Normalerweise beginnt der Grand Prix Hype bei uns in Deutschland ja bereits eine Weile vor dem eigentlichen Termin des Eurovision Song Contest. Doch für das Jahr 2009 sieht es für treue Fans wohl erst mal schlecht aus.

Der NDR hat diese Tage beschlossen, den Vorentscheid für Deutschland zu canceln und stattdessen gleich einen vorher ausgewählten Kandidaten ins Finale zu schicken. So verzichtet der Sender erstmals seit langer Zeit auf die Entscheidung der deutschen Zuschauer. Konnten diese sonst ihren Favoriten durch einen einfachen Telefonanruf unterstützen, sucht sich nun eine Fachjury, die leider noch nicht feststeht, aus eingesandten Bewerbungen einen passenden deutschen Vertreter für den Song Contest, der diesmal in Moskau stattfindet.

Bewerben können sich noch bis zum 22. Januar Komponisten, Sänger und Autoren. Bedingungen sind, dass sie Erfolge vorweisen können, der Titel geeignet für den Grand Prix und v.a. selbst komponiert ist, und nicht vor dem 1. Oktober 2008 veröffentlicht wurden.

Mit diesem Prozedere wollen die Verantwortlichen wohl dieses Mal verhindern, dass die bösen, bösen Zuschauer sich wieder für eine so herbe Enttäuschung wie die No Angels oder Gracia entscheiden. Oder womöglich wieder ein Spaßtitel à la Stefan Raab oder Guildo Horn zum Ausscheid fährt…

Offiziell heißt es von Seiten des ARD Koordinators Unterhaltung, Thomas Schreiber: „Für 2009 nehmen wir uns ganz bewusst eine Auszeit vom bislang üblichen Verfahren des deutschen Vorentscheids. Wir erhoffen uns eine höhere Teilnahmebereitschaft von international erfolgreichen Künstlern, da wir ihnen den direkten Weg ins Finale in Aussicht stellen.“

Naja, mal sehen, ob die Jury eine bessere Entscheidung treffen kann, als die Zuschauer…  😉

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