Was einmal erfolgreich war, muss doch auch Jahre später wieder funktionieren können. Im Kino ist das längst ein ungeschriebenes Gesetz. Das Fernsehen hingegen entdeckt man das Prinzip der Reboots, Remakes und Sequels hingegen gerade erst. Mit „Dallas“ kehrt nun demnächst eine der erfolgreichsten TV-Serien überhaupt auf den Bildschirm zurück. An frühere Sensationsquoten wird man jedoch kaum anschließen können.

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Was einmal als 5-Teiler angefangen hatte, entwickelte sich bald zum damals größten TV-Phänomen weltweit. „Dallas“, die Soap um texanische Ölbarone, schlug weltweit ein wie eine Bombe und hielt die Zuschauer über Jahre hinweg gebannt vor den Bildschirmen. Lange war von einem Reboot die Rede, jetzt ist es in trockenen Tüchern. J.R. (Larry Hagman) und Bobby Ewing (Patrick Duffy) sind selbstverständlich wieder mit dabei.

Das Grundprinzip wird sich wenig vom Original unterscheiden, die Konzentration liegt allerdings auf der Nachfolgegeneration der Ewings. Zentrale Figuren und Darsteller der frühen Jahre tragen das Konzept allerdings mit. Ähnliches hatte man in der verjüngten Neuauflage von „Beverly Hills 90210“ versucht, doch einen Hype wie zu früheren Zeiten konnte man nicht auslösen.

Bei „Dallas“ wird das kaum anders sein. Die Serie um den ewigen Kampf zweier Familien, die mit ihren Ölquellen zu mächtigen Konzernchefs aufgestiegen sind, beeinflusste so ziemlich alles, was seitdem im Soap-Umfeld entwickelt wurde. Die exzessive Ausweitung des Cliffhanger-Prinzips mit so legendären Folgen wie „Who shot J.R.?“ und generell die dramaturgische Struktur dient bis heute als Blaupause. Wie sollte da ein Reboot ähnlich revolutionär wirken?

Die Darsteller sind im Wesentlichen neu: Brenda Strong und Jesse Metcalfe kennt der Zuschauer aus „Desperate Housewives“, wo auch Larry Hagman schon eine kurze Gastauftritt absolviert hatte. Josh Henderson, Jordana Brewster und Julie Gonzalo übernehmen weitere zentrale Rollen. Der amerikanische Pay-TV-Kanal TNT zeigt die neuen Folgen ab 2012. Dann wird man J.R. zunächst einmal als Patient einer psychiatrischen Klinik sehen. Dass er es dort natürlich nicht lange aushält, liegt auf der Hand.

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