So schnell ist eine neue US-Serie dem Gefühl nach noch nie im deutschen Fernsehen angekommen. Am 18. September erst startete „New Girl“ in Amerika und fuhr Traumquoten ein. Bereits im Januar gibt es die Sitcom auf Pro7 zu sehen.
Seltsame WG-Konstellationen im engeren und weiteren Sinne sind für Sitcoms spätestens seit „Friends“ ein echter Erfolgsgarant. Wo im Umfeld von Bill Cosby noch die Familie regierte, sind es jetzt mehr oder weniger frei gewählte Gemeinschaften, die Konflikt- und damit Humorpotential freisetzen. „Two and a half men“ fand dabei bis zum Ausstieg von Charlie Sheen die ideale Mischform aus beiden Ansätzen.
Kann das gut gehen? Eine erfolgreiche TV-Serie steht plötzlich ohne ihren Hauptdarsteller da und ersetzt ihn durch einen anderen. So geschieht es gerade im Fall von „Two and a half Men“. Ashton Kutcher tritt in die Fußstapfen von Charlie Sheen und übernimmt damit kein leichtes Erbe.
Eine Weile kochte die Gerüchteküche, was die Zukunft der Sitcom um 2 ungleiche Brüder anging. Der immense Erfolg der Show ließ ein Einstellen der Produktion eher unwahrscheinlich aussehen, doch mit dem Ausscheiden von Zugpferd Charlie Sheen stand das gesamte Konzept auf der Kippe. Jetzt hat man offenbar eine Lösung gefunden, die sich aber erst noch bewähren muss.
Wer sie alle nicht mehr sehen kann, die Jahresrückblicke mit den immer selben Bildern und Gästen, der ist bei der mittlerweile schon traditionellen Variante des „Switch Reloaded“-Teams gut aufgehoben. Denn hier gibt es nur Themen, die garantiert noch niemand zuvor gesehen hat. Pro7 zeigt die absurde Sketchparade am 21. Dezember um 22.15 Uhr.
Zum Jahresende kommen noch einmal einige „Switch Reloaded“-Versionen deutscher TV- und Polit-Prominenz zusammen, um ihre ganz eigene Silvester-Katastrophe zu bestehen. Peter Kloeppel führt durch die Sondersendung, die mit einer erschreckenden Meldung beginnt: „Der deutsche Weltuntergangs-Dienst hat soeben eine Weltuntergangswarnung herausgegeben. Am 31. Dezember 2010 soll um 00:00 Uhr das Jahr zu Ende gehen.“
How I met your mother geht in die sechste Runde. Diese freudige Nachricht ging vor einiger zeit durch die Medien und man darf sich nun vor Freude die Hände reiben.
Die Frage aller Fragen ist, ob Ted Mosby denn nun endlich die Mutter seiner Kinder finden wird. Wir sind gespannt!
Hauptcharakter in der Kult Comedy ist Ted Mosby (Josh Radnor), der seinen Kindern im Jahr 2030 erzählt, wie er auf ihre Mutter getroffen ist. Die Erzählung entpuppt sich hingegen der Erwartungen der Kinder als sehr umfangreich, und nach nunmehr 5 Staffeln und 108 Episoden gibt es kaum Hinweise, wer die Mutter seiner Kinder ist. weiterlesen »
Remakes von Filmen sind ja mittlerweile eher die Regel und nicht die Ausnahme, bei Fernsehsendungen muss sich der Trend allerdings noch etablieren, oder soll es doch bei den Klassikern bleiben?
Die Munsters liefen in den 60ern und persiflierten bereits damals Horrorfilme und kitschige Familiensendungen gleichermaßen, was ihnen bis heute Kultstatus einbrachte. Angeführt von Frankensteins Monster Eddie Munster, zu seiner wunderbaren Braut Lily, brachten vor allem der Werwolf Sohnemann Eddie und Vampirgroßvater Grandpa Spaß in die Serie, während Tochter Marilyn die Einzige “Normale” oder Unnormale mimte, je nachdem, welchen Standpunkt man einnimmt. weiterlesen »
Internet-affine Menschen werden das nervige kreischende Skelett sicherlich schon von diversen Web-Seiten kennen, allerdings steckt hinter der enervierenden Internet Werbung ein gar nicht mal schlechter Comedian.
