Der Flimmerkasten

Von Klassikern bis zum aktuellen TV-Programm
 


Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender von Publikumsverjüngung sprechen, heißt das meistens, mehr schlecht als recht bei den Privaten abzukupfern. Da dort immer noch die unterschiedlichsten Casting-Formate regieren, versucht sich das ZDF nach dem „Musical Show Star“ und dem “Grand Prix der Chöre” derzeit an einer weiteren eigenen Talentsuche: Unter dem bemüht saloppen Titel „Ich kann Kanzler!“ sollen sich die Regierungschefs von morgen beweisen. Juroren sind unter anderem Günther Jauch und Anke Engelke.

Schon seit Februar sucht das ZDF nach Kandidaten für eine Live-Show, in der ein Bewerber auf das Amt des Bundeskanzlers gewählt wird – theoretisch jedenfalls. Praktisch ist auch dies nur ein Castingformat wie alle anderen. Zu gewinnen gibt es ein Kanzlergehalt und ein Praktikum im Bundestag. Dass die Suche bisher praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat, obwohl eine ganze Menge Material bereits aufgezeichnet wurde, hat damit zu tun, dass sich die Ausstrahlung ausschließlich auf das Internet beschränkte.

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Am 17. Juni beginnen in der alten Kongresshalle München die Castings für die mittlerweile achte Popstars-Staffel. In 16 Folgen wird diesmal ein Duo gesucht. In der Jury sitzt erwartungsgemäß wieder Pro7-Drill-Instructor Detlef D! Soost. Unterstützung bekommt er von Erfolgsproduzent Alex Christensen und Songwriterin Michelle Leonard.

Dass bei Casting-Shows in erster Linie der Weg das Ziel ist, belegen die katastrophalen Halbwertzeiten nahezu aller „Popstars“-Gewinner. Als das Format 2000 auf RTL2 startete, war der Erfolg tatsächlich riesengroß. Die No Angels mauserten sich zum europaweiten Phänomen und hielten sich ganze drei Jahre. Ein Comebackversuch scheiterte 2007 zwar auf ganzer Linie, konnte aber immer noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als echte Eintagsfliegen wie Overground, Preluders, Nu Pagadi oder Room 2012.

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Gerade zum Münchener Sender SAT1 gewechselt, erhält Comedian Oliver Pocher auch schon seine erste neue TV-Aufgabe. Neben dem für den Herbst geplanten Late-Night-Format übernimmt der Ex-Partner von Harald Schmidt laut Medienberichten im Sommer eine Casting-Show. Gesucht wird eine Fussballmannschaft, die im Anschluss gegen den FC Bayern München antreten soll.

Angefangen hatte alles bereits im Dezember 2008. Bei der ZDF-Gala „Ein Herz für Kinder“ hatte die Fitnesskette McFit für eine Million Euro ein Freundschaftsspiel gegen die Kicker des damaligen Trainers Jürgen Klinsmann ersteigert. Pocher selber hatte in der letzten gemeinsamen Sendung mit Harald Schmidt von seiner Idee einer Fussball-Castingshow erzählt. Was wie ein Scherz klang, soll tatsächlich eigentlicher Anlass für seine Verhandlungen mit SAT1 gewesen sein. Mittlerweile wurde ein konkretes Projekt daraus.

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Ab 8. Juni fügt RTL der ungebrochenen Casting-Mania ein weiteres Format hinzu. 12 Nachwuchsschauspielerinnen kämpfen um eine Rolle im zweiten Teil der erfolgreichen „Twilight“-Saga nach den Romanen von Stephenie Meyer („Bis(s) zum Morgengrauen“). Mentor und Juror der bereits seit März in Los Angeles aufgezeichneten Show ist Schauspieler, Produzent und Regisseur Til Schweiger.

Wenig Begeisterung rief im vergangenen Jahr Michael Herbigs zum Mehrteiler ausgedehnte Darstellerauswahl „Bully sucht die starken Männer“ hervor. Schnell sanken die Quoten, und die Idee war ausgereizt, bevor sie überhaupt in die Gänge kam. Anders soll es nun für Til Schweigers RTL-Abstecher ins Casting-Geschäft aussehen.

