Zum neunten Mal sucht Deutschland mittlerweile den Superstar, und wieder darf man sich bereits im Vorhinein fragen, wie lange sich der Gewinner nach dem Finale noch in der Öffentlichkeit hält. Neben Chefjuror Dieter Bohlen sorgen Bruce Darnell und „Cascada“-Sängerin Natalie Horler diesmal für ein bisschen frischen Wind im immergleichen Casting-Konzept.
„Never change a winning Team“ gilt nur dann, wenn es nicht doch noch irgendwie besser geht. Wer sich im Fall des RTL-Dauerbrenners „Deutschland sucht den Superstar“ die lange Reihe der Juroren vor Augen führt, die nicht allzu lange an der Seite des Poptitanen aus Tötensen durchgehalten haben, wird sich fragen müssen, wer hier eigentlich der Gewinner ist.
Ein Junggeselle und 25 attraktive Frauen, die selbstredend nichts anderes wollen, als sein Herz zu gewinnen: Wer das ernsthaft glaubt, dem ist nicht zu helfen. 2003 gab es den „Bachelor“ in Deutschland zum ersten und zugleich auch letzten Mal zu sehen. Jetzt holt RTL das Format erneut aus der Mottenkiste.
International ist die arg seltsame Melange aus Reality-Format und Casting-Show seit langem recht erfolgreich. Hierzulande hielt sich die Begeisterung beim Publikum zudem eher in Grenzen, und im Nachhinein zog die Auserwählte zudem ausgiebig über den vermeintlichen Traumprinzen her. Ob die Neuauflage jetzt mehr Erfolg bringen wird, darf man bezweifeln.
Es ist wieder soweit, alle Freunde des trashigen Reality-TV können aufatmen: Das RTL-Dschungelcamp kehrt zurück und holt erneut (fast?) vergessene Sternchen kurzzeitig aus ihrer Versenkung heraus.
Im Januar 2012 wird das RTL-Dschungelcamp in seine mittlerweile 6. Staffel starten und erneut den Ruf „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ erklingen lassen, der angesichts des stetig absteigenden Promigrades der Teilnehmer mit jedem Mal unpassender erscheint. Obwohl, mit Brigitte Nielsen zieht dieses Mal womöglich nicht nur eine sehr große Blondine, sondern immerhin auch ein international bekannter Name in den australischen Dschungel. Und was wissen wir sonst noch über das Trash-TV-Ereignis des Jahres?
weiterlesen »
Bettina Zimmermann gehört neben Veronica Ferres und Christina Neubauer zur Dauerbesetzung in der Fernsehfilmlandschaft, und wie in den beiden anderen Fällen lässt sich auch bei ihr nicht so ganz genau sagen, warum eigentlich. Demnächst sieht man sie an der Seite von Hannes Jaenicke im RTL-Katastrophenfilm „Bermuda-Dreieck Nordsee“.
Ein bisschen Hollywood spielen, das ist bei Privaten wie Öffentlich-Rechtlichen inzwischen Pflichtprogramm. Tief in die Tasche greifen und jede Menge Aufwand betreiben reicht dafür in der Regel schon aus. In Kürze beweist das ZDF mit dem Historien-Sechsteiler „Borgia“ einmal wieder, dass sich mit Gebührengeldern ordentlich auf den Putz hauen lässt. Wem leichter verdauliche Kost mit jeder Menge Spezialeffekten lieber ist, wird von RTL am 25. Oktober mit dem Katastrophendrama „Bermuda-Dreieck Nordsee“ gut bedient.
Deutschlands erfolgreichster Privatsender will auch in der kommenden Saison wieder alle Mitbewerber weit hinter sich lassen. Am 19. Juli stellte Geschäftsführerin Anke Schäferkordt das neue Programm vor, doch Überraschungen gab es nur wenige. Unter anderem bekommt Oliver Pocher eine neue Show.
Arg konservativ geht es derzeit offenbar bei RTL zu. Man setzt vor allem auf Bewährtes, denn wirklich Ungewohntes oder gar Experimentelles gibt es im Programm der kommenden TV-Saison nicht zu finden. Erfolgsformate wie „DSDS“, „Das Supertalent“, „Let’s Dance“ oder „Wer wird Millionär?“ gehen selbstverständlich in die nächste Runde. Ansonsten gibt es Sport, Spielfilme und ein paar Fiction-Produktionen aus dem eigenen Haus.
