Schon wieder ein neuer Spartensender von RTL, doch diesmal lässt er sich frei über Astra empfangen. RTL Nitro will Fernsehen für Helden“ sein – was auch immer das heißen soll. Das Programmangebot ist jedenfalls interessant, und neben Altbekanntem gibt es auch ganz Neues zu sehen. Ein Highlight: die US-Sitcom „Modern Family“.

Sein Gesicht ist unverkennbar, wenn auch seit seinem letzten Erfolg merklich gealtert. Der Namen sagt nicht unbedingt jedem etwas, doch die Figur, die ihn berühmt gemacht hat, kennen TV-Junkies weltweit. Ed O’Neilll war als Ed Bundy eine echte Kultfigur, und umso schwieriger wurde es für ihn nach dem Ende von „Eine schrecklich nette Familie“ woanders Fuß zu fassen. „Modern Family“ änderte die Lage.

Wie bei so vielen Serienstars, die allzu sehr und allzu lange mit ihrer Rolle identifiziert wurden, half auch O’Neilll nur eine neue Erfolgsserie wirklich weiter. Ähnliches bewiesen bereits Tom Selleck oder William Shatner. In „Modern Family“ ist es zwar wieder die Rolle eines Familienvaters mit arg seltsamem Anhang, doch mit dem alten Sitcom-Hit aus den frühen 90ern hat das alles wenig zu tun.

In den USA geriet die Serie spontan zum großen Hit und sammelte so ziemlich alle wichtigen Branchen-Preise ein. Gedreht im Mockumentary-Stil, wie man ihn von „The Office“ bzw. in Deutschland von „Stromberg“ kennt, setzte „Modern Family“ echte Standards. Umso mehr muss es wundern, dass es so lange gedauert hat, bis die 2009 gestartete Serie jetzt endlich auch hier auf den Bildschirm kommt.

RTL hält die Rechte schon eine Weile inne, hatte aber möglicherweise keinen passenden Programmplatz in der Hinterhand, zumal sich Sitcoms schon lange nicht mehr im Schema des Senders finden lassen. Jetzt ist die Serie also bei RTL Nitro gelandet und startet dort am 2. April um 20.15 Uhr. Zudem zeigt der Muttersender am Ostersonntag um 23.35 Uhr die ersten beiden Folgen auch einmal – vermutlich als Werbemaßnahme.

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