Ob als Kinofilm oder Bestseller, Stieg Larssons Hinterlassenschaft ist derzeit der Exportschlager aus Schweden. Im Januar läuft die Miniserie auf dem ZDF.

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Die Serie umfasst die drei Millenium-Bücher, die Larsson vor seinem Tod beendet hatte und dreht sich um die Kriminalpsychologische Arbeit des Journalisten Mikael Blomqvist und der Privatdetektivin Lisbeth Salander. Die junge Frau hat durch ein fotografisches Gedächtnis ein besonderes Gespür für ihre Fälle, leidet jedoch gleichzeitig an der mental anstrengenden Gabe.

Ursprünglich sollten es nach Stieg Larsson 10 Bücher werden, aber sein frühzeitiger Tod durch eine Herzattacke im Jahre 2004, beendete die geplante Reihe.

Die vom ZDF gezeigte Miniserie ist eine erweiterte Version der drei Kinofilme „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ und hat demnach auch dieselben Schauspieler, darunter Noomi Rapace als Lisbeth und Michael Nyqvist als Mikael Blomqvist.

Besonders Noomi hat für ihre Darstellung von den Kritikern reißende Rezensionen bekommen. Lediglich der große Qualitätsabfall vom ersten zum letzten Teil der Trilogie ist ein Dämpfer für den Fan schwedischer Krimis, allerdings muss man sich als Fernsehzuschauer ja nicht darüber ärgern, sondern straft das Programm mit einem Knopfdruck der Fernbedienung.

Inspiriert wurde die Figur der Lisbeth Salander übrigens von einem traumatischen Erlebnis in Larssons Kindheit. Mit 15 beobachtete er die Vergewaltigung eines jungen Mädchens, traute sich jedoch nicht, ein zu greifen. Bis zu seinem Tod bereute er seine Angst und verewigte das Opfer in einer starken Kämpferin und einer Krimireihe, die sich offen gegen die Gewalt ausspricht.

Im Januar läuft die Miniserie ab dem 23.1.2011 Sonntags um 22Uhr.

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