Bescheidene 7 Millionen US-Dollar verschlang der vor nahezu genau einem Jahr in Südafrika gedrehte TV-Film „Lost Future“, den RTL zusammen mit dem amerikanischen SyFyChannel produziert hat. Eine DVD ist in Kürze auf dem Markt. Vorher gibt es das Endzeitspektakel mit Sean Bean aber erst einmal als Fernsehpremiere am 3. April um 20.15 Uhr zu sehen.

Mit internationalen Eigenproduktionen will RTL auch in Zukunft weiter am Programm-Image feilen. Kürzlich erst gab man bekannt, an einer TV-Variante der erfolgreichen „Transporter“-Kinofilmreihe zu arbeiten. Der postapokalyptische Actionthriller „Lost Future – Kampf um die Zukunft“ ist ein weiteres Beispiel für die Bemühungen des erfolgreichsten deutschen Privatsenders, auch unabhängig von DSDS und dem „Supertalent“ Achtungserfolge einzufahren.
Montags wird bei RTL erst um eine Million gespielt und danach dann das harte Arbeitsleben beobachtet – Kontrastprogramm eben. Den zweiten Teil erfüllt ab dem 28. März die deutsche Ausgabe der britischen Dokusoap „Undercover Boss“. Zunächst sind 4 Folgen geplant.
Christian Rach hat erstmal genug getestet. Seinen Programmplatz übernimmt vorerst ein international gut erprobtes Format, in dem sich Firmenbosse unter Vorgabe einer falschen Identität um einen Job im eigenen Unternehmen bemühen müssen. Wie (wenig) realistisch das abläuft, werden die ersten Folgen deutlich zeigen.
Der Kölner Privatsender sorgt sich um das gesundheitliche Wohl seiner DSDS-Kandidaten. Oder doch in erster Linie eher um mögliche Rechtsfolgen? In jedem Fall darf Nina Richel nicht weiter an Deutschlands beliebtester Casting-Show teilnehmen. Grund: Ein psychologisches Gutachten spricht von potentiellen Risiken.
„Aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme“, verkündet Katja Burkhard vergangene Woche bei „RTL Punkt 12“, könne Kandidatin Nina Richel nicht bei DSDS weitermachen. Eine psychologische Untersuchung weise „deutlich darauf hin, dass bei einer Rückkehr Risiken nicht außer Acht gelassen werden dürfen.“ Was das genau heißt, bleibt allerdings eher offen.
Wer im fortgeschrittenen Alter immer noch seiner Jugendliebe hinterher schmachtet, hat entweder zu viele Kitschfilme gesehen oder ist sonstwie einfach nicht nicht erwachsen geworden. Für RTL kein Problem, sondern die Grundlage einer neuen Dokusoap am sonntäglichen Vorabend.
Wenn gerade keine Bauern verkuppelt oder Schwiegertöchter gesucht werden, probiert man bei RTL auch schon mal gerne neue Formate nach ähnlichem Schema aus. „Jugendliebe“ ist so ein Beispiel, und man kann unbesehen davon ausgehen, dass hier der nächste sichere Quotenhit für den frühen Sonntagabend in den Startlöchern steht. Inka Bause moderiert, was soll da aus Sicht des Senders schon schief gehen?
Mit der Beteiligung an einer international co-produzierten Serie auf der Basis eines Kinoerfolgs erweitert RTL mal wieder das eigene Profil. Im Sommer sollen die Dreharbeiten für eine TV-Version der Actiontrilogie „Transporter“ beginnen. Über die Besetzung ist bisher allerdings noch rein gar nichts bekannt.
Was im Kino eine Weile gut funktioniert hat, findet ab und an auch schon einmal eine Fortsetzung als TV-Ableger. Bekannte Beispiele sind etwa „Terminator SCC“ oder auch „The Clone Wars“. Hauptproblem ist in aller Regel die Umbesetzung wichtiger Figuren, denn die großen Stars sind für reguläre Serienarbeit nicht nur unbezahlbar, sondern auch terminlich ungreifbar. Nicht anders sieht es bei der Fernsehversion von „Transporter“ aus.