Das Weihnachtsfest steht bevor und wie jedes Jahr überschlagen sich die Fernseh-Sender beim Buhlen um die Gunst des Zuschauers.
Dabei wird zwar nichts wirklich Neues geboten, dafür gibt es aber viele Wiedersehen mit Filmen und Sendungen, die schon beinahe zur Weihnachtstradition gehören. So setzen Das Erste und das ZDF vor allem auf Altbekanntes und zeigen neben den diversen Mitschunkelsendungen Kinderfilm-Klassiker, Karl-May-Verfilmungen und Märchen- bzw. Weihnachtsfilme. Während die öffentlich-rechtlichen also die Tradition ehren erweckt diese Programmplanung beim Zuschauer ein wohlig-nostalgisches Gefühl.
Die privaten Sender bringen vor allem eine Menge Spielfilme, wobei RTL die Nase vorn hat, wenn der Sender beide Ice-Age-Filme und Children of Men bringt. Kabel eins zeigt den wunderschönen Märchenfilm “Die Legende von Pinocchio” mit Martin Landau an Heiligabend. Am ersten Weihnachtsfeiertag kommt die Musical-Verfilmung “Das Phantom der Oper” mit der Musik von Andrew Lloyd Webber auf RTL II.
Die wohl erfolgreichste deutsche Solokünstlerin startete in den vergangenen Wochen ein furioses Comeback. Nach dem Ende der Pro Sieben Doku- Soap „Sarah und Marc- Crazy in love“, widmen sich die Popstars nun wieder ihrer musikalischen Karriere. Sarahs neues Album stieg erfolgreich auf Platz drei der deutschen Charts ein und Marc´s Album „Black roses“ ist seit dem 22.08 in den Plattenläden erhältlich.
Es ist, als wäre sie nie weg gewesen, als hätte sie die schwere Zeit, nach der Geburt ihres zweiten Kindes endlich verkraftet. Von den Spekulationen um den Stand ihrer Ehe einmal ganz abgesehen. Von all diesen Sachen lässt sich Sarah Connor nicht aus der Bahn werden. Sie probt weiter hart für ihre im nächsten Frühjahr startende Tour, promotet nebenbei ihr neues Album und ist dennoch eine Vorzeigemama.
In der Zeitschrift FHM zeigt sie uns jetzt auch noch ihren kurvigen Körper, der nach eigenen Angaben nach der Geburt ihrer Tochter etwas kurviger geworden ist. Spekulation um eine Brust-OP weist sie jedoch von sich und führt den größeren Busen auf das Stillen zurück. Ehemann Marc gefällt´s und damit ist er sicher nicht der Einzige.
Wer kennt sie nicht, die Villa Kunterbunt und ihre Bewohner? Pippi Langstrumpf und ihre Freunde Tommy und Annika, die merkwürdige, spannende Abenteuer erleben. Nicht zu Vergessen, Pippis Schwarz-Weißes Pferd kleiner Onkel und Herr Nielson, das Äffchen. Und natürlich die bösen Gauner Donner Karlsson und Blum, die es auf die Tasche voller Golddublonen abgesehen haben, die Pippi in der Villa Kunterbunt versteckt hat. weiterlesen »
Keine Angst, hier entsteht kein neues Kuppel- oder Datingformat, sondern hier sind die Paare schon lange zusammen. In „Heirate mich“ geht es um die Liebe des Lebens, wo der potenzielle Ehemann oder Ehefrau per Video den Heiratsantrag erhält und sich innerhalb kürzester Zeit für eine Heirat entscheiden muss.
Für die Heirat ist dann natürlich schon alles vorbereitet – die Location ist ausgewählt, die Gäste eingeladen, die Torte kreiert, die Ringe ausgesucht – es fehlt lediglich das „Ja“ des potenziellen Ehepartners. Zunächst wird hier ein Spannungsbogen erzeugt, denn die Angst, dass der Partner „nein“ sagt ist fortwährend vorhanden, tritt wohl aber nur ein Prozent der Fälle ein.
Den Heiratsengel von RTL II mimt Alexandra Bechtel. Die einstige Viva- und Big Brother Moderatorin führt durch die Sendung, an deren Ende eine Märchenhochzeit stattfinden soll. Privat hat sie ihr Glück schon mit Mann Alexander und Sohn Christopher bereits gefunden und möchte nun junge Paare ins Eheglück führen.
