Am 26. Mai macht sich Deutschland erneut an die „nationale Aufgabe“. So jedenfalls formulierte es Stefan Raab 2010 mit gewohntem Augenzwinkern. Das Resultat von damals ist bekannt. Ob Roman Lob dieses Jahr einen der vorderen Plätze belegen kann? In jedem Fall berichtet TV Total wie gewohnt eine Woche vorab – allerdings nicht aus Baku selber.
Immer dann, wenn er selber irgendwie mitmischte, war Stefan Raab mit seinem Team in das jeweilige Austragungsland gereist, um seine Show direkt vor Ort auszustrahlen. Dieses Jahr ist das erstmals nicht der Fall. Pro7 hatte am 7. Mai offiziell bekannt gegeben, dass „TV Total“ in der Woche vor dem 26. wie gewohnt aus Köln senden werde. Offenbar hatten sich keine passenden Locations und Partner finden lassen. So jedenfalls berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Was Quotentauglichkeit betrifft, scheint Pro7 seinem Neueinkauf nicht so richtig zu trauen. Wie anders ist es zu erklären, dass die US-Erfolgs-Sitcom „Community“ keinen Sendeplatz im Abendprogramm bekommt, sondern sich mit dem Samstagnachmittag begnügen muss? Ab dem 28. April wird sich zeigen, ob sich ausreichend Zuschauer vor dem Bildschirm einfinden.
In den USA ist „Community“ ein echter Hit. Mittlerweile in der dritten Staffel, kommt die experimentierfreudige Sitcom um einen suspendierten Anwalt, der zurück ins College muss, beim Publikum gut an. Für Comedy-Veteran Chevy Chase bedeutete die Serie zudem die Rückkehr ins Rampenlicht.
Die Geschichte um den gefallenen Verbündeten Roms, der in Sklaverei gerät und fortan als Gladiator sein Leben fristen muss, ist vor allem in der Verfilmung mit Charlton Heston bekannt. Eine Live-Show tourt zudem seit einer Weile erfolgreich um den Globus. Jetzt zeigt Pro7 eine modernisierte Fassung in Form einer 13-teiligen TV-Serie.
Das Wagenrennen gehört zu den berühmtesten Sequenzen der Filmgeschichte, doch ansonsten ist die legendäre Hollywood-Fassung der Spartacus-Geschichte zwar visuell spektakulär, doch im Hinblick auf die Jugendfreigabe eher harmlos. Von der TV-Version des US-Kanals Starz lässt sich das eher nicht behaupten. Für die Ausstrahlung auf Pro7 bedeutet das erhebliche Kürzungen.
Zweimal hat sich Stefan Raab ausgiebig von Regina Halmich vermöbeln lassen, und damit war es dann auch gut. Doch was bei König Lustig seinen Reiz aus Nonsens und Ehrgeiz hatte, geriet beim Pro7-Promiboxen eher zur Peinlichkeit. Jetzt kehrt das Format auf den Bildschirm zurück, und wieder dreschen echte Hinterbänkler aufeinander ein.
Beim Senderverbund Pro7-Sat1 lässt man offenbar nicht ab von der Idee, dass mit der Wiederbelebung altgedienter Formate etwas für die Quote getan werden könnte. Bisher waren alle Versuche in diese Hinsicht jedoch eher von wenig Erfolg gekrönt. Weder „Wolffs Revier“ noch „Die Alm“ konnten überzeugen, von Kerners Rückkehr ganz zu schweigen.
Dass eine US-Serie so schnell nach dem Originalstart auch in Deutschland zu sehen ist, gehört eher zu den Ausnahmefällen. Nur eine Woche nach der Premiere in den USA flimmert „Touch“ auch über die hiesigen Bildschirme. Das Zugpferd der Mystery-Story ist „24“-Star Kiefer Sutherland.
Bereits am 27. Februar hatte Pro7 den Pilotfilm ausgestrahlt und konnte trotz vergleichbar geringen Werbeaufwands ansehnliche Quoten einfahren. Rund zwei Millionen Zuschauer sahen die ungewöhnliche Geschichte um einen Vater, der nicht zu seinem scheinbar autistischen Sohn vordringen kann und dann feststellen muss, dass dieser hellseherische Fähigkeiten hat.
