Immer noch als verlässlichster Einkäufer interessanter Auslandserfolge unterwegs, hat sich Pro7 jetzt die Ausstrahlungsrechte für die erfolgreiche kanadische Mysteryserie „Sanctuary“ gesichert. Ursprünglich lediglich eine Reihe von Webisodes, konnte die spannende Monsterjagd rasch so viele Zuschauer gewinnen, dass eine zweite Staffel bereits abgedreht ist.
„Sanctuary“ setzt Maßstäbe, und das hat zunächst einmal nichts mit dem Plot zu tun. Nie zuvor hatte eine ausschließlich für das Internet produzierte Serie den Sprung zur regulären TV-Auswertung geschafft. Acht jeweils viertelstündige Webisodes setzten 2007 soviel Zuschauerinteresse frei, dass der amerikanische SciFi Channel eine 13 Teile umfassende erste Staffel als Fernsehserie in Auftrag gab. Der Erfolg gab den Machern recht. Die Premiere generierte dem Sender seine höchste Einschaltquote seit „Eureka“.
Inszenierte Handy-Telefonate, die den Nachbarn auf der Parkbank peinlich berühren, gehören zu den Standards, mit denen Simon Gosejohann auf Pro7 für gemäßigte Heiterkeit sorgt. Da das Format funktioniert und zudem äußerst kostengünstig ausfällt, hat der Sender jetzt den Zusatz „XXL“ hinzugefügt und die Gags etwas ausladender werden lassen. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten.
Erfolgsformate einfach aufzublasen, gehört bei Pro7 inzwischen zum Programmschema. Getreu dem Motto „Was im Kleinen funktioniert, kann im Großen nicht schlecht sein“ hatte der Sender bereits im vergangenen Jahr das Konzept der Nonsens-Duelle von „Elton vs. Simon“ zum vollgültigen Showformat ausgedehnt und konsequenterweise einfach „Elton vs. Simon – Die Show“ genannt. Außer der Verlagerung in ein mit Publikum bestücktes Studio, längeren Sendezeiten und der Zugabe von Johanna Klum als Moderatorin änderte sich am Prinzip (klugerweise) jedoch nichts.
Während Hauptdarsteller Jonathan Rhys Meyers alles dafür tut, sein Image als trinkfester irischer Badboy mit passendem Fehlverhalten aufrecht zu erhalten und deshalb jüngst am Pariser Flughafen Charles de Gaulle eine Schlägerei mit dem Servicepersonal anzettelte, belegt die mittlerweile in den USA angelaufene dritte Staffel der erfolgreichen Historienserie „The Tudors“, dass es für alle Beteiligten besser ist, wenn er überschüssige Energie lieber in seine Arbeit einfließen lässt. Ein Blick auf die ersten Episoden nach dem überaus erfolgreichen Staffelfinale, das mit der Hinrichtung von Heinrichs Ehefrau endete, lässt hoffen, dass Pro7 sich möglichst bald zu einer Ausstrahlung entscheidet.

Das letzte, was „Die Tudors“ bietet, ist bekanntlich Faktentreue. Wer also bei der Deutschlandpremiere Ende Dezember 2008 ernsthaft eine Geschichtssunde erwartete, konnte getrost auf die teuer produzierte Serie verzichten. In erster Linie ging es Autor Michael Hirst um eine spannende und skandalreiche Soap Opera vor realem historischem Hintergrund. Der Erfolg sprach für sich, und mit dem US-Debüt im April 2007 fuhr der produzierende Sender Showtime eines seiner besten Quotenergebnisse überhaupt ein. Mit einer vierten Staffel soll die Serie 2010 ein würdiges Finale erhalten.
Am 17. Juni beginnen in der alten Kongresshalle München die Castings für die mittlerweile achte Popstars-Staffel. In 16 Folgen wird diesmal ein Duo gesucht. In der Jury sitzt erwartungsgemäß wieder Pro7-Drill-Instructor Detlef D! Soost. Unterstützung bekommt er von Erfolgsproduzent Alex Christensen und Songwriterin Michelle Leonard.

Dass bei Casting-Shows in erster Linie der Weg das Ziel ist, belegen die katastrophalen Halbwertzeiten nahezu aller „Popstars“-Gewinner. Als das Format 2000 auf RTL2 startete, war der Erfolg tatsächlich riesengroß. Die No Angels mauserten sich zum europaweiten Phänomen und hielten sich ganze drei Jahre. Ein Comebackversuch scheiterte 2007 zwar auf ganzer Linie, konnte aber immer noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als echte Eintagsfliegen wie Overground, Preluders, Nu Pagadi oder Room 2012.
Im Einkaufen und Abkupfern britischer, holländischer oder amerikanischer Erfolgsformate sind hiesige TV-Sender bekanntlich ganz groß. Die derzeit erfolgreichsten Shows der Privaten - DSDS, Germany´s Next Topmodel, Ich bin ein Star - holt mich hier raus, Das Supertalent – beruhen allesamt auf Lizenzen aus dem Ausland. Jetzt wagen sich Pro7 und Sat1 parallel an eingedeutschte Versionen eines US-Quotenrenners: Promis suchen den Partner fürs Leben. Für den Münchener Sender geht Produzententochter Giulia Siegel ins Rennen.

