Für die Jury war sie ohnehin auf der Abschußliste, und tatsächlich musste Steffi Landerer bereits zum Ende der ersten Mottoshow die DSDS-Bühne verlassen. Dass die Entscheidungen der Zuschauer rein gar nichts mit gesanglichen Fähigkeiten zu tun haben, belegen auch in dieser Staffel erneut andere Teilnehmer mehr als deutlich. Was also waren die Gründe für das frühe Ausscheiden der blonden Einser-Abiturientin?
Wenn bei DSDS ein Kandidat ausscheidet, heißt das vor allem eines: Die Show braucht ihn nicht mehr. Mit immer wieder gern unterstellter Manipulation hat das reichlich wenig zu tun, denn bei Deutschlands beliebtester Casting-Show regiert das Gesetz der natürlichen Selektion, und die Formel ist einfach: Wer für die Quote verzichtbar ist, muss gehen, denn für wen nicht angerufen wird, der hat auch niemanden hinter sich stehen, der seinen Fernseher am Samstagabend wochenlang exklusiv für RTL reserviert. In der ersten Mottoshow bereits fiel dieser Regel die zuvor ausführlich in der Boulevard-Presse abgefrühstückte Steffi Landerer zum Opfer.
Von 120 auf 35. Was wie eine Vollbremsung auf der Autobahn klingt, ist tatsächlich das Rechenmodell hinter dem ersten Recall von DSDS. Am Schluß durften die verbliebenen Kandidaten auf Senderkosten in die Karibik fliegen, wo dann weiter ausgesiebt wird. Inhaltlich macht das zwar keinen Sinn, doch bei RTL zählen da wohl vor allem die Schauwerte.
Wer wissen will, wie man mit gezielter Montagearbeit im Fernsehen aus einer gähnend langweiligen Veranstaltung ein leidlich skandalträchtiges Programm basteln kann, war beim DSDS-Recall vom 30. Januar gut aufgehoben. Neben der üblichen Dramatisierung durch künstliche Pausen, plakative Musikuntermalung und Jury-Kommentare, die mit einem Paukenschlag pointiert werden, bevor sie sich dann doch meistens in Luft auflösen, wurden drei bis vier misslungene Probenkonstellationen so intensiv ausgeschlachtet, dass man meinen konnte, die ganze Sache sei doch tatsächlich eine ernste Angelegenheit.
Im Januar 2010 startet auf RTL die neue Krimi-Serie „Countdown- die Jagd beginnt“. Actionreich und spannend werden fiktive Kriminalfälle nicht bloß erzählt, denn der Zuschauer erfährt durch Flashbacks immer nur Puzzleteile der Geschichte, so dass sich die ganze Story erst im Laufe der Zeit zu einem einheitlichen Bild zusammen setzt.
Im Zentrum von Countdown steht eine Spezialeinheit des LKA, die immer dann zum Einsatz gerufen wird, wenn es brenzlig wird. Die Hauptrolle Jan Brenner, gespielt von Sebastian Ströbel, ist der unangepasste, temperamentvolle Leiter der Spezialeinheit. weiterlesen »
Nicht nur für die drei Weisen aus dem Morgenland gilt diesmal am 6. Januar das Motto „Alle Jahre wieder“. Nina Eichinger, Volker Neumüller und Chef-Juror Dieter Bohlen folgen zwar nicht dem Morgenstern, einem Star sind sie aber trotzdem auf den Fersen – jedenfalls dem Titel nach. Denn aus den bisherigen Gewinnern der Mutter aller Casting-Shows ist hierzulande nicht unbedingt echter musikalischer Nachwuchs hevorgegangen. Aber bei DSDS gilt eben bekanntlich auch „Dabei ist alles“.
Gerade erst hat Deutschland das Supertalent 2009 gefunden (einen Hund!), da macht sich die Nation auch schon wieder auf die Suche nach dem Superstar 2010. Was die langlebigere RTL-Castingshow der anderen voraus hat? Nicht viel außer der Langlebigkeit. In beiden Fällen wird die Jury von Dieter Bohlen geleitet, die Sendung von Marco Schreyl moderiert und die Überzahl der Bewerber ausgiebigst vorgeführt und bloßgestellt.
Traumquoten, Bohlen und Flatulenz – so in etwa lässt sich die derzeit erfolgreichste deutsche Unterhaltungssendung mit nur drei Worten auf den Punkt bringen. RTL setzt sich mühelos gegen „Wetten dass“ durch und muss dabei noch nicht einmal größere Künstler-Honorare zahlen. Warum also mit der Gelddruckmaschine im Anschluss ans Finale nicht auch direkt mal auf Tour gehen?
DSDS-Zuschauer der ersten Stunde mögen sich erinnern: Nachdem Chefjuror Dieter Bohlen den damaligen Finalisten mit „We have a Dream“ einen sicheren Nummer-Eins-Hit verpasst hatte, bastelte man bei RTL auf die Schnelle eine Live-Tournee der Beteiligten zusammen, um auch noch den allerletzten Euro aus dem Casting-Wunder herauszuholen. So richtig ging die Rechnung nicht auf, und man stampfte das Konzept im Folgejahr wieder ein.
