So schnell ist eine neue US-Serie dem Gefühl nach noch nie im deutschen Fernsehen angekommen. Am 18. September erst startete „New Girl“ in Amerika und fuhr Traumquoten ein. Bereits im Januar gibt es die Sitcom auf Pro7 zu sehen.

Seltsame WG-Konstellationen im engeren und weiteren Sinne sind für Sitcoms spätestens seit „Friends“ ein echter Erfolgsgarant. Wo im Umfeld von Bill Cosby noch die Familie regierte, sind es jetzt mehr oder weniger frei gewählte Gemeinschaften, die Konflikt- und damit Humorpotential freisetzen. „Two and a half men“ fand dabei bis zum Ausstieg von Charlie Sheen die ideale Mischform aus beiden Ansätzen.

„New Girl“ ist vielleicht die derzeit modernste Fassung der WG-Comedy, und das kam bei den US-Zuschauern ausgesprochen gut an. Nach noch nicht einmal zwei Monaten im Programm fuhr die Serie gleich zwei Nominierungen für den Golden Globe Award ein. Die Grundidee ist dabei denkbar einfach.

Hauptfigur Jess verlässt, nachdem sie ihren Freund in flagranti mit einer anderen erwischt hat, umgehend die gemeinsame Wohnung und zieht in eine WG mit drei gut aufeinander eingespielten männlichen Mitbewohnern. Doch statt die Vergangenheit hinter sich zu lassen, trauert sie ihrem Ex hinterher und ertränkt ihren Trennungsschmerz mit dauerhaftem Wiederanschauen von „Dirty Dancing“. Dass die Jungs das nicht lange ertragen und Jess auf ihre Weise über ihren Liebeskummer hinweghelfen, liegt auf der Hand und treibt die Serie voran.

Besonders gut kommt Hauptdarstellerin Zooey Deschanel beim Publikum an. Die jüngere Schwester von Emily Deschanel aus „Bones“ war bislang vor allem aus dem Kino bekannt, wo sie unter anderem neben Mark Wahlberg in „The Happening“ oder neben Jim Carrey in „Der Ja-Sager“ zu sehen war. Besonders in Erinnerung blieb sie mit dem ungwöhnlich erzählten Liebesfilm „(500) Days of Summer“ von 2009.

Pro7 zeigt zunächst am 5. Januar um 23.15 Uhr den Piloten zur Serie, sowie die regulären Folgen dann ab dem 11. Januar jeweils mittwochs um 21.15 Uhr.

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