Ein Junggeselle und 25 attraktive Frauen, die selbstredend nichts anderes wollen, als sein Herz zu gewinnen: Wer das ernsthaft glaubt, dem ist nicht zu helfen. 2003 gab es den „Bachelor“ in Deutschland zum ersten und zugleich auch letzten Mal zu sehen. Jetzt holt RTL das Format erneut aus der Mottenkiste.

International ist die arg seltsame Melange aus Reality-Format und Casting-Show seit langem recht erfolgreich. Hierzulande hielt sich die Begeisterung beim Publikum zudem eher in Grenzen, und im Nachhinein zog die Auserwählte zudem ausgiebig über den vermeintlichen Traumprinzen her. Ob die Neuauflage jetzt mehr Erfolg bringen wird, darf man bezweifeln.

An die Teilnehmer konnte sich schon kurz nach der Ausstrahlung Ende 2003 kaum mehr jemand erinnern. Die weibliche Version „Die Bachelorette“ verschaffte immerhin Monika Ivancan eine gewisse Aufmerksamkeit und schließlich eine längere Liaison mit Oliver Pocher. Pro7 versuchte sich mit „Giulia in Love“ an einer eigenen Variante, doch auch das wollte kaum jemand sehen.

In den USA sorgte das sogenannte Countdown-Format für einige semi-parodistische Ableger, zu deren bekannteste Beispielen „Flavor of Love“, „Rock of Love“ und Spin-Offs wie „Charm School“ gehörten. Die Verbindung von Dating und Casting inklusive einer gehörigen Portion Erniedrigung für den einen oder anderen Teilnehmer hat eben an sich schon Trash-Potential.

Umso mehr sehen die Trailer für den „Bachelor“, die RTL bereits seit einer Weile sendet, nach Werbeclips für Dating-Portale aus, und man darf sich getrost fragen, ob die Macher selber die Show überhaupt ernst nehmen. Wie sehr sich die Zuschauer auf den Nonsens einlassen, wird sich in 8 Folgen ab dem 4. Januar jeweils um 20.15 Uhr zeigen.

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