Ob Roman oder Kurzgeschichte - kaum eine Vorlage von Bestseller-Autor Stephen King hat es nicht früher oder später auch zu einer Verfilmung gebracht. Dass in den meisten Fällen dabei allerdings eher Durchschnittsware zustande kommt, ist ebenso unerfreulich wie unverständlich. In den USA zeigte der Sender A&E mit dem Zweiteiler „Bag of Bones“ gerade ein weiteres Beispiel.
In Deutschland unter dem nichtssagenden Titel „Sara“ veröffentlicht, erzählt der bereits 1998 erschienene Roman „Bag of Bones“ von Geistern und Orten mit einer dunklen Vergangenheit. Im Zentrum steht, wie so oft bei Stephen King, ein Schriftsteller. In der TV-Fassung ist die Rolle mit dem ehemaligen „James-Bond“-Darsteller Pierce Brosnan prominent besetzt.
Interessante Stoffe, die früher auf der Kinoleinwand gelandet wären, wandern heute zunehmend ins Fernsehen. Die Erzählstrukturen von Serien sind wesentlich komplexer geworden, und vor kontroversen Handlungselementen und drastischen Bildern muss dank Pay-TV auch niemand mehr zurückschrecken. Jüngstes Beispiel: „Remains“, ein Fernsehfilm, der auf der gleichnamigen Comicreihe von Steve Niles beruht.
Nachdem die Vampire mit „True Blood“ und „Vampire Diaries“ einen festen Platz im TV-Programm eingenommen haben, folgten vor kurzem mit den Zombies aus „The Walking Dead“ weitere traditionelle Horrorgestalten – und das mit immensem Erfolg. Auf diesen Zug springt jetzt NBCUniversal mit seinem Spartenkanal Chiller TV auf, der sich für die erste Eigenproduktion direkt mal eine populäre Vorlage gegriffen hat.
Heidi Klums Topmodel Barbara Meier spielt morgen Abend eine Hauptrolle im TV und bestreitet damit ihr Spielfilm-Debüt. Folgt nach der Model-Karriere nun ein Aufstieg in der Filmbranche?
Die Siegerin der 2. Staffel von Heidi Klums „Germany’s next Topmodel”, Barbara Meier, spielt in ihrer ersten Hauptrolle im TV ein taubstummes Medium und startet damit ihre Karriere als Schauspielerin in einem ProSieben-Mystery-Film. Da ein geheimnisvolles Aussehen gesucht wurde, kamen dem Model die blasse Haut und die roten Haare wahrscheinlich zugute, und dass ihre erste Film-Rolle keinen Sprechtext vorzuweisen hat, erleichterte den Einstieg in das neue Metier sicherlich auch. Dass Barbara Meier keine Angst vor Kameras hat, konnte sie ja bereits bei GNTM unter Beweis stellen, und bei nachfolgenden TV-Werbespots sammelte sie ebenfalls erste Erfahrungen am Filmset.
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Pünktlich zu Halloween holen die Sender sich blutig, schaurige TV-Speziale, uralte Horrorfilme und oftmals lahme Sitcom-Episoden ins Programm. Schön ist es trotzdem, denn auch Gruseln kann zur Tradition werden…
Urbane Legenden, Schauermärchen und immer wiederkehrende Albträume, es gibt Mythen und Sagen, die sich auf der ganzen Welt entwickelt haben und die scheinbar jeder Kultur angehören. Vom Vampir bis zum Werwolf gibt es immer wieder Gestalten, die fast zusammenhanglos auf verschiedenen Kontinenten für Angst und Schrecken um Lagerfeuer herum gesorgt haben.
Woher diese Geschichten kommen, was es historisch als auch kulturell mit den Monstern und Gespenstern und den Menschen dahinter auf sich hat, versucht die britische Dokumentation “True Horror” in drei Teilen auf zu klären. weiterlesen »
Wenn ein Zug einmal in Fahrt gekommen ist, sind die Trittbrettfahrer nicht weit. Mit dem Siegeszug von Stephenie Meyers „Twilight“-Serie scheinen die modernen Blutsauger-Varianten mit Teenie-Appeal ohne Ermüdungserscheinungen in ständig neuen Kleidern auf die Menschheit losgelassen zu werden. Jüngstes Beispiel: „The Gates“, eine neue TV-Serie aus den USA.
Mit den berühmten Flaggen-Installationen von Christo und Jeanne-Claude hat „The Gates“ trotz Namensgleichheit rein gar nichts zu tun. In der brandneuen ABC-Serie heißt so nämlich eine jener typischen US-Communities für Wohlbetuchte, die wie eine mittelalterliche Stadt mit Mauern umzäunt sind, bewacht werden und im Innern jede Menge Luxus zum Wohnen und Leben bieten. Mit Normalsterblichen will man schließlich nichts zu tun haben.
Im Kino lässt sich ihnen derzeit kaum entkommen, und jetzt machen sie sich auch im TV-Programm breit. Und dabei sind Zombies doch eher schlichte Naturen. Eine neue US-Serie bringt die lebenden Toten demnächst auf den Bildschirm und landet hoffentlich auch bald schon in Deutschland.
Vorlage für „The Walking Dead“ ist eine äußerst erfolgreiche Comic-Reihe, die seit 2003 im monatlichen Rhythmus erscheint und die vielfach erzählte Geschichte einer Welt, in der die Untoten regieren, clever variiert. Frank Darabont, Regisseur von Erfolgen wie „The Shawshank Redemtion“, „The Green Mile“ und dem Horror-Film „The Mist“, machte sich an die Adaption und setzt dabei auf das Gesetz der Serie.
