Ausnahmsweise fokussiert diese Serie den Blick nicht auf die großen Politiker oder deren Opponenten, sondern die Menschen, die hinter ihnen stehen.
Nachdem ihr Mann (Chris Noth) in einem waschechten politischen Skandal verwickelt wurde und dafür sogar ins Gefängnis gekommen ist, muss Alicia Florrick gute Miene zu bösem Spiel machen und sich unter den wachsamen Augen der Medien eine neue Existenz aufbauen. Als Prozessanwältin versucht sie ihren Ruf und den ihrer Kinder mühsam zu retten.
2008 musste der New Yorker Gouverneur Eliot Spritzer sein Amt ablegen, da bekannt wurde, dass er einen Prostitutionsring unterstützt hatte. Angelegt an dieses Geschehen hat sich die Serie “The Good Wife” nicht nur auf die dreckigen Details solcher Machenschaften, sondern vor allem auf ihre Konsequenzen konzentriert, die das Leben der Beteiligten heimsuchen und ruinieren.
Der Begriff ‘The Good Wife’ steht dafür für die Vorzeigefrauen der großen Machthaber, die zwar oft nur als perfekte Trophäen vorgeführt werden, allerdings alle Kritik und Vorurteile gegenüber ihren Männern mittragen müssen.
Besonders Alicias Weg zurück in ein Leben als Individuum ist interessant und spannend und mit Julianna Margulies (bekannt aus “Emergency Room“) in der Hauptrolle auch überzeugend gespielt.
Auch wenn es einige Einblicke in die Welt der Politik geben wird, vorwiegend ist “The Good Wife” dennoch ein Gefühlsdrama, dass sich auf die Individuen konzentriert.
Ab dem 31.3.2010 kann man sich das Politdrama jeden Mittwoch um 22:15 auf Pro7 anssehen.
Genre: Politik, Frauen, Anwälte
Hank Azaria ist der ewige Nebendarsteller und dennoch kennen ihnen Millionen von Menschen, ohne es überhaupt zu wissen. Schön, dass er auch endlich in einer Hauptrolle glänzen darf.
Dr. Craig “Huff” Huffstodt ist ein Psychiater, der nicht nur erfolgreich, sondern auch reich ist und sich mit seiner Vorzeigefamilie und guten Freunden eigentlich nur zurücklehnen könnte, um das Leben zu genießen.
Als sich jedoch ein schwuler Teenager in seiner Praxis das Leben nimmt, gerät nicht nur Huffs Einstellung zu seinem Beruf ins Wanken, auch die Risse in seinem Familienleben offenbaren sich langsam aber sicher.
Alleine die Schauspielerriege, die sich für die augenzwinkernde, dennoch tiefgängige Serie eingeschrieben hat, dürfte Grund genug sein, ein zu schalten.
Angelica Houston, Lara Flynn Boyle, Oliver Platt und Sharon Stone geben sich die Ehre in der komödiantisch angehauchten Drama-Serie.
Hank Azaria kann zudem endlich beweisen, dass er nicht nur als witziger Nebendarsteller oder Stimme diverser Simpsons-Charaktere herhalten kann, sondern sehr wohl in der Lage ist, eine Hauptrolle mit Leben und Charisma zu füllen.
Und vielleicht ist er genau der Richtige, um das Thema der allseits beliebten Midlife-Crisis mit echtem Drama herüber zu bringen, denn so amüsant sein Umgang mit der Familie und seinen Patienten auch ist, so gewitzt die Dialoge auch sein mögen, Huff steckt in einer schweren Krise und versucht irgendwie, einen Sinn in dem zu sehen, was er eigentlich macht, um einen Sinn in seinem Leben zu finden.
Genau deshalb lohnt sich “Huff“ allemal und erinnert gerne an “Six Feet Under”, worin es ähnlich um teils amüsante Dialoge in bitterernsten Lebenskrisen ging.
Ab dem 7.4.2010 können wir uns jeden Mittwoch um 22:30 in Huffs Praxis auf ZDFneo begeben.
