Nachdem er angeschossenen wurde, landet ein Detektiv in der Vergangenheit, um genauer zu sein, in den 70ern. Klingt nach einer Komödie aus den 80ern?

Das ist „Life on Mars“ ganz sicher nicht. So abstrus die Story auch klingt, aus der Idee ist keine schlecht gemachte Farce geworden, sondern eine Detektiv/Science Fiction Serie, die mit jeder Episode besser wird.
Das liegt an vielerlei Dingen, ob es die liebevolle Ausstattung (furchtbare Klamotten und Frisuren inklusive), der fantastische Soundtrack oder die allesamt sympathischen Charaktere sind, „Life on Mars“ handelt die altbackene „In die Vergangenheit versetzt und was nun?“-Story derartig gut, dass man irgendwann alle anderen Versuche vergisst.
Besonders das Mitraten, warum Sam Tyler in der Vergangenheit gelandet ist und ob er sich alles nur einbildet, oder wirklich eine Zeitreise gemacht hat, bleibt spannend und die den britischen Krimiserien so eigenen komischen Momente sind immer wieder erfrischend, stören aber nicht den teilweise doch sehr emotionalen und packenden Episoden.
Die Schauspieler sind zudem mit Herz und Seele dabei, angeführt von John Simm, der bereits nach 5 Sekunden der Protagonist der Herzen ist und Philip Glenister, der als rauhbeiniger Macho Gene Hunt vollends überzeugt und seine Koteletten mit allem Stolz zur Schau stellt.
Life on Mars punktet in eigentlich allen Kategorien, glaubwürdige Charaktere, spannende Stories, ein Mystery-Element, dass niemals zu sehr verwirrt (siehe Lost) und ein Look, der tatsächlich so sehr an die 70er erinnert, dass man so manches Mal vergisst, dass es sich hier um eine Serie aus dem Jahr 2006 handelt.
Ab dem 26.7. zeigt Kabel 1 endlich die zweite Staffel, jeden Samstag um 22:55, die erste Staffel wird zwischen dem 19. und 22.Juni noch einmal im Nachtprogramm wiederholt.

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