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Wer ernsthaft daran zweifelt, dass es zur Zeit nur zwei Sendeformate im deutschen Fernsehen gibt, die so gut funktionieren, dass man sie auch mit vorgehaltener Waffe nicht aus dem Programm vertreiben könnte, hat sich vermutlich die letzten Jahre eine echte TV-Abstinenz verordnet. Wo gerade nicht gecastet wird, da wird garantiert gekocht – und eben umgekehrt. Beim Kölner Sender VOX gibt es nun demnächst gar das beste beider Welten im Verbund.

Unter dem arg uninspirierten Titel „Kochchampion“ (nicht zu verwechseln mit der „Kocharena“) treten ab dem 4. Mai an fünf Tagen jeweils um 18.30 Uhr insgesamt 120 Amateurköche gegeneinander an. Zu gewinnen gibt es am Ende vergleichsweise magere 10.00 Euro und ein 14tägiges Kochtraining im Münchener Edelrestaurant „Tantris“ – eine Ausgangslage, über die ein Raab- und Jauch-erprobtes Publikum im Grunde nur müde lächeln kann.

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Am 18. April startet die 6. Mottoshow der aktuellen Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Fünf Kandidaten sind noch übrig und nach Samstagabend wird zumindest einer von ihnen im Regen stehen. Wie passend, dass das aktuelle Motto „Sonne und Regen“ lautet.

Bleibt die Frage, ob die Vorstellung der verblieben fünf Nachwuchsakkordstaffagen von Dieter Bohlen einem Sonnenstrahl gleicht oder eher so viel Klangqualität bietet, wie seinerzeit Kyrill, als er mit ähnlich kreativer Klangakrobatik Regen und Sturm im Akkord über Europa ergossen hat.

Bei den Gesangeskünsten der aktuellen Nachwuchstalente lagen  Sonne und Regen meist ja doch schon nah beieinander. Qualität war in dieser Staffel nun nicht wirklich ein Ausscheidungskriterium. Kein Wunder also, dass am Samstag auch Comedian Oliver Pocher zum Mikrofon greifen wird. weiterlesen »


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Annemarie Eilfeld bei DSDS

Autor: Moritz
abgelegt in: Shows

Fast wäre sie an mir vorbeigerauscht, aber seit Samstag Abend ist sie mir doch im Gedächtnis geblieben, die kleine Blonde Annemarie Eilsfeld von Deutschland sucht den Superstar. 

Sie ist süß, sie ist blond und singen kann sie auch noch und nun trat sie in in einer der lautesten Shows auf, die RTL momentan zu bieten hat.

Schon im zarten Alter von 7 Jahren begann sie mit den Singen in einer Musikschule. Heute ist sie  18 Jahre alt und mittlerweile ist sie als professionelle Sängerin unterwegs. Etliche Auftritte mit ihrer Band “Anmie” kann sie verbuchen.

Deutschland sucht den Superstar Logo © by Wikipedia

Die Prozedur, die ein Casting mit sich bringt, dürfte ihr nicht mehr fremd sein, den neben dem DSDS Casting hat Annemarie Eilfelds auch bei der Show “Star Search” in der Endrunde gestanden. Auch wenn es für den Gewinnertitel letztendlich nicht gereicht hat.

Doch nun hat sie sie Chance das zu ändern, wenn sie sich anstrengt und zeigt, was sie wirklich kann und auch stimmlich einiges auf dem Kasten hat.

Beim ersten Auftritt bei DSDS sang Annemarie Eilfeld daher das Lied “Warwick Avenue” von Duffy. Stark angefangen und dann stark nachgelassen. Dieter Bohlen fragte kurz nach, ob alles okay sei … und nach einer kurzen Pause konnte sie dann weiter singen und der Jury beweisen, dass in ihr mehr steckt, als nur die perfekte Stimme.

