Am 17. Juni beginnen in der alten Kongresshalle München die Castings für die mittlerweile achte Popstars-Staffel. In 16 Folgen wird diesmal ein Duo gesucht. In der Jury sitzt erwartungsgemäß wieder Pro7-Drill-Instructor Detlef D! Soost. Unterstützung bekommt er von Erfolgsproduzent Alex Christensen und Songwriterin Michelle Leonard.

Dass bei Casting-Shows in erster Linie der Weg das Ziel ist, belegen die katastrophalen Halbwertzeiten nahezu aller „Popstars“-Gewinner. Als das Format 2000 auf RTL2 startete, war der Erfolg tatsächlich riesengroß. Die No Angels mauserten sich zum europaweiten Phänomen und hielten sich ganze drei Jahre. Ein Comebackversuch scheiterte 2007 zwar auf ganzer Linie, konnte aber immer noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als echte Eintagsfliegen wie Overground, Preluders, Nu Pagadi oder Room 2012.
Im Einkaufen und Abkupfern britischer, holländischer oder amerikanischer Erfolgsformate sind hiesige TV-Sender bekanntlich ganz groß. Die derzeit erfolgreichsten Shows der Privaten - DSDS, Germany´s Next Topmodel, Ich bin ein Star - holt mich hier raus, Das Supertalent – beruhen allesamt auf Lizenzen aus dem Ausland. Jetzt wagen sich Pro7 und Sat1 parallel an eingedeutschte Versionen eines US-Quotenrenners: Promis suchen den Partner fürs Leben. Für den Münchener Sender geht Produzententochter Giulia Siegel ins Rennen.

Mit einer besonders wilden Version der amerikanischen Datingshow „The Bachelor“ hatte das Produzententrio Chris Abrego, Mark Cronin und Ben Samek im Januar 2006 im Grunde eine Gelddruckmaschine erfunden. „Flavor of love“, das erfolgreichste Programm, das der US-Sender VH1 bis dato ausgestrahlt hatte, zeigte den Public-Enemy-Frontmann Flavor Flav drei Staffeln bei der äußerst abstrusen Suche nach seiner Herzdame. Am Ende heiratete er dann zwar doch die Mutter seines jüngsten Kindes, aber das änderte am Erfolg der zahlreichen, in der Zwischenzeit entstandenen Spin-Offs rein gar nichts.
Eine Kooperation zwischen Pro7-Alleskönner Stefan Raab und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht geben. Die ARD hatte Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, um beim nächsten Eurovision Song Contest besser dazustehen als in den vergangenen Jahren. Doch Raab, der zuvor bereits dreimal erfolgreich am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nun, dass die Sache für ihn nicht in Frage käme.

Als ob das Armutszeugnis für den NDR nicht schon groß genug gewesen wäre: Mit einer gewissen Großspurigkeit hatte man dem gebührenzahlenden Zuschauer im vergangenen Jahr einfach mal die Bewertungskompetenz für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest abgesprochen und lieber selber entschieden. Das Ergebnis: Ein wenig rühmliche Platz 20 für „Miss Kiss Kiss Bang“ von Erfolgsproduzent Alex Christensen.
Am 21. Mai kürt Pro7 zum vierten Mal die Siegerin von Heidi Klums Casting-Show. Roger Willemsen nutzt die Gelegenheit, um ausgiebig gegen die Moderatorin zu schießen und wählt dazu drastische Worte. In der Wochenendeausgabe der taz möchte er gar „sechs Sorten Scheiße aus ihr herausprügeln“.

