Wer hätte gedacht, dass Deutschlands erfolgreichste Castingshow derart ins Straucheln geraten würde? Ernüchternde Quoten und Probleme mit dem Jugendschutz gehörten zu den Hauptproblemen der gerade zuende gegangenen Staffel. Doch aufgeben will man das Konzept bei RTL noch nicht. Stattdessen sollen einschneidende Änderungen dem Format auf die Sprünge helfen. Einzige Konstante: Dieter Bohlen.
Nie zuvor war ein DSDS-Finale auf so wenig Interesse gestoßen. Zwar sind runde 4,7 Millionen Zuschauer immer noch eine beachtliche Zahl, doch im Vergleich zu den besten Zeiten der Show ist das ein herber Verlust. Bereits während der laufenden Staffel waren Stimmen laut geworden, das Format habe sich überlebt.
Was für eine Schnapsidee, mag sich so mancher gedacht haben, als bekannt wurde, dass RTL demnächst einen DSDS-Ableger für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren über den Äther schicken wird. Doch der Wahnsinn hat wie so oft auch hier Methode, denn der Niedlichkeitsfaktor soll für Quote sorgen. Und die Rechnung könnte aufgehen.
Die Zuschauerzahlen des einstigen Zugpferdes von RTL sind längst nicht mehr ganz so phänomenal wie noch vor wenigen Jahren. Zu lange ist „Deutschland sucht den Superstar“ jetzt im Programm, zuviel Konkurrenz ist mittlerweile auf dem Markt. Nichts desto trotz hat das Format weiterhin Einschaltquoten, von denen andere Sender nur träumen können. Warum also nicht mal eine Art Spin-Off versuchen?
Schon wieder ein neuer Spartensender von RTL, doch diesmal lässt er sich frei über Astra empfangen. RTL Nitro will „Fernsehen für Helden“ sein – was auch immer das heißen soll. Das Programmangebot ist jedenfalls interessant, und neben Altbekanntem gibt es auch ganz Neues zu sehen. Ein Highlight: die US-Sitcom „Modern Family“.
Sein Gesicht ist unverkennbar, wenn auch seit seinem letzten Erfolg merklich gealtert. Der Namen sagt nicht unbedingt jedem etwas, doch die Figur, die ihn berühmt gemacht hat, kennen TV-Junkies weltweit. Ed O’Neilll war als Ed Bundy eine echte Kultfigur, und umso schwieriger wurde es für ihn nach dem Ende von „Eine schrecklich nette Familie“ woanders Fuß zu fassen. „Modern Family“ änderte die Lage.
Der Titel „erfolgeichster Film aller Zeiten“ ging bereits zweimal auf das Konto von James Cameron. Zuerst hatte er mit seiner Version vom Untergang der „Titanic“ alle Kassenrekorde gebrochen, dann stieß er sich 2009 mit „Avatar“ praktisch selber vom Thron und löste zudem eine neue Welle von 3D-Kino aus. An Ostersonntag zeigt RTL das Wunderwerk als deutsche Free-TV-Premiere.
Noch vor wenigen Jahren hätte niemand geglaubt, dass 3D jemals eine Chance haben würde, in den audiovisuellen Medien zum Standard zu werden. Zu kompliziert schien der Umgang mit der zweifarbigen Brille, zu unbefriedigend war der Look, zu aufwendig und teuer die Technik. Heute sieht das ganz anders aus, und sogar auf die lästige Brille kann man hier und da schon verzichten. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt Hollywood-Regisseur James Cameron.
Ab dem 14. März versuchen sich zwölf mehr oder weniger Prominente in der mittlerweile 5. Ausgabe von „Let’s Dance“ wieder als Tanztalente. Mehrere Jury- und Moderatorenwechsel hat die Show bisher problemlos überlebt, und gute Quoten sind so auch dieses Jahr zu erwarten.
Vorjahresgewinnerin Maite Kelly, jüngestes Mitglied der legendären Kelly-Family, hat sich mit der Teilnahme an der vergangenen Staffel einen echten Gefallen getan. Nicht nur, dass sie sich endlich getraut hat, ihre heimliche Leidenschaft, das Tanzen nämlich, einmal gänzlich auszuleben, sie hat auch ihrer Solo-Karriere einen ordentlichen Anstoß verpasst. Dieses Jahr sitzt sie in der Jury der RTL-Tanzshow und ersetzt damit Harald Glööckler.