In Bad Münstereifel war einiges los, als ein Riesenteam um Heiner Lauterbach, Armin Rohde, Yvonne Catterfeld, Katharina Wackernagel, Ursula Carven und andere TV-Gesichter den beschaulichen Eifel-Ort auf den Kopf stellte. Immerhin musste ein Vulkanausbruch glaubhaft in Szene gesetzt werden, und RTL ließ sich die Sache einiges kosten. Herausgekommen ist ein Zweiteiler, der alle bisherigen Budgets des Senders in diesem Segment locker sprengt.

Ganze 9 Millionen Euro ließ man sich den Spaß kosten, mal einen prallen Katastrophenfilm auf deutschem Boden zu produzieren. Eine Million verschlang alleine die lebensechte Generierung des titelgebenden Vulkanausbruchs am Computer. Bloße vier Sekunden dauert die Eruption im fertigen Film und kostete nach Senderangaben nichts desto trotz mehrere 10.000 Euro. Zudem mussten 1700 Statisten koordiniert (und bezahlt) werden – von den gut dotierten Hauptdarstellern ganz zu schweigen.
Ende Oktober startet, wie von RTL angekündigt, die neue Staffel von ‘Bauer sucht Frau’ bei RTL. Auf dem gewohnten Sendeplatz am Montagabend um 21:15 werden diesmal nicht nur Bauern auf die Suche nach der Traumfrau gehen, auch eine Bäuerin ist mit dabei und sucht nach einem Mann an ihrer Seite.
Erstmals wird bei RTL’s Dauerbringer ‘Bauer sucht Frau’ eine Bäuerin auf Männersuche gehen. Am 26. Oktober 2009 startet das Format mit frischen Sendungen aus der Sommerpause. Acht weitere männliche Bewerber im Alter von 23 bis 59 Jahren hoffen ebenfalls auf ihr Liebesglück.
Unter der Moderation von Inka Bause wird zum Beispiel Pferdewirtin Berit aus Mecklenburg-Vorpommern, als erste Bäuerin in der Show, einen Mann fürs Leben suchen. Wie auch alle anderen Teilnehmer der fünfte Staffel wurde sie bereits vor einigen Monaten dem Publikum vorgestellt.
Berit jedenfalls, freut sich riesig auf die Sendung, damit die ewige Single Suche ein Ende hat. ‘Schon nach der ersten Staffel habe ich mich als Kandidatin beworben – und jetzt ist es endlich soweit. Ich glaube, mit RTL habe ich wirklich gute Chancen, die Liebe meines Lebens zu finden’, so die 36-Jährige. Ob die taffe Landwirtin und die anderen acht Bewerber den Partner fürs Leben finden, wird sich ab dem 26. Oktober jeden Montag um 21:15 zeigen. weiterlesen »
Die Mauer ist weg, und zwar schon ziemlich lange. Für RTL ein guter Grund, das 20-jährige Jubiläum dieses historischen Ereignisses mit einem Quiz zu feiern. Die Frage, ob ehemalige Wessis und Ossis auch genug voneinander wissen, in eine Primetime-Show zu verpacken, ist dabei ebenso abstrus wie belustigend. Als Moderator fungiert Allzweckwaffe Günther Jauch.

“Ist die Mauer wirklich weg?” lautet der Untertitel dieser seltsam anmutenden Eventshow. Natürlich, es geht um die oft herbeizitierte “Mauer in den Köpfen”, und so werden für diesen einen Abend noch einmal Westdeutsche und Ostdeutsche geteilt, um zu sehen, was sie voneinander wissen. Ob es auch Telefonjoker geben wird, steht eher zu bezweifeln.
Wenn Privatsender besonders drastische Horrorfilme der jüngeren Vergangenheit senden, sollte man mit dem Schlimmsten rechnen – allerdings weniger hinsichtlich dessen, was es zu sehen gibt, als vielmehr in Bezug auf dasjenige, was dem Zuschauer vorenthalten wird. Um den US-Schocker „The Hills have Eyes“ vor 23 Uhr ausstrahlen zu können, musste RTL jetzt offensichtlich so exzessiv kürzen, dass ganze Handlungselemente nahezu unverständlich blieben.
Für die Ausstrahlung von Kinofilmen im TV gibt es hierzulande klare Regeln. Die Altersfreigaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) bilden die Grundlage für die Festlegung der jeweiligen Sendezeit. Ein Film, der erst ab 16 Jahren freigegeben ist, darf nicht vor 22 Uhr gesendet werden. Hat er hingegen gar keine Jugendfreigabe (FSK18), gehört er nicht vor 23 Uhr ins Programm. Diese Regelung hat ihren guten Sinn, und eine ständige Vorabkontrolle durch die Landesmedienanstalten garantiert die Einhaltung.
Zuschauer fragen – Merkel antwortet, nach diesem Ratgeber-Schema baut sich die Politsendung 2009 - wir wählen auf RTL zusammen.
Es sind nur noch wenige Monate dann steht uns die wohl wichtigste politische Frage für die nächsten vier Jahre ins Haus. Oder besser steht sie der Bundeskanzlerin bevor, denn bald wird sich entscheiden ob Dr. Angela Merkel im Amt bleiben wird oder ob Dr. Frank Walter Steinmeier in das Kanzleramt einziehen darf. In vorbereitung auf die Bundestagswahl im September 2009 hat RTL sich nun einem bekannten US-amerikanischen Format abgenommen und lässt unsere Kanzlerin dem Volk Frage und Antwort stehen. weiterlesen »