Vampirfans aufgepasst, wer nach der ultimativen Serie mit Süchtigkeitsfaktor und ohne überzogenen Schmalz sucht, hat endlich das Richtige gefunden.
Die Telepatin Sookie Stackhouse (Anna Paquin) lebt in einer Kleinstadt im Herzen Südamerikas, Voodoo und Aberglaube, aber auch Religion und Kleinbürgertum spielen hier eine große Rolle. Als sich ein Vampir (Stephen Moyer) in der Nachbarschaft niederlässt, ist die Aufregung groß. Zwar sind Vampire in der Gesellschaft toleriert, aber die Akzeptanz hält sich dennoch in Grenzen, vor allem, da es plötzlich von Leichen nur so wimmelt. weiterlesen »
Vampire sind ja so IN zur Zeit, dass es kein Wunder ist, dass nicht nur die Kinos einen zähnefletschenden Film nach dem anderen auf den Markt werfen, sondern auch die Fernsehsender an etlichen Serienformaten arbeiten.
Die verwaiste Elena ist zusammen mit ihrem Bruder frisch zur Tante in eine idyllische amerikanische Kleinstadt gezogen. Aber anstatt Ruhe und Frieden zu finden, findet sie Stefan, den neuen mysteriöse Mitschüler, der tatsächlich mehr als nur Muskeln und tolles Haar zu bieten hat - Vampirzähne, beispielsweise. weiterlesen »
Der Mystery-Montag auf Pro7 bekommt Zuwachs. Einmal die Woche um 20.15 Uhr können wird ab dem 23.06. dem untoten Privatdetektiv Mick St. John in der Vampirserie “Moonlight” dabei zusehen, wie er in L.A. versucht die Menschen vor fiesen Blutsaugern zu retten.
St. John (Alex O’Loughlin) ist zwar selbst ein Vampir, doch ekeln ihn seine Artgenossen, die Menschen nur als reine Beute sehen, ziemlich an und so hat er sich entschlossen ihnen mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten zur Seite zu stehen, anstatt sie zu jagen.
In der ersten Folge trifft er bei Recherchen zu einem Mordfall auf die junge Journalistin Beth Turner (Sophia Myles), zu der er sich hingezogen fühlt und zum ersten Mal seit sechs Jahren die Chance auf eine Beziehung in Betracht zieht. Beth und St. John verbindet weit mehr als nur ihre Berufe. Als Beth noch ein kleines Mädchen war, wurde sie von Coraline (Shannyn Sossamon), die auch Mick gebissen hat, entführt. Er rettete Beth einst das Leben.
Das Design und auch der Charakter von St. John sind stark an den Film Noir angelehnt: Der einsame Wolf, der in düsterer Umgebung mit seinem tragischen Schicksal versucht fertig zu werden.
Und so tragisch wie die Rolle des Helden, ist auch die Geschichte um die Serie selbst. Nachdem der US-amerikanische Sender CBS mal schnell den ganzen Piloten neu drehen ließ, dabei gleich die gesamte Besetzung bis auf den Hauptdarsteller auswechselte und die erste Staffel durch den Autorenstreik in Hollywood auf nur 16 Folgen gekürzt wurde, hat der Sender jetzt bekannt gegeben, dass es keine zweite Staffel geben wird. Auch Blutspendeaktionen von Fans, die so für die Fortsetzung von “Moonlight” kämpften, und ein People’s Choice Award für die “Beste neue Dramaserie” halfen nichts.
So sollten sich auch die deutschen Fans also nicht zu sehr an Mick St. John und seine Mitstreiter gewöhnen, doch es geschehen ja manchmal noch Zeiten und Wunder. Und Fortsetzung hin oder her, gerade Fans von Vampirgeschichten wird “Moonlight” bestimmt begeistern.
Die Kritik ließ kaum ein gutes Haar an ihm, aber Ridley Scotts “Hannibal” (2001) verlauft sich nach wie vor hervorragend - was besonders an der prächtig ausgestatteten DVD liegen könnte.
Wie bereits bei der DVD-Veröffentlichung des Vorgängers “Das Schweigen der Lämmer” (1992) hat man “Hannibal” mit Extras nur so ausgestattet - ein einstündiges Making-Of, diverse Multi-Angle-Specials, entfallene Szenen, breite Marketinggalerien, Interviews, etc. etc. Einziges Manko ist die Originalversion: Die darf nämlich aus rechtlichen Gründen nicht ohne deutsche Untertitel laufen - ein nerviger Umstand; und eine Gängelung des Käufers, die man sich schnell wieder abgewöhnt hatte: Heute finden Sie keine DVD mehr, deren Originalfassung aus rechtlichen Gründen beschränkt wäre.
Auch der Film selbst besticht durch phantastische Bild- und Ton-Qualität (Dolby Digital 5.1. und DTS Discrete 6.1.). Angesichts der technisch versierten Inszenierung Scotts wäre alles andere auch schlicht fahrlässig - im Gegensatz zum “Schweigen der Lämmer” ist “Hannibal” eine opernhafte, blutgetränkte Schauermär, und Ridley Scott legt mehr wert auf den richtigen Stil als auf die (zugegeben, nicht eben originelle) Handlung.
Alles in Allem eine DVD, die weniger durch die Qualität des Films, als durch die hervorragende Ausstattung zu begeistern weiß.