Genre: Drama, Komödie
Was genau so interessant daran sein soll, einer Handvoll B- und C-Promis beim Standardtanzen zuzusehen, mag man zwar nicht beantworten können, die Einschaltquote spricht aber hier wie überall bereits für sich. Ohne Hape Kerkeling, aber immer noch mit Nazan Eckes geht die Parkettquälerei ab dem 9. April auf RTL in die nächste Runde.
Als ob Brigitte Nielsen den hiesigen TV-Zuschauer mit ihrer letztjährigen Rundumsanierung nicht schon genug malträtiert hätte, will sie jetzt auch noch Woche für Woche zeigen, dass sich ihr durchweg künstlich aufbereiteter Körper rhythmisch bewegen kann. Aber auch die sonstigen Kandidaten der kommenden Tanzshow-Staffel „Let´s Dance“ versprechen jede Menge Trash abseits des Dschungelcamps.
Als Stefan Raab vor mittlerweile acht Jahren mit der ihm eigenen Mischung aus Ironie und Selbstüberzeugung verkündete, er wolle, dass die gerade ins Leben gerufene Wok-WM einmal so groß werden solle wie die Formel 1, wurde er noch milde belächelt. Heute lächelt keiner mehr, denn das irre Sport-Event erfreut sich ungetrübter Beliebtheit. Dieses Jahr starten die Wok-Sportler am 19. März.
In letzter Sekunde wurde der Termin noch einmal verschoben, damit man nicht mit dem für den 20. März angesetzten Klitschko-Kampf konkurrieren musste. Für Stefan Raab und sein gut eingespieltes Team kein Problem. So fällt die 2010er Ausgabe der Wok-WM eben auf einen Freitag.
Ach ja, amerikanische Teenager und ihre Probleme. Irgendwie sieht das Leben als amerikanischer Teenager immer glamuröser aus, als hier bei uns. Ob es aber unterhaltsam genug für eine weitere Serie ist?
Mit “Real World” hat es natürlich nichts zu tun, zumindest behauptet MTV das, aber wenn es darum geht, 8 Teenager bei ihren Sommerferien in Jersey Shore zu begleiten, sie in ein Haus zu stecken und sie zu filmen, dann liegt der Vergleich natürlich nah.
Die Regeln, um die Vorzüge des Partyhauses in Jersey Shore zu genießen, müssen allerdings eingehalten werden, ebenso wie strenge Arbeitsschichten. Außerdem müssen die leicht voreingenommenen Bewohner der kleinen Stadt in Betracht gezogen werden, denn Fremde in einer eingeschworenen Gemeinde werden selten mit offenen Armen empfangen. weiterlesen »
Dass manche TV-Produktion aus den USA es nach Jahren doch auf die hiesigen Bildschirme schafft, ist vor allem den branchenüblichen Package-Deals zu verdanken. Wer eine Erfolgsserie haben will, muss gleich eine ganze Handvoll weniger attraktiver Stoffe mitkaufen. Vielleicht ist es dieser Praxis zu verdanken, dass Kabel 1 ab dem 13. März die US-Krimisere „Hack“ ausstrahlt. Hauptfigur: Ein Taxifahrer auf Verbrecherjagd.
Mike Olshanskys Leben liegt ziemlich in Trümmern. Korruptionsvorwürfe haben ihn seinen Job als Police Officer gekostet, seine Ehe ist gescheitert, und das Verhältnis zu seinem Sohn lässt sich bestenfalls als suboptimal werten. Seinen Lebensunterhalt verdingt er sich jetzt als Taxifahrer, und um seine vergangenen Fehler wieder gut zu machen, versucht er, Menschen in Fällen zu helfen, bei denen der Polizei die Hände gebunden sind.
Seit Dawson’s Creek sich vom Fernsehen verabschiedet hat, hat die Abwesenheit von Joshua Jackson eine große Leere in allen Fans hinterlassen. Gut, dass es Fringe gibt, um sie wieder zu füllen.
