Wenn das mal keine empörten Protestbriefe gibt. Filmemacherin Doris Dörrie schrieb und produzierte für das ZDF eine 6-teilige Serie über Frauen in den Wechseljahren. Doch so ganz politisch korrekt ist das alles keineswegs, denn die Hauptfiguren sind entweder bösartig, zickig, stutenbissig oder schlicht durchgeknallt. Die erste Folge gibt es am 7. April um 20.15 Uhr zu sehen.

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Es seien die vielen schlechten Fernsehfilme über Frauen um die 50 gewesen, die Doris Dörrie dazu motiviert hätten, ihre eigene Serie zur weiblichen Midlife-Crisis auszuarbeiten. Zusammen mit Ruth Stadler schrieb sie das Drehbuch und erhielt beim ZDF erstaunlich viele Freiheiten. Einschränkungen habe es keine gegeben.

Das muss umso mehr wundern, als dass die insgesamt sechs Folgen nicht gerade vorsichtig mit ihren weiblichen Hauptfiguren umgehen. Der Spott über die vier älteren Lehrerinnen und eine (hundsgemeine) Gynäkologin fällt durchaus schon einmal drastisch aus. Schweißausbrüche, Tobsuchtsanfälle, Esoterik, Ehekrisen und Erziehungsprobleme – keines der klassischen Klimakteriums-Themen bleibt außen vor.

Dörrie sieht ihre weitestgehend als Komödie angelegte Serie als eine Art Korrektiv, denn über die Wechseljahre zu sprechen empfindet sie immer noch als eine Art gesellschaftliches Tabu. Das Klischee dahinter sei das Problem: Für Frauen wird die Midlife-Crisis mit dem Verlust von Attraktivität gleichgesetzt, während Männer im mittleren Alter gemeinhin gerade an Attraktivität gewinnen. „Das sind Vorurteile aus der patriarchalen Steinzeit, die wir aber immer noch mit uns herumschleppen“, und mit diesen will ihre Serie ein Stück aufräumen.

Auf der Besetzungsliste finden sich Andrea Sawatzki, Juliane Köhler, Ulrike Kriener, Maria Happel, Maren Kroymann und Sophie von Kessel. Produziert wurde „Klimawechsel“ von Oliver Berben. Die erste Folge gibt es am 7. April um 20.15 Uhr zu sehen, danach geht es jeweils Donnerstags um 21 Uhr weiter.

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