Genauso wenig zu fassen wie Jack the Ripper ist manchmal auch die Übertragung so mancher Filmtitel ins Deutsche. Der im Original nach dem Londoner Stadtteil „Whitechapel“ benannte Dreiteiler um einen brutalen Serienkiller flimmert nun zum ersten Mal auch über hiesige Bildschirme – und das bemerkenswerter Weise bei Arte.

Jack the Ripper ist und bleibt so etwas wie der Urvater aller Psychokiller und Serienmörder. Während sich eine ganze Forschungsrichtung mit den bis heute unaufgeklärten Morden und der Psyche des unbekannten Täters beschäftigt, fühlen sich vor allem Autoren immer wieder beflügelt, den Kriminalfall auf die eine oder andere Weise neu aufzurollen.

Bekanntestes Beispiel ist wohl „From Hell“, ein Comic von „Watchmen“-Erfinder Alan Moore, sowie dessen Verfilmung mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Die britische TV-Miniserie „Whitechapel“ variiert das Thema auf besonders clevere Weise. Sie verlagert die Handlung in die Gegenwart und lässt einen besessenen Serienkiller die Morde des Rippers einfach einmal haargenau nachinszenieren.

Atmosphärisch dicht und von einer zur anderen Folge immer spannender werdend, sorgt die britische Fernsehproduktion für den einen oder anderen wohligen Schauder. Dass ausgerechnet der Kultursender Arte die Ausstrahlung übernommen hat, mag zwar wundern, sorgt aber für den angenehmen Nebeneffekt, dass alle drei Folgen hintereinander am selben Abend gezeigt werden.

Es lohnt sich also, am 19 Dezember um 21 Uhr alles stehen und liegen zu lassen, denn entgegen der sonstigen Sendestrategie zeigt Arte diesmal keine Wiederholung der blutigen Mörderjagd.

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