Für frisch Verliebte sicher das richtige Sendungsformat, mit relativ wenigen Überraschungen, vielen Klischees und übermäßigen Gefühlen. „Heirate mich“ wird mit Sicherheit dauerhaft einen Platz in der Fernsehlandschaft finden.
Sendestart 20. Mai, 20.15 Uhr – dann immer dienstags
Da hatte Verona vor Wochen noch verzweifelt bei Kerner (Herr Postwinkel) versucht, die Wogen zu glätten, muss nun aber selbst mit den Konsequenzen der Firmenpleite ihres Angetrauten Franjo leben,
denn wie der Sender RTL2 kürzlich bekannt gab, wird die Zusammenarbeit mit ihr im Rahmen ihrer Sendung „Engel im Einsatz“ beendet.
Das Engagement von Verona für sozial schwache Familien und Menschen in ihrer Sendung hätte erheblich an „Glaubwürdigkeit verloren“, äußerte sich der Sender. Damit erreichen Verona nun doch die Ausmaße der Firmenpleite ihres Mannes, der mit unrealistischen Millionenkrediten versucht hatte, in der MP3-Player-Sparte Fuß fassen. Dabei wurde zu keinem Zeitpunkt die Kompetenz eines Franjo Pooth vom zuständigen Geldinstitut geprüft und somit sinnlos Geld zum Fenster rausgeschmissen. Das es sich hier um eine eigenständig handelnde Gesellschaft handelt, ist das Vermögen der Pooth nie in Gefahr gewesen. Allerdings hat die Außendarstellung der Pooths erheblich gelitten und ein soziales Engagement von Verona in dieser Phase wäre kaum Glaubhaft.
Aber wie man Verona in der Vergangenheit kennen gelernt hat, wird sie demnächst sicherlich über neue lukrative Einnahmequellen verfügen, denn im Gegensatz zu ihrem Mann, hat sich die 39jährige als äußerst clevere Geschäftsfrau entpuppt.
Die Frage, die man sich unter anderem beim Spiegel gestellt hat, ob Thomas Gottschalk aufgrund der sinkenden Quoten von „Wetten Dass..“ bereits auf der Suche nach einer neuen Anstellung ist, muss man sich auch stellen, wenn man das neue Projekt des Entertainers betrachtet.
Mit „Musical Show Star 2008“ begibt sich das ZDF auf eine Plattform, die in jüngster Vergangenheit bereits von Sat1 bearbeitet wurde. Die Quoten des Privatsenders waren allerdings mehr schlecht als recht. Zumindest geht das ZDF mit wesentlich besseren Voraussetzungen an den Start – ein breiteres Publikum sowie ein Entertainer von Format, aber ob diese ausreichen, um „Musical Show Star 2008“ in die Liga von DSDS zu hieven, ist fraglich. Scheitert das Projekt, muss Thomas Gottschalk zwar nicht seiner Haushaltshilfe kündigen, jedoch würde sich der schleichende Abschied fortsetzen.
Überhaupt sind Casting-Shows ein bisher ungekanntes Terrain. Während sich Formate wie Germanys Topmodels, das gestern Traumquoten für Pro7 erzielte, und DSDS über die Jahre hinweg erfolgreich etabliert haben und schon auf eine gewisse Tradition zurückblicken können, verfügt das öffentlich-rechtliche Fernsehen über keinerlei ähnliche Erfahrungen. Musicals, die in den zurückliegenden Jahren einen unglaublichen Boom erfahren haben, möchte mit solchen Sendungen die Popularität einzelner Produkte steigern. Statt sich wie bisher mit Kleinanzeigen auf die Suche nach neuen Talenten zu begeben, nutzt man die große Bühne Fernsehen.
Der Start der Sendung ist der 31. März um 19.25 Uhr. Nach einer Vorauswahl werden dann in drei Live-Shows die Sieger des Castings ermittelt, denen eine Rolle in Musicals wie “Rusty”, “Pearl” oder “Starlight Express”.
Michael Bluth hat einfach kein Glück.
Der verwitwete Vater eines heranwachsenden Jungen rechnet damit, auf der großen Bootsparty von seinem Vater, dem Chef des Blut-Immobilienunternehmens, offiziell zum Nachfolger gekürt zu werden. Der denkt aber gar nicht daran und überträgt alle Verantwortung auf seine snobistische Frau. Ehe Michael Zeit hat, sich richtig zu ärgern, tauchen schon Polizeiboote am Horizont auf, und sein Vater wandert wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis.
