Wer ernsthaft glaubt, irgendwann müssten doch einmal alle Casting-Formate ausgereizt sein, wird in unregelmäßigen Abständen immer wieder eines Besseren belehrt. RTL2 , ursprünglich Heimat von „Popstars“, sucht ab dem 15. Juni nach Imitatoren. In der Jury sitzt unter anderem allen Ernstes Alessandra Pocher.

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Wer sich das Original nicht leisten kann, bucht eben die Kopie. Alleine die Anzahl derer, die als Elvis-Imitatoren ihren Lebensunterhalt verdienen, ist völlig unüberschaubar. Die Mini-Playback-Show war einst das erste Erfolgsformat im deutschen Fernsehen, das aus dem Konzept echtes Quotenkapital schlug – allerdings mit dem Bonus, dass Kinder den erwachsenen Vorbildern nacheiferten. Ganz von dieser Idee löst sich auch „My Name is“ nicht.

Die neue Show auf RTL2 sucht ausdrücklich möglichst originalgetreue Kopien internationaler Gesangsstars. Stimme, Look, Bewegung – alles soll so perfekt nachgebildet werden, dass man kaum den Unterschied mehr bemerkt. Doch neben den erwachsenen Kandidaten wird es auch hier wieder Kinder zu sehen geben, die sich als Imitatoren versuchen. Denn wie gesagt, dieses Prinzip hat sich ja bereits bewährt.

In Frankreich, Holland und Belgien ist das Format bereits ausgestrahlt worden, doch ob die Copy-Show auch hierzulande auf Interesse stößt, bleibt abzuwarten. Technisch gesehen fällt sie bereits in die Sommerpause der Sender, und so sind auch Moderatoren wie Jurymitglieder echte B-Besetzung. Da finden sich neben MTV-Moderatorin Nadine Vasta der Ex-GZSZ-Darsteller Pete Dwojak, Ex-BMG-Europa-Chef Maarten Steinkamp, Ex-Schlagerstar Michelle und Ex-Sandy-Meyer-Wölden Alessandra Pocher.

4 Folgen sind angekündigt, und am Ende entscheidet der Zuschauer – vermutlich wohl über eine kostenpflichtige Hotline. Im Herbst legt dann Pro7 in großen Stil mit einer eigenen Casting-Show unter dem Titel „The Voice of Germany“ nach. Und auch diese ist selbstverständlich ein Import-Artikel.

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