In Bad Münstereifel war einiges los, als ein Riesenteam um Heiner Lauterbach, Armin Rohde, Yvonne Catterfeld, Katharina Wackernagel, Ursula Carven und andere TV-Gesichter den beschaulichen Eifel-Ort auf den Kopf stellte. Immerhin musste ein Vulkanausbruch glaubhaft in Szene gesetzt werden, und RTL ließ sich die Sache einiges kosten. Herausgekommen ist ein Zweiteiler, der alle bisherigen Budgets des Senders in diesem Segment locker sprengt.

Ganze 9 Millionen Euro ließ man sich den Spaß kosten, mal einen prallen Katastrophenfilm auf deutschem Boden zu produzieren. Eine Million verschlang alleine die lebensechte Generierung des titelgebenden Vulkanausbruchs am Computer. Bloße vier Sekunden dauert die Eruption im fertigen Film und kostete nach Senderangaben nichts desto trotz mehrere 10.000 Euro. Zudem mussten 1700 Statisten koordiniert (und bezahlt) werden – von den gut dotierten Hauptdarstellern ganz zu schweigen.

Michael Schmid-Ospach von der Filmstiftung NRW, die der Produktion mit satten 1,5 Millionen Euro unter die Arme griff, betont, hier habe man es mit dem Versuch zu tun, im Fernsehen „sowohl im künstlerischen als auch im technischen Bereich“ etwas zu zeigen, das auch nach Jahren noch Bestand habe. Über eine solche Aussage kann man angesichts des trivialen Stoffs getrost den Kopf schütteln.

Im Zentrum steht die derzeit wieder gut beschäftigte Yvonne Catterfeld. Sie spielt eine Vulkanologin, die zusammen mit einem Ex-Feuerwehrmann zur Lebensretterin wird, wenn das fiktive Eifeldorf Lorchheim unter Lava begraben wird. O-Ton Catterfeld: Interessant seien vor allem die Abgründe und Charakterzüge, die durch den Vulkanausbruch zum Vorschein kämen. Man kann nur abwarten, was man von einer derart vollmundigen Aussage zu halten hat.

RTL lässt das zusammen mit Teamworx (unter anderem verantwortlich für „Alisa – Folge Deinem Herzen“) produzierte Spektakel am 18. und 19. Oktober jeweils um 20.15 Uhr über den Bildschirm flimmern.

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