Die Kultserie aus Großbritannien gibt sich weltoffen und macht einen Ausflug in die USA. Dass die Briten die unbeliebtesten Touristen der Welt sind, beweisen sie dort auf ein Neues.

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Die vierte Staffel der Serie bleibt ihrem Rezept treu, nur alles mehr oder weniger brachial auf Amerika gemünzt. Für Fans ist es sicherlich super, Marjorie, Bubbles de Vere, Lou und Andy oder Vicky in Aktion zu erleben, aber nach drei Staffeln ist es schon ein wenig offensichtlich, dass besonders die Haupt- und daher Kultcharaktere mittlerweile so sehr auf ein und denselben Gags rum reiten, dass man sich fragt, ob Matt Lucas und David Walliams mittlerweile ein wenig die Lust am Schreiben verloren haben.
Was als clevere Parodie des „Durchschnittsbriten“ anfing, hat sich über die Jahre in eine ziemlich starre Ansammlung von Klischees verwandelt, die nur ab und an innovativ sind und sich ansonsten auf ihrem Ruhm ausruhen.
Besonders die starken Ähnlichkeiten zu deutlich subtileren Comedyserien wie etwa „The League of Gentlemen“ können für Britcom-Fans enttäuschend sein, so ist Weight-Watchers Beraterin Majorie eine überzogene Version von „The League of Gentlemen’s“ Pauline, einer Beraterin beim Arbeitsamt, die ihre Kunden wie den letzten Dreck behandelt.
Der Erfolg sei Matt und David trotzdem gegönnt, aber „Little Britain in the USA“ ist weder bahnbrechend, noch besonders kreativ, sondern verlagert dieselben Punchlines lediglich in ein anderes Land. Ein wenig mehr Hingabe, Parodie und Eigenständigkeit hätte man sich schon gewünscht, aber wie gesagt, für Fans ist es ein Spaß, der Rest kann ja umschalten, oder einfach warten, bis „The League of Gentlemen“ wieder auf Comedy Central läuft.
Ab dem 11.10. jeden Sonntag um 21:40 auf Comedy Central.

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