Mit einer besonders wilden Version der amerikanischen Datingshow „The Bachelor“ hatte das Produzententrio Chris Abrego, Mark Cronin und Ben Samek im Januar 2006 im Grunde eine Gelddruckmaschine erfunden. „Flavor of love“, das erfolgreichste Programm, das der US-Sender VH1 bis dato ausgestrahlt hatte, zeigte den Public-Enemy-Frontmann Flavor Flav drei Staffeln bei der äußerst abstrusen Suche nach seiner Herzdame. Am Ende heiratete er dann zwar doch die Mutter seines jüngsten Kindes, aber das änderte am Erfolg der zahlreichen, in der Zwischenzeit entstandenen Spin-Offs rein gar nichts.
Eine Kooperation zwischen Pro7-Alleskönner Stefan Raab und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht geben. Die ARD hatte Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, um beim nächsten Eurovision Song Contest besser dazustehen als in den vergangenen Jahren. Doch Raab, der zuvor bereits dreimal erfolgreich am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nun, dass die Sache für ihn nicht in Frage käme.

Als ob das Armutszeugnis für den NDR nicht schon groß genug gewesen wäre: Mit einer gewissen Großspurigkeit hatte man dem gebührenzahlenden Zuschauer im vergangenen Jahr einfach mal die Bewertungskompetenz für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest abgesprochen und lieber selber entschieden. Das Ergebnis: Ein wenig rühmliche Platz 20 für „Miss Kiss Kiss Bang“ von Erfolgsproduzent Alex Christensen.
Am 21. Mai kürt Pro7 zum vierten Mal die Siegerin von Heidi Klums Casting-Show. Roger Willemsen nutzt die Gelegenheit, um ausgiebig gegen die Moderatorin zu schießen und wählt dazu drastische Worte. In der Wochenendeausgabe der taz möchte er gar „sechs Sorten Scheiße aus ihr herausprügeln“.

Während die letzten verbliebenen Kandidatinnen dem Finale in der Kölner Lanxess Arena entgegenfiebern, macht sich die taz noch schnell einen Spaß daraus, in gewohnt provokanter Weise an der gesellschaftlichen Brisanz der Show von Deutschlands Exportschlager Heidi Klum zu rütteln. In der „Sonntaz-Frage“ nahmen Aufklärer Oswald Kolle, Ex-Pornostar Dolly Buster und Publizist Roger Willemsen Stellung zum Vorwurf, „Germany´s Next Topmodel“ sei frauenfeindlich.
„Das Streben nach Glück“: Ein Film über Verantwortung und über die Verwirklichung des Amerikanischen Traums. Am 10. Mai 2009 zeigt Pro 7 die Free-TV Premiere des Dramas mit Will Smith und seinem Sohn Jaden Smith.
San Francisco in den 80er Jahren: Christ Gardner (Will Smith) mangelt es nicht an Intelligenz, Talent oder Witz, doch Erfolg und Geld lassen auf sich warten. Er ist selbstständiger Vertreter für ein nicht nachgefragtes und viel zu teures Röntgengerät. Dementsprechend schwer fällt es ihm, seine Frau Linda (Thandie Newton) und seinen Sohn Christopher (Jaden Smith) über Wasser zu halten. Während er kaum etwas zum Lebensunterhalt beiträgt, legt Linda Doppelschichten bei ihrer Arbeit in einer Wäscherei ein.
Linda platzt der Kragen, als Chris mit dem Plan nach Hause kommt, seinen Job aufzugeben, etwas Neues anzufangen und alles risikoreich auf eine Karte zu setzen. Sie verlässt ihn, womit der soziale Abstieg von Chris erst eingeläutet wird und schließlich in der Obdachlosigkeit endet. Doch ein unbezahltes Praktikum als Börsenmakler mit der Aussicht auf eine anschließende Festanstellung birgt zwar große Risiken, ist aber das einzige Licht am Horizont… weiterlesen »
Unter der Marke “Galileo” bietet Pro7 regelmäßig ebenso Bemerkenswertes wie Absurdes zum Staunen und fassungslosen Kopfschütteln. Mithilfe eines eigens designten virtuellen Studios präsentiert Moderator Aiman Abdallah am 1. Mai um 20.15 Uhr nun ein weiteres Format: „Galileo Big Pictures“ zeigt eine Auswahl von 50 ungewöhnlichen Fotos und erforscht ihre Hintergründe.
Gedankenleser, UFOs oder der DaVinci-Code – für „Galileo Mystery“ ist kein pseudowissenschaftlicher Nonsens zu abstrus, um nicht für eine Stunde Sendezeit gut zu sein. Der erfolgreiche Ableger des wochentäglichen Wissensmagazins „Galileo“ erfreut sich weiterhin ausreichender Beliebtheit und dient auch in der x-ten Wiederholung immer noch als Programmergänzung zu themenverwandten Spielfilmen oder Shows. Grund genug, ein weiteres Experiment unter der gleichen Marke zu starten.
Am 29. Mai wird Deutschland wieder um ein sportliches Megaevent reicher. Nach der Wok-WM dem TV-Total-Turmspringen und seiner Stockcar-Challenge wagt sich Stefan Raab nun aufs Eis und mit ihm acht Fußballmannschaften.
Es klingt schon an sich verrückt: Fußball auf einem Eishockeyfeld. Wer sich schon einmal nicht nur sprichwörtlich aufs Glatteis gewagt hat, der weiß, dass es schon ein Ding der Unmöglichkeit ist, sich auf Eis ohne Schlittschuhe schnell fortzubewegen, geschweige denn Fußball zu spielen.
Wenn man jetzt noch seine Winterstiefel mit ohnehin schon rutschigen Bowlingschuhen tauscht, dann klingt Stefans Raabs neueste Idee nicht nur nach einer heillosen Rutschpartie, die jegliches spielerisches Talent im Keim erstickt, sondern nach blauen Flecken, gezerrten Bändern und mehr als nur einem geprellten Steißbein aber gewiss auch nach einer Menge Spaß. weiterlesen »