Es ist eigentlich so eine Serie, die heiß von ihren Fans geliebt und zu früh abgesetzt wird, um dann niemals das Licht der Welt in Deutschland zu erblicken. Aber wir können uns freuen, denn „Dead Like Me“ ist innovativ, witzig und sehr philosopisch.

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Georgia „George“ Lass (Ellen Muth) stirbt ausgerechnet an ihrem ersten Tag auf Arbeit. Und das auch noch auf unglaublich peinliche Art und Weise.
Statt jedoch ins Licht zu gehen, wie jeder andere auch, wird sie auserkoren ein „Grim Reaper“ zu werden. Zusammen mit einer illustren Truppe anderer Reaper (u.A. der ausgezeichnete Mandy Patinkin) muss sie sich nun an ihre neue Aufgabe und auch eine neue Identität gewöhnen.
Wer jetzt vermutet, dass es sich hierbei um eine Kopie der Comedy-Serie „Reaper“ handelt, der irrt gewaltig. Allerdings musste „Dead Like Me“ lange warten, bis es auf den deutschen Markt kam und wurde deshalb ein wenig vom wohl eher nachahmenden Comedyformat überholt.
Die Serie ist weitaus mehr als nur eine Aneinanderreihung an Gags, ganz im Gegenteil, ähnlich wie „Voll daneben, voll im Leben“ oder auch „Wunderbare Jahre“ schafft sie es Tragik und Komik zu vereinen, immer wieder neue und interessante Geschichten zu erzählen und den Protagonisten eine unglaubliche Tiefe zu verleihen. Wer glaubt, er kenne Mason, Daisy oder Roxy nach der ersten Folge, irrt gewaltig.
Die Spezialeffekte sind erstaunlich gut gelungen und die Serie sieht insgesamt nach einer liebevollen Produktion aus.
Wer Fan von „Pushing Daisies“ oder „Zurück in die Vergangenheit“ ist, sollte unbedingt einschalten, denn „Dead Like Me“ hat Suchtfaktor, was nicht zuletzt an Ellen Muth liegt, die wunderbar spröde und so gar nicht mädchenhaft ist.

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