Die Demographie Deutschlands zeigt es schon, viele Bundesländer werden älter, allerdings müssen sie sich deshalb nicht gleich alt fühlen. Sat1 zerrt deshalb rüstige Rentner zurück ins Nachtleben und schmeißt sie in Lederjacken. Ob das gut geht?

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Zwei Dutzend Rentner sollen innerhalb kürzester Zeit saftige Rocksongs einstudieren, das Ziel ist ein gemeinsamer Auftritt mit der ‘Rock’-Band Pur. Chorleiter Charsten Gerlitz soll die bis zu 98-jährigen fit machen für ihre großen Auftritte und das Kamerateam ist natürlich immer dabei.
Ähnlich wie “Einsatz in vier Wänden” beginnt die Serie mit Betroffenheitseinstellungen mittelloser und einsamer Menschen, die nicht wissen, was sie mit ihrem Leben noch anfangen sollen. Sat1, beziehungsweise das Team von “Rock statt Rente” erscheinen da wie die Engel mit Heiligenschein, die das Elend vertreiben und Hoffnung machen.
Allerdings verbreitet es vielleicht nicht gerade Hoffnung, wenn man einen Haufen alter Leute dazu bringt, ausgerechnet AC/DC zu singen, zumal die Hardrocker ungefähr so viel mit Pur zu tun haben, wie Herzschrittmacher mit Ipods.
Natürlich ist es jedoch total witzig, wenn man sieht, wie sich ungeübte Sänger an den geübten Vocals von Brian Johnson abrackern. Für das Selbstbewusstsein – und das ist zumindest das theoretische Ziel der Sendung – ist das natürlich wenig hilfreich, da das Publikum zum größten Teil wohl eher Spott oder Mitgefühl für die Teilnehmer hat, anstatt Respekt vor so viel Mut.
Große Sorgen müssen sich die Kandidaten allerdings nicht machen, denn die erste Folge floppte gehörig und so werden die gekrächzten Rocksongs wohl schneller ins Vergessen geraten, als Sat1 lieb wäre.

Jeden Mittwoch um 22:15 auf Sat1.

Genre: Doku, Musik

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