Während die letzten verbliebenen Kandidatinnen dem Finale in der Kölner Lanxess Arena entgegenfiebern, macht sich die taz noch schnell einen Spaß daraus, in gewohnt provokanter Weise an der gesellschaftlichen Brisanz der Show von Deutschlands Exportschlager Heidi Klum zu rütteln. In der „Sonntaz-Frage“ nahmen Aufklärer Oswald Kolle, Ex-Pornostar Dolly Buster und Publizist Roger Willemsen Stellung zum Vorwurf, „Germany´s Next Topmodel“ sei frauenfeindlich.
„Das Streben nach Glück“: Ein Film über Verantwortung und über die Verwirklichung des Amerikanischen Traums. Am 10. Mai 2009 zeigt Pro 7 die Free-TV Premiere des Dramas mit Will Smith und seinem Sohn Jaden Smith.
San Francisco in den 80er Jahren: Christ Gardner (Will Smith) mangelt es nicht an Intelligenz, Talent oder Witz, doch Erfolg und Geld lassen auf sich warten. Er ist selbstständiger Vertreter für ein nicht nachgefragtes und viel zu teures Röntgengerät. Dementsprechend schwer fällt es ihm, seine Frau Linda (Thandie Newton) und seinen Sohn Christopher (Jaden Smith) über Wasser zu halten. Während er kaum etwas zum Lebensunterhalt beiträgt, legt Linda Doppelschichten bei ihrer Arbeit in einer Wäscherei ein.
Linda platzt der Kragen, als Chris mit dem Plan nach Hause kommt, seinen Job aufzugeben, etwas Neues anzufangen und alles risikoreich auf eine Karte zu setzen. Sie verlässt ihn, womit der soziale Abstieg von Chris erst eingeläutet wird und schließlich in der Obdachlosigkeit endet. Doch ein unbezahltes Praktikum als Börsenmakler mit der Aussicht auf eine anschließende Festanstellung birgt zwar große Risiken, ist aber das einzige Licht am Horizont… weiterlesen »
Unter der Marke “Galileo” bietet Pro7 regelmäßig ebenso Bemerkenswertes wie Absurdes zum Staunen und fassungslosen Kopfschütteln. Mithilfe eines eigens designten virtuellen Studios präsentiert Moderator Aiman Abdallah am 1. Mai um 20.15 Uhr nun ein weiteres Format: „Galileo Big Pictures“ zeigt eine Auswahl von 50 ungewöhnlichen Fotos und erforscht ihre Hintergründe.
Gedankenleser, UFOs oder der DaVinci-Code – für „Galileo Mystery“ ist kein pseudowissenschaftlicher Nonsens zu abstrus, um nicht für eine Stunde Sendezeit gut zu sein. Der erfolgreiche Ableger des wochentäglichen Wissensmagazins „Galileo“ erfreut sich weiterhin ausreichender Beliebtheit und dient auch in der x-ten Wiederholung immer noch als Programmergänzung zu themenverwandten Spielfilmen oder Shows. Grund genug, ein weiteres Experiment unter der gleichen Marke zu starten.
Am 29. Mai wird Deutschland wieder um ein sportliches Megaevent reicher. Nach der Wok-WM dem TV-Total-Turmspringen und seiner Stockcar-Challenge wagt sich Stefan Raab nun aufs Eis und mit ihm acht Fußballmannschaften.
Es klingt schon an sich verrückt: Fußball auf einem Eishockeyfeld. Wer sich schon einmal nicht nur sprichwörtlich aufs Glatteis gewagt hat, der weiß, dass es schon ein Ding der Unmöglichkeit ist, sich auf Eis ohne Schlittschuhe schnell fortzubewegen, geschweige denn Fußball zu spielen.
Wenn man jetzt noch seine Winterstiefel mit ohnehin schon rutschigen Bowlingschuhen tauscht, dann klingt Stefans Raabs neueste Idee nicht nur nach einer heillosen Rutschpartie, die jegliches spielerisches Talent im Keim erstickt, sondern nach blauen Flecken, gezerrten Bändern und mehr als nur einem geprellten Steißbein aber gewiss auch nach einer Menge Spaß. weiterlesen »
Was mit einem recht anschaulichen Ausmaß an Vorberichterstattung eingeläutet worden war, erwies sich vergangenen Samstag als mittelprächtiger Reinfall. Die Premieren der beiden US-Serien „Gossip Girl“ und „90210“ blieben quotentechnisch hinter den Erwartungen zurück.
Nicht zum ersten Mal liegen die Münchener mit der Platzierung teuer eingekaufter US-Erfolgsformate daneben. Noch vor Kurzem war „Terminator SCC“ wegen schlechter Zuschauerzahlen ins Nachtprogramm verbannt worden, und selbst „Desperate Housewives“ und „Lost“ kämpften zwischenzeitlich immer wieder um die Quote. Pro7 steht da nicht alleine. Partnersender SAT1 etwa hat trotz schnell gemachter Ankündigung bis heute keinen passenden Sendeplatz gefunden, um den schnell wieder abgesetzten mehrfachen Golden-Globe-Preisträger „Ugly Betty“ erneut ins Programm zu holen.
Sonntag morgen, 1.27 Uhr: Raab kann es selbst kaum fassen, aber er hat auch diese Show wieder gewonnen. Der Mann, der sonst nach jedem Sieg unmittelbar jubilierend aufspringt, lässt es ungewohnt ruhig angehen. Selten aber hat ihn auch ein Zweikampf so geschlaucht. Der 32-jährige Markus Okuesa („Oku“), Lehrer aus Homburg, hat es dem erneut ungeschlagenen Champion nicht leicht gemacht. Am Ende jedoch unterlag er und scheiterte an fehlendem TV-Fachwissen.
Wer hätte gedacht, dass einen die völlige Ignoranz des RTL-Dschungelcamps 2,5 Millionen Euro kosten könnte? In einem gegenseitigen Schlagabtausch mussten Raab und sein Herausforderer innerhalb von je 30 Sekunden einen Teilnehmer der bisherigen Staffeln nennen. Für Raab ein Heimspiel, gehört doch die Erfolgsshow des Kölner Konkurrenzsenders jedes Jahr erneut zum thematischen Rahmenprogramm des Einstiegsmonologs von „TV Total“. Doch für den Lehrer, der nach eigenem Bekunden keine einzige Folge der Show gesehen hat, waren damit alle Chancen verspielt.
Das Zielpublikum dieser US-Teenagerserie wird den legendären Vorgänger allerhöchstens einmal in einer Wiederholung gesehen haben. Ganze 10 Staffeln lang verfolgte „Beverly Hills 90210“ Lieben und Leiden einer finanziell gut abgesicherten Freundesclique an der West Beverly Hills High School. Pro7 zeigt die vergangenes Jahr ins Leben gerufene Wiederbelebung der erfolgreichen Serie jeweils Samstags um 17.05 Uhr.
„Beverly Hills 90210“ ist in vielerlei Hinsicht ein Phänomen. Denn um die äußerst langlebigen Ursprungsserie herum entwickelte sich rasch ein ganzes Franchise. Erster Ableger war 1992 das nicht minder erfolgreiche Spin-Off „Melrose Place“ (mit „Desperate Housewives“-Darstellerin Marcia Cross), danach folgte 1995 mit mäßigem Erfolg „Models Inc.“ und schließlich im vergangenen Jahr eine Neuauflage der Ursprungsserie mit gleichem Konzept, aber neuen Protagonisten.