Der Flimmerkasten

Von Klassikern bis zum aktuellen TV-Programm
 


„Lisa Plenske aus dem Soap-Erfolg „Verliebt in Berlin“ kehrt auf den Bildschirm zurück“ - so oder zumindest so ähnlich werden die Schlagzeilen lauten, wenn Alexandra Neldel am 23. April mit ihrem neuen Anwalt-Zwölfteiler „Unschuldig“ an den Start geht. Zu eng ist der Erfolg jener Serie mit dem Namen der Schauspielerin verbunden, dabei hat sich die 32jährige längst auch auf anderen Gebieten der Schauspielerei etabliert.

Die ehemalige Zahnarzthelferin möchte nun im Genre der Juristen als engagierte Anwältin Justizirrtümer aufdecken. Zusammen mit ihrem Team, bei dem Schauspieler wie Clemens Schick, Erhan Emre und Loretta Stern mitwirken, kämpft Neldel mit ungewöhnlichen Methoden für Menschen, die unschuldig hinter Gittern sitzen. Natürlich hat dies einen persönlichen Hintergrund, denn die Rechtsanwältin Dr. Anna Winter (Alexandra Neldel) hat ihren Vater aufgrund eines Rechtsirrtums verloren, weil sich dieser aus Verzweiflung das Leben genommen hatte.

Produziert hat die Krimi-Reihe Sascha Schwingel, der mit seinen Filmen „Dresden“ und „die Sturmflut“ schon große Ferseherfolge feiern konnte. Die Fans von Alexandra Neldel können sich auf eine sehr gute schauspielerische Leistung freuen. Ob diese allerdings großen Anklang finden wird, steht aufgrund der Vielzahl von Anwaltsserien in Sternen. Erst vor kurzem stellte RTL wegen Mangel an Interesse zwei Serien ein, die im Niemandsland des Senders verschwunden sind, obwohl sie vielversprechende Ansätze boten.

Der Name Alexandra Neldel ist inzwischen mit hohen Ansprüchen verbunden, weshalb die 32jährige Schauspielerin aus zahlreichen Stellenangeboten auswählen kann. Fernsehpreise wie die Rose d’Or und der Deutsche Fernsehpreis sind dabei durchaus hilfreich.


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Miss Marple auf DVD

Autor: Moritz
abgelegt in: DVD

Als 1961 “16 Uhr 50 ab Paddington” in die Kinos kam, war die Hauptdarstellerin Margaret Rutherford bereits 69 Jahre alt. Was sie allerdings keineswegs davon abhielt, einen der besten Filmdetektive aller Zeiten zu spielen - Agatha Christies Miss Marple.

Die vier Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford - “16 Uhr 50 ab Paddington”, “Vier Frauen und ein Mord”, “Der Wachsblumenstrauß” und “Mörder ahoi” - sind zwar inzwischen in technischer Hinsicht etwas angestaubt; aber Dialogwitz und Spannung liegen auf einem Niveau, das auch heutige Krimikomödien nur selten erreichen.

Als Glücksgriff erwies sich - neben Rutherford - die Erfindung des Mr. Stinger (Stringer Davies), des etwas naiven, ältlichen Gefährten der Hobbydetektivin. Die beiden spielen sich die Bälle mit sichtlicher Freude zu; und wenn Miss Marple auch noch anfängt, zu tanzen (”Der Wachsblumenstrauß”), dann überträgt sich spätestens das Vergnügen auch auf den Zuschauer.

Rutherfords Miss Marple unterscheidet sich in mancher Hinsicht stark von Christies Detektivin; gelegentlich scheint sie gar mehr mit James Bond gemein zu haben - immerhin kann sie fechten, morsen, reiten, ist Hobbychemikerin und historisch versiert.

Für Fans der Reihe ist die liebevoll ausgestattete 4-DVD-Box ein Muss; der kleine Preis kann aber auch Miss-Marple-Neulinge locken: Enttäuscht werden sie gewiss nicht, denn der nächste Mörder lauert schon …


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