Frauenduos sind in der Krimilandschaft eher selten. Dass die weibliche Paarung aber durchaus funktioniert, beweist derzeit die US-Serie „Rizzoli & Isles“, die in ihrem Herkunftsland bereits in die dritte Staffel geht. Vox zeigt die ersten zehn Folgen im Free-TV ab 14. März.
Gegen Polizeiermittlerin Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles sehen die Männer in ihrem Umfeld ziemlich alt aus. Kein Wunder, denn die beiden Hauptfiguren sollen schließlich einen toughen Eindruck hinterlassen und problemlos auch ohne männliche Hilfe zurecht kommen. Dass beide trotzdem mehr als fototauglich sind, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wieder einmal dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis eine interessante Produktion der BBC ihren Weg ins deutsche Free-TV geschafft hat. Bereits im Mai 2010 hatte es „Die Triffids“ auf Sky zu sehen gegeben, danach war der Zweiteiler im vergangenen Oktober auf DVD erschienen. Jetzt zeigt ihn Pro7 am 5. und 12. März jeweils um 21.10 Uhr.
Lebende fleischfressende Pflanzen, die umherlaufen und Menschen jagen – absurder geht es kaum. Und doch ist das die Grundidee von „The Day of the Triffids“, einem Klassiker der Science-Fiction-Literatur von John Wyndham. Verfilmt wurde der Roman bereits dreimal, erstmals 1962 fürs Kino, danach zweimal als TV-Mehrteiler. Die Fassung von 1981 schaffte es jedoch nie nach Deutschland.
Noch bevor die zugehörige Mystery-Serie in den USA überhaupt gestartet ist, zeigt Pro7 am 27. Februar bereits den Pilotfilm zu „Touch“ mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle. Selten zuvor hat man hierzulande derart schnell reagiert, denn die Erstausstrahlung ist gerade mal einen knappen Monat her.
Wenn eine neue TV-Serie in Produktion gehen soll, wird in aller Regel zunächst ein Testballon gestartet. Die sogenannten „Piloten“ dienen mal bloß für interne Zwecke und werden nur einem ausgewählten Publikum gezeigt, mal strahlt man sie ganz regulär aus, um ihren Marktwert abschätzen zu können. Sat1 etwa wollte mit „Wolff – Kampf im Revier“ überprüfen, ob eine Wiederbelebung der alten Serie Sinn macht und entschied sich aufgrund geringen Zuschauerinteresses schließlich dagegen.
Sollte an den gerade heftig aufflammenden Gerüchten um eine anstehende Scheidung von Heidi Klum und Seal etwas dran sein, wird das der in Kürze anstehenden neuen Staffel von „Germany’s Next Top Model“ möglicherweise einiges an Zusatzinteresse einbringen – wenn auch aus Gründen, die der Initiatorin nicht unbedingt gefallen müssen.
Ab dem 23. Februar beginnt auf Pro7 wieder die Modelsuche, und das bereits zum siebten Mal. Weder am Showkonzept noch an der Besetzung hat sich Wesentliches geändert, denn Modedesigner Wolfgang Joop, den man offenbar als Experten haben wollte, hat ziemlich unüberhörbar öffentlich abgelehnt. Das ganze Konzept sei so gar nicht sein Ding.
So schnell ist eine neue US-Serie dem Gefühl nach noch nie im deutschen Fernsehen angekommen. Am 18. September erst startete „New Girl“ in Amerika und fuhr Traumquoten ein. Bereits im Januar gibt es die Sitcom auf Pro7 zu sehen.
Seltsame WG-Konstellationen im engeren und weiteren Sinne sind für Sitcoms spätestens seit „Friends“ ein echter Erfolgsgarant. Wo im Umfeld von Bill Cosby noch die Familie regierte, sind es jetzt mehr oder weniger frei gewählte Gemeinschaften, die Konflikt- und damit Humorpotential freisetzen. „Two and a half men“ fand dabei bis zum Ausstieg von Charlie Sheen die ideale Mischform aus beiden Ansätzen.