Der Flimmerkasten

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Archiv: Sitcoms

Scrubs - die Anfänger

Autor: Marco
abgelegt in: Sitcoms

Ein junger Assistenz-Arzt und seine Freunde, ein Chirurg und die Gynäkologin. Ihre Gegenspieler: Der egoistische Chefarzt, ein zynischer Oberarzt und der „Hausmeister“.

Der Drehort, ein Krankenhaus irgendwo in den Vereinigten Staaten. Dazu skurrile Geschichten, die Macken der Protagonisten, eine etwas andere Sicht der Dinge und fertig ist die Erfolgsserie.

Scrubs („Anfänger“, „Versager“) ist eine erfrischend andere Sitcom, die den Berufseinstieg des jungen Arztes „J.D.“ Dorian (Zaff Brach) in den Alltag eines Krankenhauses („Sacred Heart Hospital“) zeigt, und sich dabei absolut nicht ernst nimmt.

Mit seinen Freunden Dr. „Turk“ (J.D. war mit ihm auf dem College) und Dr. Eliot Reid (die hübsche Blonde) erlebt er merkwürdige Geschichten rund um seinen Job und sein Privatleben. Manchmal in Tagträume versunken, manchmal von seinen Vorgesetzten gegängelt, manchmal auch einfach nur dem alltäglichen Wahnsinn ausgesetzt, lernt er die Tücken des Joballtags kennen und bestehen.

Was die Serie so bemerkenswert macht, ist ihre frische, naive Betrachtung der Welt, ohne zu werten, oder Moralismen vom Stapel zu lassen, sondern alles mit einem lachendem Auge zu sehen und dabei so natürlich überzogen mit den Widrigkeiten des Alltags umzugehen. Hier kommen der Serie auch die Erzählform der Ich-Perspektive, die Off-Erzählung und das Tagträumen als eigenständige Sequenzen zu gute.

Die ungewöhnliche Perspektive, die gute Charakterzeichnung, das experimentieren mit klassischen Darstellungsformen (Musical, Slapstick, Drama,etc), und die Leistung der Schauspieler sorgen für ein hohes Maß an Unterhaltung und Spaß.

Wer sich also gut und sinnlos berieseln lassen möchte, oder einfach nur mal auf das Ärzteserien- Genre einige Lacher riskieren möchte, der ist bei Scrubs – die Anfänger gut aufgehoben.

Scrubs – die Anfänger sendet Pro7 Montags bis Freitags um 9:15 Uhr, sowie Samstags 15:00 Uhr in Doppelfolge.


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Arrested Development

Autor: Moritz
abgelegt in: Sitcoms

Michael Bluth hat einfach kein Glück.

Der verwitwete Vater eines heranwachsenden Jungen rechnet damit, auf der großen Bootsparty von seinem Vater, dem Chef des Blut-Immobilienunternehmens, offiziell zum Nachfolger gekürt zu werden. Der denkt aber gar nicht daran und überträgt alle Verantwortung auf seine snobistische Frau. Ehe Michael Zeit hat, sich richtig zu ärgern, tauchen schon Polizeiboote am Horizont auf, und sein Vater wandert wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis.

Die Familie steht am Rande des Abgrunds; und Michaels Mutter kann gar nicht fassen, dass sie auf einmal mittellos sein sollen - ebensowenig wie seine drei Geschwister, die bisher recht gut auf Kosten der Bluth Company gelebt haben. Michael resigniert und versucht, das insolvente Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen, ohne dass dabei die krude Familie zerbricht …

Arrested Development” ist genauso chaotisch wie meine kleine Einführung. Wie üblich zum Start einer Serie gibt es einen großen Riss, ein riesiges Problem, dem sich die ganze erste Staffel widmen kann. Aber daneben enthält jede Figur - von Michaels bizarr-naivem Sohn George Michael, der in seine Cousine verliebt ist, bis zu seinem schrägen Bruder Buster - genügend Konfliktpotential für abendfüllende Komödien. “Arrested Development” ist am Reißbrett entstanden, aber das schadet der Serie nicht, sondern verleiht ihr einen besonderen Charme. Als hätten die Autoren sich zusammengesetzt und versucht, aus den unmöglichsten Konstellationen eine Art Geschichte zu kreieren. Übrigens mit Erfolg; wenn auch die Handlung, die sich über drei Staffeln erstreckt, nicht besonders wichtig ist. “Arrested Development” ist eine Serie für die Menschen, die von “Lost” gestresst sind. Wenn Sie mal eine Folge verpassen, oder fünf, ist das auch nicht weiter schlimm. Die Gags sind absurd.

Obwohl “Arrested Development” es in den Vereinigten Staaten zu ansehnlicher Popularität brachte, wird die Serie in Deutschland nur vom Nischensender “Comedy Central” ausgestrahlt; noch dazu zu nicht eben zuschauerfreundlichen Zeiten. Allerdings sind die Dialoge im Original ohnehin besser. Für die Schauspieler entpuppte die Serie sich als regelrechtes Karrieresprungbrett: Jason Bateman (Michael Bluth) und Michael Cera (George Michael) standen zuletzt gemeinsam für die Oscar-gekrönte Komödie “Juno” (2007) vor der Kamera. Wie es sich für hippe amerikanische TV-Serien gehört, geizt natürlich auch “Arrested Development” nicht mit Gastauftritten; unter anderem sind Ben Stiller, Liza Minelli und Carl Weathers dabei.


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