Wem das deutsche Vorzeigemodel aus Bergisch-Gladbach längst gehörig auf den Nerv geht, ist gut beraten, ab dem 16. März nicht aus Versehen bei Viva vorbei zu zappen. Dort nämlich gibt es die deutsche Free-TV-Premiere von Heidi Klums Casting Show „Project Runway“ zu sehen, die in den USA bereits seit 2004 mit einigem Erfolg über die Bildschirme flimmert.
„Auf Wiedersehen“, heißt es für die ausgeschiedenen Kandidaten am Ende jeder Folge, und das in deutscher Sprache. Die Amerikaner finden das wahrscheinlich lustig, denn Jurychefin Heidi Klum ist nun einmal der bekannteste Kraut-Export in den USA. Mittlerweile in der 7. Staffel läuft dort die Casting-Show „Project Runway“, bei der das blonde Topmodel nicht etwa Nachwuchs für ihre eigene Zunft, sondern Modedesigner aussiebt.
Von 120 auf 35. Was wie eine Vollbremsung auf der Autobahn klingt, ist tatsächlich das Rechenmodell hinter dem ersten Recall von DSDS. Am Schluß durften die verbliebenen Kandidaten auf Senderkosten in die Karibik fliegen, wo dann weiter ausgesiebt wird. Inhaltlich macht das zwar keinen Sinn, doch bei RTL zählen da wohl vor allem die Schauwerte.
Wer wissen will, wie man mit gezielter Montagearbeit im Fernsehen aus einer gähnend langweiligen Veranstaltung ein leidlich skandalträchtiges Programm basteln kann, war beim DSDS-Recall vom 30. Januar gut aufgehoben. Neben der üblichen Dramatisierung durch künstliche Pausen, plakative Musikuntermalung und Jury-Kommentare, die mit einem Paukenschlag pointiert werden, bevor sie sich dann doch meistens in Luft auflösen, wurden drei bis vier misslungene Probenkonstellationen so intensiv ausgeschlachtet, dass man meinen konnte, die ganze Sache sei doch tatsächlich eine ernste Angelegenheit.
Der Eurovision Song Contest war noch vor einigen Jahren ein riesiges Ereignis, das die Zuschauerquoten in die Höhe trieb. Dann begann Deutschland zu verlieren und das Interesse sank. Stefan Raab will Abhilfe schaffen.
Mit “Unser Star für Oslo” will Stefan Raab alles ändern und dafür sind wir ihm dankbar, hat er doch mit “Waddehaddedudeda” den best platziertesten Beitrag Deutschlands in den letzten 9 Jahren erreicht und mit Max Mutzke den letzen deutschen Kandidaten hervor gebracht, der es unter die ersten Zehn (Platz Acht) geschafft hat. weiterlesen »
“Big Brother” ist zu langweilig, “Das Dschungelcamp” zu eklig, was also tun? Wenn es nach RTL geht, sind Kühe und Mistgabeln das Erfolgsrezept.
Das Originalkonzept kommt aus Schweden: 12 Kandidaten werden auf den Bauernhof geschickt, das klingt erstmal ganz nett und bis auf die frühen Weckzeiten nicht gerade abenteuerlich. Aber anstatt moderner Melkmaschinen und schnittigen Mähdreschern müssen sich die Kandidaten auf einem Bauernhof der damaligen Zeit herum kämpfen, fernab von Handys, Tankstellen und Internetcafes müssen sie den Hof auf Trab halten, Aufgaben erledigen und mit ihren Kollegen klar kommen. Und wie man es gewohnt ist, fliegt natürlich in regelmässigen Abständen jemand heraus, damit am Ende einer als Gewinner davon geht. weiterlesen »
Am 20. Januar ist es wieder soweit, Tausende von jungen Mädchen schlüpfen wieder in ihre High Heels um bei der 5. Staffel von Germany`s next Topmodel dabei zu sein, um den Traum eines Supermodels verwirklichen zu können.
Nun schon zum fünften Mal sucht Heidi Klum Deutschlands schönstes Mädchen um ihr den Traum eines Modellebens zu erfüllen. Am 20.Januar findet im Kölner Palladium das einzige öffentliche Casting deutschlandweit statt. Die Mädchen müssen sich zwischen 8.00 und 11.00 Uhr anmelden, um auf den Catwalk zu kommen, der die Mädchen ihrem Traum ein Stückchen näher bringt.
In diesem Jahr besteht die Jury aus Rolf Schneider, der schon beim letzten Mal dabei war, und Qualid Ladraa, der als Berater von Christian Audigier fungiert und den Model-Agenten Peyman Amin ersetzt. Heidi Klum fungiert nicht nur als Jurymitglied, sie ist auch Moderatoren der Show und begleitet die Mädchen zu ihren Fotoshootings.