Die Familie steht am Rande des Abgrunds; und Michaels Mutter kann gar nicht fassen, dass sie auf einmal mittellos sein sollen - ebensowenig wie seine drei Geschwister, die bisher recht gut auf Kosten der Bluth Company gelebt haben. Michael resigniert und versucht, das insolvente Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen, ohne dass dabei die krude Familie zerbricht …
“Arrested Development” ist genauso chaotisch wie meine kleine Einführung. Wie üblich zum Start einer Serie gibt es einen großen Riss, ein riesiges Problem, dem sich die ganze erste Staffel widmen kann. Aber daneben enthält jede Figur - von Michaels bizarr-naivem Sohn George Michael, der in seine Cousine verliebt ist, bis zu seinem schrägen Bruder Buster - genügend Konfliktpotential für abendfüllende Komödien. “Arrested Development” ist am Reißbrett entstanden, aber das schadet der Serie nicht, sondern verleiht ihr einen besonderen Charme. Als hätten die Autoren sich zusammengesetzt und versucht, aus den unmöglichsten Konstellationen eine Art Geschichte zu kreieren. Übrigens mit Erfolg; wenn auch die Handlung, die sich über drei Staffeln erstreckt, nicht besonders wichtig ist. “Arrested Development” ist eine Serie für die Menschen, die von “Lost” gestresst sind. Wenn Sie mal eine Folge verpassen, oder fünf, ist das auch nicht weiter schlimm. Die Gags sind absurd.
Obwohl “Arrested Development” es in den Vereinigten Staaten zu ansehnlicher Popularität brachte, wird die Serie in Deutschland nur vom Nischensender “Comedy Central” ausgestrahlt; noch dazu zu nicht eben zuschauerfreundlichen Zeiten. Allerdings sind die Dialoge im Original ohnehin besser. Für die Schauspieler entpuppte die Serie sich als regelrechtes Karrieresprungbrett: Jason Bateman (Michael Bluth) und Michael Cera (George Michael) standen zuletzt gemeinsam für die Oscar-gekrönte Komödie “Juno” (2007) vor der Kamera. Wie es sich für hippe amerikanische TV-Serien gehört, geizt natürlich auch “Arrested Development” nicht mit Gastauftritten; unter anderem sind Ben Stiller, Liza Minelli und Carl Weathers dabei.
Oder: Wie man eine DVD nicht gestaltet.
Es war einmal ein sehr guter, epischer Familienroman von Jim Thompson mit dem Titel “Legends of the Fall”, zu deutsch: “Herbstlegenden”. Edward Zwick, der uns später mit “Blood Diamond” (2006) beglücken sollte, machte 1994 daraus einen hervorragend besetzten Film mit Brad Pitt, Anthony Hopkins, Aidan Quinn und Julia Ormond.
Dem deutschen Verleiher gefiel der Titel offenbar nicht. Inzwischen nimmt man zwar Filme mit Titeln wie “Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford” (2007) mit Handkuss, solange nur Brad Pitt mitspielt - aber damals war das noch nicht der Fall. Damals war Brad Pitt ein Schönling, und in erster Linie wurde er deshalb gecastet. Es hat ihn viel Mühe gekostet - “California”, “Seven”, “Fight Club” -, dieses Image zu korrigieren.
Zurück zur Geschichte: “Herbstlegenden”, das guckt sich in Deutschland 1994 doch kein Mensch an. 1994, da kämpfte Rudolf Scharping seinen verzweifelten Kampf gegen den Kanzler der Einheit; 1994, da waren Nirvana groß - wer wollte da “Herbstlegenden”? Kurzerhand macht der deutsche Verleiher daraus “Legenden der Leidenschaft“.
Naja. Man konnte es, auch als Mann, verkraften; es war zwar peinlich, aber der Film (hat übrigens einen Oscar bekommen) war das spöttische Grinsen des pickligen Jungen an der Kinokasse wert.
Soweit, so peinlich, aber letzten Endes verkraftbar. Dann kam die DVD; und diesmal haben sie es wirklich übertrieben: Nicht nur, dass das Cover Pitts verträumt-stahlblaue Augen dermaßen retuschiert zeigt, dass man sich in einem Trickfilm wähnt - der Covertext verspricht auch noch vollmundig: “Der packende Welterfolg mit dem Liebling aller Frauen: Brad Pitt. Bewegend, mitreißend, hocherotisch!”
Ich hab das Cover überklebt, mit Pflaster. Ich bin sicher, sowohl Jim Thompson als auch Herr Pitt würden es gutheißen. ![]()