Wie auch immer es bei DSDS für sie weitergehen wir, Ich wünsche ihr weiterhin soviel Erfolg dabei ;-)!


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Na Gott sei Dank hat die vierte Staffel von Germany’s Next Topmodel angefangen. Unzählige, unglaublich dünner Mädels, versammeln sich wieder um Heidi Klum um genau so zu werden wie sie: BERÜHMT. Man wusste ja schon gar nicht mehr, was man mit seiner überschüssigen Freizeit anfangen sollte.

Die Model-Mutter der Nation hat also wieder viele viele Küken gefunden, die nun im Wettstreit um die Topmodel-Krone eifern. So weit so gut. Ich war schon fast auf Casting-Entzug. Zehntausende Bewerberinnen für die vierte Staffel sind dem Aufruf gefolgt.

Heidi Klum © flickr / LeeLeeLu

Doch schon in der ersten Folge der erste Zwist. Tessa fühlt sich von Ira kopiert. Namen noch nie gehört? Ja, ich auch nicht, hab mir das dann mal angeschaut und tatsächlich, eine kurzhaarige Brünette fühlt sich von der anderen kurzhaarigen Brünetten kopiert. So ein Zufall, gab es doch in keiner Staffel zuvor Mädels, die sich in irgendeiner Weise ähnlich gesehen hätten, oder doch?

Würde sich jetzt das tatsächliche Topmodel Heidi Klum beschweren, hätte sie zumindest einen Grund, denn sie kennt man ja, sie ist sogar markengeschützt.

Aber gerade in der ersten Folge gelandet und dann nicht laufen können, weil man sich kopiert fühlt… da hatte auch Model-Mama Heidi kaum noch Verständnis und blickte augenverdrehend in die Kamera.

Nun ja aber jede Staffel von Germany’s Next Topmodel, hat ihr tränenreiches Mädchen, das sich verstoßen, verraten und verkauft fühlt. So etwa Fiona in der letzten Staffel, die hatte am Schluss bei keinem mehr eine Schnitte.

Muss wohl an ihrer immer wiederkehrenden Verstopfung gelegen haben, die sie ja immer sehr hervorgehoben hat. Da ist selbst die sonst immer so sanftmütig bis apathisch erscheinende Finalistin Barbara mal kurz ausgerastet. Trotzdem legt Fiona jetzt eine Karriere aufs Parkett - so kann’s gehn. Castings gibt es ja genug.

Es bleibt also abzuwarten was noch passiert, aber eines ist schon sicher: Ira kopiert Tessa nicht, weil Ira, hat ihren Bikini-Walk beim ersten Anlauf hingekriegt und dann nicht angefangen zu weinen. Überhaupt, weint Ira nicht dauernd. Man kann sie also unterscheiden, die vermeindlich Gleichen.

Ach, da war es des Weinens ja noch nicht genug, denn als Ira als Erste von den beiden, eine Runde weiterkam, flossen die Tränen ja schon wieder. Aber keine Sorge, Tessa kam ja auch weiter - nur später. Und ganz Profi, wird es nächste Woche wieder Intrigen, Furcht und Tränenvergießen geben.

Nehmen wir uns also eine Packung Schokoladenkekse, etwas Eiscreme, eine Tüte Chips, vielleicht noch etwas Wein und setzen uns auch nächsten Donnerstag wieder vor den Fernseher, wenn die nächste Episode läuft, während wir genüsslich an einer Pizza mit extra viel Käse knabbern.

Und für jeden, der es verpasst hat bietet ProSieben die Möglichkeit, die letzte Folge zu sehen.


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Casting wohin das Auge schaut

Autor: Marco
abgelegt in: Shows

Wir können ja nicht genug kriegen. Ständig und überall werden wir umworben, um noch das letzte Quentchen Talent zu finden und zu barer Münze zu machen.