Fast unfreiwillig wurde Olivia Dunham in die geheimen Fälle des FBI eingeweiht, die übernatürliche Geschehnisse mit wissenschaftlichen Erklärungen zu lösen versuchen. Helfen soll dabei der genial-verrückte Wissenschaftler Walter Bishop und sein Sohn Peter (Joshua Jackson), der selbst nicht auf den Kopf gefallen zu sein scheint. Zusammen kommen sie schnell dahinter, dass es einen größeren Zusammenhang zwischen den vermeintlich sporadischen Fällen gibt. weiterlesen »
Die beliebte Heimwerkersendung Wohnen nach Wusch auf Vox kommt gut an bei den Zuschauern und lässt so manche öde Hütte im neuen, raffinierten Look erstrahlen. Das spritzige Moderatorenpärchen Enie und Mark hilft dabei tatkräftig mit, die eigenen vier Wände oder auch gleich das ganze Haus zu renovieren und einzurichten.
Rosa Haare und ein gutes Händchen für innovative Designs hat Enie van de Meiklokjes als gelernte Dekorateurin, eher brachial, aber stets charmant geht dafür ihr Kollege und Maurermeister Mark Kühler vor wenn es darum geht, Wohnideen umzusetzen. Die Idee der Sendung ist simpel. Vox ist stets auf der Suche nach Menschen, die ihr Haus oder ihre Wohnung renovieren wollen, es aber aus verschiedenen Gründen nicht alleine bewerkstelligen können. Dafür, dass ein Filmteam die kompletten Umbaumaßnahmen begleitet, übernimmt der Sender fast alle Kosten.
Ist erst einmal das passende Objekt gefunden, folgt die Sendung einem bestimmten Schema. Zunächst werden die Bewohner in den Urlaub geschickt, denn das Umbauprojekt ist als Überraschung geplant. Danach rücken Enie, Mark und die fünfköpfige Handwerkercrew ein und verursachen meisten jede Menge Dreck, denn wo hehobelt wird, da fallen bekanntlich Späne. Alte Möbel werden entsorgt, Wände eingerissen, ja ganze Raumaufteilungen werden neu definiert bevor Enies Kreativität walten kann und Mark ihr bei der technischen Umsetzung hilft.
Die-Zukunft-voraussagen-können gehört wohl neben dem Für-immer-jung-bleiben-wollen zu den Klassikern auf der menschlichen Wunschliste. Doch wer in diesem heiklen Metier agierte, fürchtete nicht selten um Leib und Leben: bestes Beispiel ist die Seherin Cassandra aus der griechischen Mythologie. Doch was passiert, wenn plötzlich die ganze Menschheit in die Zukunft blicken kann?
Die neue Mystery-Serie FlashForward beginnt mit einem kollektiven Blackout von 137 Sekunden. In der Zeit durchleben die Menschen ihre eigene Zukunft ein halbes Jahr später am 29. April 2010. Wieder erwacht regieren zunächst Chaos, Leid und Tod. Das FBI um den Agenten Mark Benford (Joseph Fiennes) bildet eine Task Force zur Aufarbeitung des Phänomens und sammelt in einer riesigen Datenbank die Visionen der Menschheit.
Werden die Visionen Wirklichkeit oder ist das eigene Schicksal selbstbestimmt? Nicht nur diese quälende Frage treibt Benford an, denn seine Zukunftsvision will er um jeden Preis verhindern. Bei den Ermittlungen stellt sich zudem heraus, dass einige Menschen während des Blackouts keine Visionen hatten (Ghosts) und andere gar nicht von der Ohnmacht betroffen waren. Wer steckt hinter dem Phänomen und warum ist es geschehen? weiterlesen »
Was wäre, wenn in Deutschland die Mauer wieder aufgebaut würde? Undenkbar? Richtig. In einem neuen Zweiteiler von SAT1 geschieht nichts desto trotz genau dies. Was auf dem Papier ganz schön absurd klingt, könnte aber trotzdem für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Ausgestrahlt wird die Produktion am 15. und 16. März.
TeamWorx und kein Ende. Wo in der deutschen Fernsehlandschaft große Budgets für fiktionale Stoffe zu vergeben sind, ist die Produktionsgesellschaft von Nico Hofmann garantiert dabei. Für RTL kümmerte man sich in „Vulkan“ zuletzt um die Zerstörung eines Eifeldorfes, für das ZDF kurz darauf um „Das Geheimnis der Wale“. Hier sieben, da neun Millionen Euro: Es gilt also klotzen statt kleckern. Nicht anders im Fall der SAT1-Produktion „Die Grenze“.