Nichts gegen Free-TV-Premerien von US-Serien, aber wenn sie freitags um 23.15 Uhr laufen, spricht das nicht unbedingt dafür, dass man brauchbare Quoten erwartet. Was man sich bei Super RTL also von „Crusoe“, einer 13-teiligen Adaption des Klassikers von Daniel Defoe erwartet, will nicht einleuchten. Die Ausstrahlung beginnt am 29. Oktober.

Mit ziemlichem Aufwand hatte NBC seine neue Serie während der Olympischen Sommerspiele in Peking beworben. Man muss sich also wohl einiges erwartet haben. Doch wieso eigentlich? Glaubte man, mit der berühmten Geschichte eines Inselgestrandeten auf die „Lost“-Fans abzielen zu können?

Die Premiere zur besten Sendezeit dämpfte die Erwartungen jedenfalls rasch. Bald schon verschob man den Sendetermin und rührte noch einmal kräftig die Werbetrommel. Es nützte nichts. Nach den ersten 13 Folgen war von Fortsetzung bereits keine Rede mehr. Dazu mochte auch beigetragen haben, dass die Kritiker des US-Branchenblatts TelevisionWeek „Crusoe“ unter die 5 schlechtesten neugestarteten Serien wählten.

Als britisch-kanadisch-südafrikanische Co-Produktion wurde die Serie zu großen Teilen in England gedreht. Neben dem eher unbekannten Philip Winchester in der Titelrolle gibt es mit Sam Neill und Sean Bean wenigstens zwei Namen auf der Besetzungsliste, die ein bisschen Star-Power mitbringen

Was also kann man sich bei Super RTL schon sonderlich von der Ausstrahlung versprechen, zumal die Serie zuvor bereits bei FOX Channel zu sehen war? Vermutlich nichts. Anzunehmen ist, dass hier Paketkäufe überhaupt erst dazu führten, die Produktion ins Free-TV zu bringen. Welche Quoten „Crusoe“ einfährt, wird man ab dem 29. Oktober wissen können.

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