Gar nicht so leicht, sich bei der Vielzahl von Crime-Shows einen neuen Ermittler auszudenken, der in der Lage ist, genügend Zuschauerinteresse zu wecken, um sich langfristig im Programm zu halten. Warum also nicht auf eine bewährte Figur zurückgreifen? So dachten jetzt wohl auch die Verantwortlichen bei CBS und schicken Sherlock Holmes ab Herbst ins Amerika der Gegenwart.

Doch so wirklich originell ist die Idee keineswegs. In England sorgt mit „Sherlock“ bereits seit zwei Staffeln eine zeitgemäße Neuinterpretation der klassischen Kriminalgeschichten aus der Feder von Arthur Conan Doyle für Bestquoten und erstklassige Kritiken. Holmes und Watson ermitteln im heutigen London und erweisen sich dabei als durch und durch moderne Serienfiguren.

Die amerikanische Variante heißt „Elementary“ und unterscheidet sich vor allem dadurch, dass sie in den USA spielt und Watson eine Frau ist. Ansonsten ist das Grundprinzip auch hier, die längst von allen Urheberrechten freien Vorlagen in die Gegenwart zu verlagern. Kein Wunder also, dass zunächst eigentlich ein Remake der britischen Serie für den US-Markt angedacht war. Doch dazu kam es nicht.

Aber auch der Gedanke, aus Watson eine weibliche Figur zu machen, ist nicht wirklich neu. CBS selber, der Sender, der nun auch für „Elementary“ verantwortlich ist, hatte bereits 1987 und 1994 jeweils einen TV-Film produziert, in dem das Konzept schon einmal durchgespielt worden war. In der jetzigen Fassung übernimmt Lucy Liu die Rolle der Holmes-Assistentin.

Die Ausstrahlung der Serie beginnt im Herbst. Ob es eine Auswertung auf dem deutschen Markt geben wird, ist bislang nicht bekannt.

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