Zum Jahresende lässt die ARD noch einmal ordentlich die Muskeln spielen. Ganze 175 Minuten dauert die Verfilmung eines Romans von Henning Mankell. Gezeigt wird die deutsch-schwedische Co-Produktion „Der Chinese“ am 30. Dezember ab 20.15 Uhr an einem Stück.

Als Stieg Larsson seinem Verleger die Manuskripte für seine „Millennium“-Romane auf den Tisch legte, soll er gesagt haben, Henning Mankell könne einpacken. Dem schwedischen Bestseller-Autor wird das egal gewesen sein, denn seine Bücher verkaufen sich weiterhin wie geschnittenes Brot.

Was die Verfilmung seines Thrillers „Der Chinese“ angeht, so teilt er sich mit dem Kollegen Larsson zumindest die Produktionsfirma, denn Yellow Bird Pictures, inzwischen auch mit einem Zweig in Deutschland vertreten, waren bereits für die schwedische Adaption der drei Romane um Lisbeth Salander verantwortlich. Damaliger Partner war das ZDF, jetzt ist es die ARD.

Ursprünglich wohl als Zweiteiler angelegt, nutzt das Erste den Freitag vor Sylvester zur Komplettausstrahlung ohne Werbe- oder sonstige Unterbrechung. An Budget und Aufwand wurde nicht gespart. Szenenbildner Christoph Kanter, der bereits für „Das weiße Band“ Außergewöhnliches leistete, baute in Niederösterreich ein ganzes Dorf nach.

Die Hauptrolle der durch unglückliche Umstände in ein brutales Massaker und dessen Hintergründe verwickelten Richterin Roslin spielt Suzanne von Borsody. Mit Michael Nyqvist an ihrer Seite ergibt sich eine weitere Verbindung zur „Millennium“-Trilogie. Dort nämlich verkörperte er den Journalisten Mikael Blomkvist. Regie führte Peter Keglevic („Eisfieber“).

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