Nicht einmal Bret Michaels wollte sie haben. Jetzt sollen 14 Teilnehmerinnen aus den ersten beiden Staffeln der Celebrity-Datingshow „Rock of Love“ endlich Etikette und vorzeigbares Verhalten lernen. Der Gewinnerin winken immerhin 100.000 US-Dollar. Geleitet wird das Erziehungscamp ausgerechnet von Ozzy Osbournes Ehefrau Sharon. MTV Deutschland zeigt die trashige Benimmschule ab dem 17. Juni.

Als „Countdown-Shows“ werden mittlerweile solche Sendeformate bezeichnet, deren Konzept darauf beruht, dass pro Folge ein Teilnehmer aus einem Wettbewerb ausscheidet und am Ende nur ein einziger Gewinner übrig bleibt. Zu den bekanntesten Exemplaren dieser Gattung gehört die Datingreihe „The Bachelor“, bei der ein Junggeselle unter einer Gruppe von Bewerberinnen seine Herzdame finden muss (um sie nach Sendeschluss in aller Regel wieder auf den Mond zu schießen).

Erfolgreichster Ableger dieses Formates war 2006 die Celebreality-Version „Flavor of Love“ rund um den schillernden „Public Enemy“-Sänger Flavor Flav. Für VH1 brachte die Show bemerkenswerter Weise die höchsten Quote seit Bestehen des Senders. Die Folge waren nicht nur 2 weitere Staffeln, sondern vor allem auch eine Flut mehr oder weniger variierter Spin-Offs und direkter Kopien (z.B. „Paris Hilton´s My New BFF“ oder demnächst auf Pro7 „Giulia in love“).

2007 versammelte man die schrillsten Teilnehmerinnen noch einmal und brachte ihnen Benehmen bei. Unter der Leitung von US-Comedian Mo´nique mussten sich die ansonsten eher nicht allzu wohlerzogenen Ex-Bewerberinnen in Etikette beweisen. Unter dem Titel „Charm School“ erzielte die 11-teilige Show genügend Quote, um auch hier eine zweite Staffel folgen zu lassen.

Wieder kämpften 14 ehemals paarungswillige Singles um den Sieg und einen Scheck über 100.000 Dollar. Zuvor hatte jede von ihnen in einer der beiden Staffeln von „Rock of Love“ um „Poison“-Frontmann Bret Michaels gebuhlt (der Mann, den Eminem in seinem äußerst lustigen Clip zu „We made you“ zum Perückenträger erklärt). Jetzt sollten sie beweisen, dass sie nicht nur grölen, fluchen, ihren Rivalinnen die Augen auskratzen und sich bei jeder Gelegenheit halb- oder gleich ganz nackt präsentieren können, sondern auch in der Lage sind, als echte Ladies durchzugehen.

Host und Mentorin ist Sharon Osbourne, die mit einer der Teilnehmerinnen irgendwann so sehr aneinander geriet, dass diese sie wegen Körperverletzung vor Gericht zerrte. Wie es zu dieser und anderen Peinlichkeiten kam, können nun auch die deutschen Zuschauer hautnah miterleben. Ab 17. Juni zeigt MTV die ebenso absurde wie lustige Show, die auch diesmal wieder zurecht unter Federführung von Fernsehmacher Mark Cronins „Mindless Entertainment“ produziert wurde. Nomen ist eben Omen.

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