Mittlerweile kann der deutsch-französische Kultursender auf ein ziemlich umfangreiches Programm an außergewöhnlichen Serien verweisen, von denen es viele vermutlich eher weder zu den privaten noch zu den öffentlich-rechtlichen Sendern geschafft hätten. Ab dem 22. März erweitert Arte sein Angebot um die schwedische Krimireihe „Kommissar Winter“.

Die insgesamt acht, jeweils 60-minütigen Folgen der Serie um den titelgebenden Polizeiermittler beruhen auf Romanen des schwedischen Autors und ehemaligen UNO-Journalisten Ake Edwardson. In Skandinavien sind die Krimis um Erik Winter längst Kult und wurden in 20 Sprachen übersetzt. Der Erfinder der Figur ist seinen Helden mittlerweile allerdings leid und hat nach dem inzwischen zehnten Roman angekündigt, sich keine weiteren Fälle mehr auszudenken.

Das sollte niemanden davon abhalten, den düster-spannenden TV-Adaptionen von Edwardsons Vorlagen eine Chance zu geben, denn nicht umsonst wird der Autor in eine Reihe mit Namen wie Stieg Larsson, Henning Mankell, Arne Dahl und Hakan Nesser gestellt. Und wie seine Kollegen zeichnet auch er ein wenig schmeichelhaftes Bild von seinen Landsleuten.

Hauptfigur Erik Winter ist im Gegensatz zu den meisten Ermittlertypen ein echter Snob, der Wert auf teure Anzüge und hochwertige Zigarillos legt. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, mit einem vergleichsweise hohen moralischen Ethos an seine Fälle heranzugehen – und damit unterscheidet er sich merklich von der Gesellschaft, in der er ermittelt.

Hauptdarsteller Magnus Krepper war zuvor bereits in der schwedischen Verfilmung der „Millennium“-Trilogie zu sehen. Alle Folgen der „Kommissar Winter“-Reihe zeigt Arte ab dem 22. März jeweils donnerstags um 21.10 Uhr.

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