Wie lässt sich ein Erfolgsformat über Teenager-Charaktere fortsetzen, wenn die Darsteller doch längst viel zu alt für ihre Rollen sind? Diese Frage hat man sich wohl bei Fox gestellt, als es darum ging, wie sich aus der Kinokomödie „Napoleon Dynamite“ noch etwas Kapital schlagen lassen würde. Jetzt kommen die Hauptfiguren ganz einfach in animierter Version auf den Bildschirm, gesprochen von den Originalschauspielern.

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Hierzulande sind die etwas skurrilen Abenteuer von Napoleon Dyamite und seinen Freunden eher unbekannt. Eine Kinoauswertung hatte es erst 2 Jahre nach US-Start gegeben, und wahrscheinlich war der Humor einfach zu amerikanisch für einen größeren Kulterfolg. In seinem Heimatland kennt man den etwas seltsamen Schüler der Preston High School in Idaho hingegen auch nach 6 Jahren immer noch.

Kein Wunder also, dass man seitens der Rechteinhaber immer wieder über eine Fortsetzung gegrübelt hat. Doch längst sind die Schauspieler ihren Rollen entwachsen, und die Figuren als gealterte Varianten erneut in Gang zu setzen, widerspricht dem Prinzip des Originals. Die Lösung ist nun denkbar einfach: Eine Animationsserie mit den Stimmen der Darsteller.

Nun sind Zeichentrickversionen von erfolgreichen Kinofilmen an sich nichts Neues, doch im Regelfall lassen sich die Originalschauspieler aus Zeit- und Finanzierungsgründen nicht einbinden. So werden die Hauptfiguren von „Star Wars: The Clone Wars“ etwa auch nicht von Ewan McGregor und Hayden Christensen gesprochen, aber dazu besteht auch kein Grund.

Im Fall von „Napoleon Dynamite“ sieht das anders aus, denn hier sind die Darsteller entscheidend mitverantwortlich für das Funktionieren der Figuren. Der visuelle Stil erinnert übrigens nicht umsonst an andere bekannte Animationsserien. Verantwortlich für die Umsetzung ist die Produktionsfirma Rough Draft verantwortlich, die unter anderem bereits „Futurama“, „Drawn Together“ und den „Simpsons“-Film realisiert hat.

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