene Familie, deren Hintergrund ausgesprochen mysteriös ist – die Autoren der „Desperate Housewives“ hatten alles gegeben, um möglichen Ermüdungserscheinungen beim Zuschauer entgegenzuwirken. Nicht desto trotz war die sechste Staffel auch zugleich die quotenschwächste der Serie. In den USA hatte das vor allem mit Sportveranstaltungen wie dem Super Bowl und den Olympischen Winterspielen zu tun.
Die Absetzung der wenig erfolgreichen Sat1-Telenovela „Eine wie keine“ war schon länger angekündigt. Jetzt startet am 4. Oktober der Nachfolger auf demselben Sendeplatz. Diesmal setzen die Programm-Macher allerdings auf eine Daily Soap und erlauben so eine größere Anzahl von Hauptfiguren. Der Titelsong stammt von Schmusesänger James Blunt. Mehr muss man eigentlich nicht wissen.
Der Vorabend ist bei Sat1 traditionellerweise ein echtes Problem. Jetzt soll ein Fiction-Format für Quote sorgen, das sich offensichtlich an erfolgreichen US-Vorbildern anlehnt. Ganz klar zielt man auf ein jugendliches Publikum, denn Spielort ist eine Schule. Doch damit nicht genug. Neben den üblichen Teenagerproblemen gehört auch jede Menge Musik und Tanz zum Konzept. Nicht umsonst denkt man da schnell an „Highschool Musical“ oder „Glee“.
Jack Bauer geht in Rente. In den USA ist die 8. Staffel der beliebten Echtzeitserie „24“ längst gelaufen. Hierzulande beginnt das Finale am 4. Oktober. Wieder gibt es genau einen Tag Zeit, eine globale Katastrophe von der Menschheit abzuwenden.
Ganze acht Stunden Bruttozeit umfasst die 2001 gestartete Serie um die Anti-Terror-Einheit CTU und ihren besten Mann, Jack Bauer. Hinzu kamen „Redemption“, ein Prequel zur siebten Staffel in Spielfilmlänge, sowie 3 je 10-minütige Online-Prequels zu den Staffeln 4, 5 und 6. Ein Kinofilm ist zudem schon länger im Gespräch und wurde nach Ende der Serie erneut angekündigt.
Schon ein bemerkenswertes Projekt, das die ARD da am 14. September zur besten Sendezeit über den Äther schickt. Ob die 6-teilige Serie über zwei Familien in der DDR der 80er Jahre aber auch auf gesteigertes Zuschauerinteresse stößt, wird sich erst noch zu zeigen haben, zumal die TV-Konkurrenz stark ist.
RTL zeigt „CSI: Miami“, Pro Sieben neue Folgen der „Simpsons“, und auf VOX läuft die aktuelle Ausgabe von „X Factor“ – auf ein Publikum unter Mitte 30 kann die neue ARD-Serie wohl kaum abzielen. Vielleicht haben die Programm-Macher aber auch geschlafen, oder sie sind von ihrem Produkt so überzeugt, dass sie glauben, die Konkurrenz nicht fürchten zu müssen. Eine 6-teilige Familiengeschichte aus der DDR empfiehlt sich jedoch nicht gerade als Quotenrenner.
In 26 Teilen erzählt eine neue Animationsserie auf KiKa die Geschichte eine 12-jährigen Jungen, der nicht nur über magische Kräfte verfügt, sondern auch gleich mal seinen ganzen Heimatplaneten retten muss. Ab dem 13.9. können jüngere Zuschauer seinen Abenteuern montags bis freitags ab 16.25 Uhr folgen.
Im Original etwas schlichter mit „The Legend of Enyo“ betitelt, ist diese australisch-dänisch-belgisch-deutsche Co-Produktion mit Beteiligung des ZDF in erster Linie für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren gedacht. Einer der Produktionspartner ist das belgisch-niederländische „Studio 100“, das u.a. auch für „Das Haus Anubis“ mitverantwortlich zeichnet.
Offenbar muss man sich langsam daran gewöhnen, dass der ZDF-Ableger Neo zum relevanten Player im hiesigen Serienmarkt wird. War es lange Zeit den Privaten vorenthalten, internationale Erfolgsformate ins deutsche Free-TV zu holen, schließt der öffentlich-rechtliche Zusatzkanal jetzt auf. Nächstes Beispiel: die kanadische Zeitreise-Serie „Being Erica“.
