Wieder so ein Fall, wo Deutschland mit der Auswertung einer US-Serie schlichtweg zu spät kommt. Denn wenn auf dem Pro7-Ablegesender Sixx demnächst die erste Staffel von „Ringer“ gezeigt wird, ist sie in den USA vermutlich schon in Vergessenheit geraten. Eine Fortsetzung wird es jedenfalls nicht geben.

Für die meisten Schauspieler sind erfolgreiche Serienrollen Fluch und Segen zugleich. Quasi über Nacht mag eine einzige Figur sie zu echten Stars machen, doch diese langfristig wieder los zu werden, gelingt fast nie. „Magnum“-Darsteller Tom Selleck benötigte über zwei Jahrzehnte, um sein Alter Ego einigermaßen in den Hintergrund rücken zu lassen, William Shatner gelang dies erst mit „Boston Legal“, und Larry Hagman hat inzwischen einfach wieder den Cowboyhut von J.R. Ewing aufgesetzt.

Für Sarah Michelle Gellar bedeutete die Rolle der Vampirjägerin „Buffy“ in der gleichnamigen Erfolgsproduktion von Joss Whedon einen echten Karriereschub. Danach allerdings blieben die nachhaltigen Rollenangebote aus. Wie viele ihrer Schauspielerkollegen versuchte sie nun kürzlich, die alte Serienfigur mithilfe einer neuen quasi zu überlagern. Doch „Ringer“ fand kein Publikum und wurde nach nur einer Staffel bereits wieder eingestellt.

Dabei ist die Grundidee nicht uninteressant. Gellar spielt in einer Doppelrolle eineiige Zwillinge: Bridget, eine trockene Alkoholikerin und ehemalige Stripperin, sagt gegen ihren Boss aus, der eine große Nummer im organisierten Verbrechen ist. Doch obwohl sie unter dem Schutz des FBI steht, fürchtet sie um ihr Leben und flieht zu ihrer Schwester Siobhan. Als diese unerwartet verschwindet, nimmt Bridget ihre Identität an und setzt sich damit einer Bedrohung aus, von der sie bis dahin nichts geahnt hat.

„Ringer“ startet auf Sixx am 29. November um 21 Uhr. Bereits eine Woche vorher lässt sich die erste Folge kostenlos online ansehen.

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