Zum Jahresende lässt die ARD noch einmal ordentlich die Muskeln spielen. Ganze 175 Minuten dauert die Verfilmung eines Romans von Henning Mankell. Gezeigt wird die deutsch-schwedische Co-Produktion „Der Chinese“ am 30. Dezember ab 20.15 Uhr an einem Stück.
Als Stieg Larsson seinem Verleger die Manuskripte für seine „Millennium“-Romane auf den Tisch legte, soll er gesagt haben, Henning Mankell könne einpacken. Dem schwedischen Bestseller-Autor wird das egal gewesen sein, denn seine Bücher verkaufen sich weiterhin wie geschnittenes Brot.
Nach einigem Hin und Her ist es nun doch in trockenen Tüchern: Deutschlands erfolgreichster Schauspieler heuert bei der Kripo Hamburg an. Als Kommissar im ARD-„Tatort“ wird Til Schweiger ganz sicher für gute Quoten sorgen. Allerdings: mehr als eine Folge pro Jahr ist offenbar nicht geplant.
Als die Gerüchte vor ein paar Wochen erstmals an die Öffentlichkeit drangen, hielten sich die Beteiligten noch zurück. Bei Til Schweigers Besuch in der Harald-Schmidt-Show klangen seine Aussagen, ob er demnächst als Kommissar im „Tatort“ ermitteln würde, am ehesten nach einem Dementi. Jetzt allerdings haben sich die Gerüchte ganz offiziell bestätigt. Die betreffenden Verträge wurden in der vergangenen Woche unterzeichnet.
Vom Kleinganoven zum Polizeiberater, es gibt wirklich schlimmere Dinge, vor allem, wenn die Alternative der Knast ist. White Collar gehört zur langen Reihe der ungewöhnlichen Kriminalduos, macht sich jedoch sehr gut, zumindest in den Ratings.
Nach Jahren fängt der FBI Agent Peter Burke den Betrüger und Dieb Neal Caffrey und steckt ihn ins Kittchen. Kurz vor seiner Entlassung büxt der jedoch aus, um sich mit seiner Freundin zu versöhnen. Als Burke ihn abermals schnappt, macht er ihm einen Deal: Er hilft ihm bei einem seiner Fälle, dafür muss er nicht länger als nötig sitzen. Gesagt getan und schon sind die beiden Partner und die Jagd auf die echten Betrüger kann beginnen… weiterlesen »
Eine Hochzeitsgesellschaft verbringt die Feier in einer kleinen Stadt auf einer Insel, in der es Jahre zuvor grausame Morde gegeben hat.
Noch bevor das Schiff mit den Hochzeitsgästen ablegt, ereignet sich der erste Mord, aber das ist nicht das einzige Rätsel, dass es zu lösen gibt.
Die Mischung aus Slasher, Teeniedrama, Soap und Mystery ist wie ein offenes Buffet aller Dinge, die man gerne abends im Fernsehen sieht. Die erste Episode ist daher wie ein einziger Cliffhanger und könnte gut und gerne den Preis für “die meisten Rätsel, die innerhalb von 40 Minuten aufgeworfen werden” bekommen. weiterlesen »
„Lisa Plenske aus dem Soap-Erfolg „Verliebt in Berlin“ kehrt auf den Bildschirm zurück“ - so oder zumindest so ähnlich werden die Schlagzeilen lauten, wenn Alexandra Neldel am 23. April mit ihrem neuen Anwalt-Zwölfteiler „Unschuldig“ an den Start geht. Zu eng ist der Erfolg jener Serie mit dem Namen der Schauspielerin verbunden, dabei hat sich die 32jährige längst auch auf anderen Gebieten der Schauspielerei etabliert.
Die ehemalige Zahnarzthelferin möchte nun im Genre der Juristen als engagierte Anwältin Justizirrtümer aufdecken. Zusammen mit ihrem Team, bei dem Schauspieler wie Clemens Schick, Erhan Emre und Loretta Stern mitwirken, kämpft Neldel mit ungewöhnlichen Methoden für Menschen, die unschuldig hinter Gittern sitzen. Natürlich hat dies einen persönlichen Hintergrund, denn die Rechtsanwältin Dr. Anna Winter (Alexandra Neldel) hat ihren Vater aufgrund eines Rechtsirrtums verloren, weil sich dieser aus Verzweiflung das Leben genommen hatte.
Produziert hat die Krimi-Reihe Sascha Schwingel, der mit seinen Filmen „Dresden“ und „die Sturmflut“ schon große Ferseherfolge feiern konnte. Die Fans von Alexandra Neldel können sich auf eine sehr gute schauspielerische Leistung freuen. Ob diese allerdings großen Anklang finden wird, steht aufgrund der Vielzahl von Anwaltsserien in Sternen. Erst vor kurzem stellte RTL wegen Mangel an Interesse zwei Serien ein, die im Niemandsland des Senders verschwunden sind, obwohl sie vielversprechende Ansätze boten.
Der Name Alexandra Neldel ist inzwischen mit hohen Ansprüchen verbunden, weshalb die 32jährige Schauspielerin aus zahlreichen Stellenangeboten auswählen kann. Fernsehpreise wie die Rose d’Or und der Deutsche Fernsehpreis sind dabei durchaus hilfreich.
Als 1961 “16 Uhr 50 ab Paddington” in die Kinos kam, war die Hauptdarstellerin Margaret Rutherford bereits 69 Jahre alt. Was sie allerdings keineswegs davon abhielt, einen der besten Filmdetektive aller Zeiten zu spielen - Agatha Christies Miss Marple.
Die vier Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford - “16 Uhr 50 ab Paddington”, “Vier Frauen und ein Mord”, “Der Wachsblumenstrauß” und “Mörder ahoi” - sind zwar inzwischen in technischer Hinsicht etwas angestaubt; aber Dialogwitz und Spannung liegen auf einem Niveau, das auch heutige Krimikomödien nur selten erreichen.
Als Glücksgriff erwies sich - neben Rutherford - die Erfindung des Mr. Stinger (Stringer Davies), des etwas naiven, ältlichen Gefährten der Hobbydetektivin. Die beiden spielen sich die Bälle mit sichtlicher Freude zu; und wenn Miss Marple auch noch anfängt, zu tanzen (”Der Wachsblumenstrauß”), dann überträgt sich spätestens das Vergnügen auch auf den Zuschauer.
Rutherfords Miss Marple unterscheidet sich in mancher Hinsicht stark von Christies Detektivin; gelegentlich scheint sie gar mehr mit James Bond gemein zu haben - immerhin kann sie fechten, morsen, reiten, ist Hobbychemikerin und historisch versiert.
Für Fans der Reihe ist die liebevoll ausgestattete 4-DVD-Box ein Muss; der kleine Preis kann aber auch Miss-Marple-Neulinge locken: Enttäuscht werden sie gewiss nicht, denn der nächste Mörder lauert schon …