Die Einkäufer bei ZDF Neo setzen offenbar alles daran, das verstaubte Image aus Mainz vergessen zu machen. Denn was da mittlerweile an Erfolgsproduktionen für den deutschen Fernsehmarkt über den Bildschirm geht, kann sich durchaus sehen lassen. Der bisher größte Coup war die US-Erfolgsserie „30 Rock“ mit Alec Baldwin. Ab dem 6. Oktober kommt mit „Mad Men“ die nächste Spitzenpoduktion ins Programm – und das als Deutschlandpremiere. Fast könnte man da die weiteren Neuzugänge übersehen.
In den USA seit Juli bereits in der 4. Staffel, gehört „Mad Men“ zu den derzeit bemerkenswertesten TV-Serien. Bei Kritikern wie Zuschauern gleichermaßen beliebt, räumt die Produktion einen Preis nach dem anderen ab. Gerade erst wurde sie bei den Emmys zum dritten Mal als Outstanding Drama Series ausgezeichnet. Ab 6. Oktober kann man sich hierzulande endlich auch im deutschen Free-TV davon überzeugen, dass die Begeisterung zurecht besteht.
Bereits 2008 war „Mad Men“ in der Geschichte des wichtigsten US-Fernsehpreises die erste Drama-Serie, die 16 Nominierungen auf sich vereinen konnte. 2010 waren es immer noch 15 Stück, und zwei davon führten schließlich auch zu Auszeichnungen mit dem Emmy Award. Aber auch sonst regnet es Jahr um Jahr Preise für die in den 60er Jahren angesiedelte Geschichte um eine New Yorker Werbeagentur.
Lacher aus der Konserve, immer dasselbe Personal, dieselben Konflikte, dieselbe Kulisse. Die Parameter einer Sitcom sind recht überschaubar. Dass sich damit über Jahre hinweg beachtlich Quote machen lässt, ist umso erstaunlicher. Seit 2003 beweist „Two and a Half Men“, wie gut das funktionieren kann. Pro7 zeigt ab dem 7.9. jetzt erstmals die 7. Staffel. Die dreifache Sieben ist dabei fast schon selber ein Gag.
Alles, was man braucht, ist eine Wohnung oder ein Haus und ein möglichst schräges Figurenensemble, das sich dort gegenseitig auf den Geist geht. Entscheiden muss man sich dann nur noch zwischen der Familien- und der WG-Variante, und die Sitcom-Blaupause ist fertig. Bekanntestes Beispiel für erstere Option ist etwa „Eine schrecklich nette Familie“ und für die letztere mag einem vor allem „Friends“ einfallen. Besonders reizvoll sind auch Kombinationen beider. „Golden Girls“ war so ein Fall, doch „Two and a Half Men“ setzt noch eins drauf.
Wer nach der simplen und enttäuschenden DVD-Box zur 20sten Simpsons Staffel keine Lust auf die gelbe Familie auf DVD hat, der sollte es sich noch einmal überlegen, denn die 13te lohnt sich selbst für Abergläubige.
Die 13. Staffel der Simpsons dürfte eine der witzigsten und einfallsreichsten der gesamten Reihe sein, nicht zuletzt, weil die Konkurrenz damals dicht hinter ihnen war. Seth McFarlanes “Family Guy” hatte seit der Prämiere 1999 die Definition für Satire und Parodie erweitert und die bis dahin handzahm gewordenen Simpsons um wichtige Einschaltquoten gebracht.
2001 glänzten die Simpsons wieder mit vielen Gags, besseren Themen und viel Gefühl. Das könnte auch daran gelegen haben, dass Langzeit-Simpsonsschreiber Al Jean zum ersten Mal als Leiter der Serie tätig war und anscheinend Wunder im Drehbuch-Department wirkte. weiterlesen »
Eine Zusammenarbeit zwischen ZDF und dem australischen Fernsehen soll junge Mädchenträume widerspiegeln. Was wie eine Tanzgeschichte klingt, die so schon hundert Mal in Filmen erzählt wurde, könnte gut gemacht trotzdem erfolgreich werden.
Die junge Tara lebt mit ihrer Familie im australischen Outback, weit entfernt von großen Städten und somit auch weit entfernt von ihrem Traum eine berühmte Tänzerin zu werden. Als sie zu einem Vortanzen an der renommierten Schule National Academy of Dance in Sydney eingeladen wird, scheint ihr Leben perfekt zu sein, aber Tara merkt schnell, dass in der Welt des professionellen Tanzens nicht alles harmonisch und freundlich abläuft. weiterlesen »