Bauchredner sind ja eigentlich - ähnlich wie Magier, Pantomime und Hypnotiseure - eine abschreckende Menschengruppe, mit denen man wenig zu tun haben möchte. Wer seine Freizeit mit Puppen verbringt, der muss doch merkwürdig sein, außerdem kann man sich noch gut an Filme wie “Magic” oder “Joey” erinnern, in denen die gruseligen Puppen am Ende noch morden wollten. weiterlesen »
Lacher aus der Konserve, immer dasselbe Personal, dieselben Konflikte, dieselbe Kulisse. Die Parameter einer Sitcom sind recht überschaubar. Dass sich damit über Jahre hinweg beachtlich Quote machen lässt, ist umso erstaunlicher. Seit 2003 beweist „Two and a Half Men“, wie gut das funktionieren kann. Pro7 zeigt ab dem 7.9. jetzt erstmals die 7. Staffel. Die dreifache Sieben ist dabei fast schon selber ein Gag.
Alles, was man braucht, ist eine Wohnung oder ein Haus und ein möglichst schräges Figurenensemble, das sich dort gegenseitig auf den Geist geht. Entscheiden muss man sich dann nur noch zwischen der Familien- und der WG-Variante, und die Sitcom-Blaupause ist fertig. Bekanntestes Beispiel für erstere Option ist etwa „Eine schrecklich nette Familie“ und für die letztere mag einem vor allem „Friends“ einfallen. Besonders reizvoll sind auch Kombinationen beider. „Golden Girls“ war so ein Fall, doch „Two and a Half Men“ setzt noch eins drauf.
Die hohe Kunst der Improvisation beherrschen nur die wenigsten Comedians wirklich gut. Meist muss ein dünner roter Faden oder mancher spontan gegebene Anreiz ausreichen, um wirklich Lustiges hervorzubringen. Eine neue Impro-Sitcom auf SAT1 setzt auf dieses Konzept und vereint Cordula Stratmann und Annette Frier.
Olli Dittrich und Anke Engelke zeigten einst im ZDF echte Sternstunden der Impro-Comedy, und mit „Dittsche“ hat das Konzept sogar eine langlebige Heimat in der ARD gefunden. SAT1 bietet mit der „Schillerstraße“ seit Jahren ein Erfolgsformat an, das jedoch mit einem größeren Ensemble arbeitet. Zu Beginn drehte sich dort alles noch um Cordula Stratmann, die sich später freiwillig durch Jürgen Vogel ersetzen ließ. Unter dem Titel „Wir müssen reden!“ will der Sender jetzt mit ihr an die alten Erfolge anschließen.
Echter britischer Humor schreckt vor keinem Format zurück. Im Gegenteil: Passen Form und Inhalt den allgemeinen Erwartungen gemäß nicht zusammen, wird es umso lustiger. Wenn die Hauptdarsteller der neuen Sitcom „Mongrels“ also Puppen sind, muss das kaum wundern. Für Kinder ist die Produktion übrigens ausdrücklich nicht geeignet.
Comics und Zeichentrickserien haben schon lange ihren Ruf abgelegt, ausschließlich für ein junges Publikum da zu sein. Erwachsene Themen gehören heute dazu und beherrschen ihren ganz eigenen Markt. Nicht ganz so selbstverständlich sieht die Angelegenheit bei einem anderen, eigentlich eher für Kinde gedachten Format aus: Dem Puppenfilm. Doch einschlägige Beispiele verlagern hier ebenfalls langsam die Gewichtung. Eine neue Sitcom der BBC trägt jetzt das Ihre dazu bei.
Als ob es nicht schon genug Shows mit versteckter Kamera gäbe. Das britische Format rund um Newcomerin Olivia Lee jedoch hat es im Vergleich zu manch anderer mehr oder weniger lustiger Straßencomedy in sich. Mit knapp einem Dutzend unterschiedlicher Charaktere betreibt sie ahnungslosen Passanten gehörig die Schamesröte ins Gesicht, denn Olivia Lee kennt keine Geschmacksgrenzen. Comedy Central zeigt die irre Reihe ab dem 14. März.
Die Titel-Trias beschreibt die Show und ihren Star ziemlich genau. Olivia Lees Humor ist alles andere als „clean“ und jugendfrei. Für die steifen Briten, denen sie auf der Straße mit ihrem eindeutig zweideutigen Peinlichkeiten auf den Leib rückt, ist das nicht gerade angenehm. Der Zuschauer hingegen darf sich ausgiebig amüsieren.