Die GEZ macht´s möglich: Das Zweite Deutsche Fernsehen trägt mal eben 7 Millionen Euro zusammen, um einen Zweiteiler nach einer Vorlage des Bestellerautors Ken Follett auf den Bildschirm zu bringen. Hauptrolle: Heiner Lauterbach. Ausgestrahlt wird das Ergebnis am 25. und 27. Januar.

Schön, wenn man sich über die Quote keine Sorgen zu machen braucht, um ausführlich hohe Budgets zu verpulvern. So muss man wohl auch beim ZDF gedacht haben, als man sich mal eben die Verfilmungsrechte für ganze 6 Romane von Ken Follett sicherte. Doch mit den Kosten für die Lizenzen ist es natürlich nicht getan, denn die TV-Fassungen der Vorlagen wollen schließlich auch produziert werden.

Los geht es mit schlappen 7 Millionen Euro, die man in Mainz mithilfe des Gebührenzahlers offenbar ganz entspannt in die Hand nehmen kann. Die gleiche Summe war bereits zuvor in den Öko-Thriller „Das Geheimnis der Wale“ mit Veronica Ferres geflossen, der trotz guter Quoten den zeitgleich gesendeten „Tatort“ in der ARD nicht hinter sich lassen konnte. Aber wie gesagt, Quoten sind nicht relevant, wenn das Geld ohnehin da ist.

Die Geschichte um einen tödlichen Virus, den Terroristen aus einem Forschungslabor entwenden, das an der Entwicklung eines Gegengiftes arbeitet, ist fraglos spannender Stoff für einen klassischen Zweiteiler. Dass Folletts Geschichte in Schottland spielt und keine einzige deutsche Figur im Ensemble hat, ist beim ZDF bekanntermaßen egal. Hier verfährt man wie bei einer Rosamunde-Pilcher-Verfilmung und lässt die Engländer einfach von Deutschen spielen.

Die Besetzung versammelt die üblichen Verdächtigen und schart Tom Schilling, Sophie von Kessel und Katharina Wackernagel um den unvermeidlichen Heiner Lauterbach. Und da der Zweiteiler (wie zuletzt bereits „Sisi“) eine deutsch-italienische Koproduktion ist, übernimmt mit Isabella Ferrari die weibliche Hauptrolle eine Italienerin.

Eisfieber, am 25. und 27. Januar im ZDF, jeweils 20.15 Uhr

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