Zum neunten Mal sucht Deutschland mittlerweile den Superstar, und wieder darf man sich bereits im Vorhinein fragen, wie lange sich der Gewinner nach dem Finale noch in der Öffentlichkeit hält. Neben Chefjuror Dieter Bohlen sorgen Bruce Darnell und „Cascada“-Sängerin Natalie Horler diesmal für ein bisschen frischen Wind im immergleichen Casting-Konzept.
„Never change a winning Team“ gilt nur dann, wenn es nicht doch noch irgendwie besser geht. Wer sich im Fall des RTL-Dauerbrenners „Deutschland sucht den Superstar“ die lange Reihe der Juroren vor Augen führt, die nicht allzu lange an der Seite des Poptitanen aus Tötensen durchgehalten haben, wird sich fragen müssen, wer hier eigentlich der Gewinner ist.
Ein Junggeselle und 25 attraktive Frauen, die selbstredend nichts anderes wollen, als sein Herz zu gewinnen: Wer das ernsthaft glaubt, dem ist nicht zu helfen. 2003 gab es den „Bachelor“ in Deutschland zum ersten und zugleich auch letzten Mal zu sehen. Jetzt holt RTL das Format erneut aus der Mottenkiste.
International ist die arg seltsame Melange aus Reality-Format und Casting-Show seit langem recht erfolgreich. Hierzulande hielt sich die Begeisterung beim Publikum zudem eher in Grenzen, und im Nachhinein zog die Auserwählte zudem ausgiebig über den vermeintlichen Traumprinzen her. Ob die Neuauflage jetzt mehr Erfolg bringen wird, darf man bezweifeln.
Es ist wieder soweit, alle Freunde des trashigen Reality-TV können aufatmen: Das RTL-Dschungelcamp kehrt zurück und holt erneut (fast?) vergessene Sternchen kurzzeitig aus ihrer Versenkung heraus.
Im Januar 2012 wird das RTL-Dschungelcamp in seine mittlerweile 6. Staffel starten und erneut den Ruf „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ erklingen lassen, der angesichts des stetig absteigenden Promigrades der Teilnehmer mit jedem Mal unpassender erscheint. Obwohl, mit Brigitte Nielsen zieht dieses Mal womöglich nicht nur eine sehr große Blondine, sondern immerhin auch ein international bekannter Name in den australischen Dschungel. Und was wissen wir sonst noch über das Trash-TV-Ereignis des Jahres?
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Bettina Zimmermann gehört neben Veronica Ferres und Christina Neubauer zur Dauerbesetzung in der Fernsehfilmlandschaft, und wie in den beiden anderen Fällen lässt sich auch bei ihr nicht so ganz genau sagen, warum eigentlich. Demnächst sieht man sie an der Seite von Hannes Jaenicke im RTL-Katastrophenfilm „Bermuda-Dreieck Nordsee“.
Ein bisschen Hollywood spielen, das ist bei Privaten wie Öffentlich-Rechtlichen inzwischen Pflichtprogramm. Tief in die Tasche greifen und jede Menge Aufwand betreiben reicht dafür in der Regel schon aus. In Kürze beweist das ZDF mit dem Historien-Sechsteiler „Borgia“ einmal wieder, dass sich mit Gebührengeldern ordentlich auf den Putz hauen lässt. Wem leichter verdauliche Kost mit jeder Menge Spezialeffekten lieber ist, wird von RTL am 25. Oktober mit dem Katastrophendrama „Bermuda-Dreieck Nordsee“ gut bedient.
Deutschlands erfolgreichster Privatsender will auch in der kommenden Saison wieder alle Mitbewerber weit hinter sich lassen. Am 19. Juli stellte Geschäftsführerin Anke Schäferkordt das neue Programm vor, doch Überraschungen gab es nur wenige. Unter anderem bekommt Oliver Pocher eine neue Show.
Arg konservativ geht es derzeit offenbar bei RTL zu. Man setzt vor allem auf Bewährtes, denn wirklich Ungewohntes oder gar Experimentelles gibt es im Programm der kommenden TV-Saison nicht zu finden. Erfolgsformate wie „DSDS“, „Das Supertalent“, „Let’s Dance“ oder „Wer wird Millionär?“ gehen selbstverständlich in die nächste Runde. Ansonsten gibt es Sport, Spielfilme und ein paar Fiction-Produktionen aus dem eigenen Haus.