Hohe TV-Quoten schlagen sich in Mehreinnahmen nieder, der Zuspruch der Zuschauer spiegelt sich in hohen TV-Quoten wieder und die neuen Supertalente liegen förmlich auf der Straße. Man muss sie nur Casten, dananch Coachen, zum schluss geschickt Managen und schwupps hat man ein super Merchandise-Projekt auf Lager, das alle glücklich macht.

Irgendwie scheint diese Traumfabrik ansteckend zu sein. Woher kommt sonst dieser wahnsinnige Wille so vieler Menschen, entdeckt zu werden und ein Leben in Pomp und Glamour zu führen, so wie die Idole, denen wir schon so lange hinterherträumen? Sicher, für den einen oder anderen geht ein bischen Traum in Erfüllung, auf jeden Fall gibt es genug zu sehen, wenn wir durch die Shows, denen wir unsere Herzen anvertraut haben, so manches Talent auf ihrem Weg zum Glück begleiten.

Natürlich sollten wir die Botschaften nicht vergessen, die auch wir fernen Betrachter mit auf den Weg bekommen. Zum Beispiel die coolen Sprüche eines Dieter Bohlen („Du bist wie eine Kläranlage, aussen Beton und innen Scheisse“) bei DSDS, da fühl ich mich wohl und auf dem richtigen Platz. Oder wenn wir die allseits beneidenswerten laufenden Kleiderstangen bei GNTM bewundern, wie sie sich zu Gerippen hungern, damit auch das letzte Quentchen Persönlichkeit heraus gequetscht ist; denn Kleiderständer denken nicht, sie sehen nur gut aus.

Jetzt am Wochenende lief ja das Finale von „The Biggest Loser“ mit Katharina Witt als Moderatorin, wo Enrico die Megaabspeckung gewann und sich auf eine erkleckliche Summe hat freuen können. Nicht nur das, der kluge Mann hat gleich erkannt, dass er mit der medialen Aufmerksamkeit, dem abgucken der Methoden und ein bischen Willen diese Erfahrung zum Beruf machen kann.

Ich wünsche ihm alles Glück, das wird er brauchen.


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Na, das war ja gestern mal wieder ein toller PR-Cliffhanger-Gag von ProSieben. Die gesamte Presse, inklusive wir, haben Werbung gemacht, dass das dritte Bandmitglied in der gestrigen Sendung bekanntgegeben wird und dann sowas: Wird man am Ende doch tatsächlich auf die nächste Folge mit der Entscheidung vertröstet. Tztztztz… ;-)

Das kann einem aber nach einem youtube-Video aber eh egal sein, denn dieses Video verrät angeblich jetzt schon wer in die Band Queensberry bei Popstars kommt. Irgendwie erinnert das ja einen ein bisschen an die geheimnisvolle Liste bei der letzten Staffel von “Germany’s Next Topmodel”…

Zunächst zeigt einem das Video, wer rausfliegt und zwar auch in welcher Reihenfolge: Annemarie (letzte Woche), Diyana (gestern) und Lea (nächste Woche). Gabby wird wohl das dritte Bandmitglied werden.

Das Finale am 18. Dezember machen somit Antonella, Patricia und Annemarie unter sich aus. Doch Antonella ist wohl am wahrscheinlichsten. Allein schon wie die Macher der Sendung die Zuschauer immer wieder auf sie einschwören.

Für mich ist dieses geheimnisvolle Video einfach geschickte PR des Senders ProSieben, denn jeder wird nun wissen wollen, ob die Theorie, ja, der Skandal ;-) stimmt. Auch Negativschlagzeilen heizen bekanntlich die Einschaltquoten an… Und dann gibt es ja noch das Gerücht, dass doch fünf statt vier Mitglieder in die Band kommen.

Und im Endeffekt ist das ganze Geterze dann eh in zwei Wochen vorbei und es zählen die (Vielleicht-)Erfolge der Band Queensberry, deren erste Single übrigens angeblich, nicht wie überall vermutet “No Smoke” sein soll, sondern die Ballade “Delicate“, die auch im Video zu hören ist. Klar, ist ja auch das Weihnachtsgeschäft!

Naja, mal sehen, mal sehen… ;-)


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