Science Fictions Fans dürften diese Art Show gleichzeitig spannend und gruselig finden, denn so manch düstere Zukunftsversion über die Entertainment Industrie findet hier seine glorreichen Anfänge.

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Neun Klatschblatt-Promis, Acht Quadratmeter und zehn Tage, so setzt sich die Rechnung dieser mehr als merkwürdigen Spielshow zusammen. Ohne Uhr, Kommunikationsmöglichkeiten und nur einer weiblichen Computerstimme namens „Alice“ als Zugang zur Außenwelt sollen die Kandidaten Konzentrations-, Ausdauer- und Sportaufgaben lösen, das alles natürlich ständig unter der Bewachung der Kameras.
Alleine weil das Konzept so surreal und unheimlich ist, fühlt man sich genötigt, mindestens einmal ein zu schalten, um zu sehen, ob es sich hierbei wirklich um den Horrorplot eines Science Fiction Autors handelt oder nicht.
Dass Isolation nicht die besten Eigenschaften im Menschen hervor bringt und zusammen mit engen Raumverhältnissen und einem mangelnden Zeitgefühl auch Einfluss auf die Psyche haben kann, ist eigentlich kein Geheimnis, weshalb man sich fragen muss, wie verzweifelt manche C-Promis tatsächlich sind, sich so einer Tortur zu unterziehen.
Vielleicht ist es ja doch alles sehr viel unterhaltsamer und lustiger, als es sich auf den ersten Blick anhört und vielleicht bekommt Sonya Kraus es ja auch hin, die obligatorischen Selbstgespräche und Verwirrungen der Kandidaten witzig herüber zu bringen.
Wo unsere Spielshows enden sollen, wenn wir nun schon Isolation und Stress zur Unterhaltung der Zuschauer simulieren, ist jedoch eine ganz andere Frage, denn auch wenn sowas groß unter „sozialem Experiment“ propagiert wird, ist es am Ende doch nichts als Opium fürs Volk, dass sensationslüsternd nach Zusammenbrüchen, Tränen und Wutanfällen giert.

Ab dem 17.7. läuft das Experiment, das auch gut von der US-Army hätte erdacht werden können, um 20:15 auf Pro7.

Genre: Spielshow

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