Am 25. Januar 2006 startete die erste Staffel Germany`s next Topmodel mit dem erklärten Ziel, Deutschlands nächstes Topmodel zu finden und groß in der Modelwelt herauszubringen. Aus über Tausenden von Mädchen wurden ca 10-15 heraus gesucht, die sich von Folge zu Folge verschiedenen Aufgaben stellen müssen, um ihr Modeltalent zu beweisen. Da jedes Mal eine der Teilnehmerinnen ausscheidet, dezimiert sich Gruppe, bis im Finale nur noch drei Mädchen übrig sind, aus den dann in einer großen Show das nächste Topmodel gekürt wird. Alle bisherigen Gewinnerinnen erschienen auf dem Cover der Cosmopolitan und erhielten einen Modelvertrag von IMG Models. Gewinnerin der letzten Staffel, Sara Nuru hingegen gewann Werbeverträge mit Maybelline Jade und C&A.
Man darf also gespannt sein, was den Zuschauer in dieser Staffel erwartet. Neben den üblichen Zickereien, ist vor allem Heidi Klum in der letzten Staffel in den Medien stark kritisiert worden. Bei all der Kritik darf man aber eines nicht außer Acht lassen, die Mädchen, die sich zum Casting melden, tun dies freiwillig und nach vier Staffeln sollte man auch wissen, dass es kein Spaziergang wird. GNTM ist eine Unterhaltungssendung und wer glaubt, dass dies die Realität eines Models ist, der sollte doch lieber zu Hause bleiben und sich die Show im Fernsehen angucken.
Container-Leben ade, es lebe das Container-Leben! Big Brother ist nicht tot zu kriegen und startet am 11.01.2010 in eine neue Staffel. Man darf gespannt sein, wer sich diesmal freiwillig auf das Serviertablett legen möchte und nicht nur bereit ist, sein Innerstes zu entblößen, sondern vor allem durch nackte Tatsachen die Zuschauerquote zu steigern.
Am 1.03.2000 begann im deutschen Fernsehen eine neue Ära.
Big Brother betonierte den Boden auf dem in den nächsten Jahren zahllose Reality-Formate wie Panzer durch die Fernsehlandschaft fahren sollten. Die Mutter aller Reality-Shows war geboren und sorgte zum Jahrtausendwechsel für einen Aufschrei in der Bevölkerung und bei den Pädagogen. „Der Mensch sei doch kein Versuchsobjekt“, „Voyourismus!“ um nur einige Stimmen zu nennen. Was damals zu einem Skandal führte, ist heute nichts anderes mehr als ein „Fremdschäm-Programm“, seichte Unterhaltung für nebenbei, aber ohne große Aufreger.
Die nunmehr zehnte Staffel startet am 11.01.2010 und großartige Veränderungen kann der Zuschauer nicht erwarten, möchte er vielleicht auch gar nicht. Moderatorin ist wie schon einige Male davor Aleksandra Bechtel, unterstützt wird sie von der Big Brother II-Gewinnerin Alida Kurras. Nur die Kandidaten sind neu, manchmal aber auch nicht, schaut man sich nur mal die neunte Staffel an, wo drei der Hausbewohner schon in vorherigen Staffeln zu finden waren. weiterlesen »
Da Germany’s Next Topmodel bald los geht, müssen die Zuschauer natürlich schon einmal auf den Geschmack gebracht werden und das geht nur mit blutjungen hübschen Mädels und Zickenterror.
Das Alltagsleben eines Models sieht nicht so glamourös aus, wie man es sich immer vorstellt. Meistens leben die Damen in kleinen Wohnungen oder überfüllten WGs, reisen von einem Job zum nächsten, ohne viel von den Städten mit zu kriegen und müssen auch mal wochenlang auf einen Job warten. Pro7 hat 6 Models für zwei Monate begleitet, um ein realistisches Bild des von vielen erträumten Berufes wieder zu geben. weiterlesen »
Nicht nur für die drei Weisen aus dem Morgenland gilt diesmal am 6. Januar das Motto „Alle Jahre wieder“. Nina Eichinger, Volker Neumüller und Chef-Juror Dieter Bohlen folgen zwar nicht dem Morgenstern, einem Star sind sie aber trotzdem auf den Fersen – jedenfalls dem Titel nach. Denn aus den bisherigen Gewinnern der Mutter aller Casting-Shows ist hierzulande nicht unbedingt echter musikalischer Nachwuchs hevorgegangen. Aber bei DSDS gilt eben bekanntlich auch „Dabei ist alles“.
Gerade erst hat Deutschland das Supertalent 2009 gefunden (einen Hund!), da macht sich die Nation auch schon wieder auf die Suche nach dem Superstar 2010. Was die langlebigere RTL-Castingshow der anderen voraus hat? Nicht viel außer der Langlebigkeit. In beiden Fällen wird die Jury von Dieter Bohlen geleitet, die Sendung von Marco Schreyl moderiert und die Überzahl der Bewerber ausgiebigst vorgeführt und bloßgestellt.
Traumquoten, Bohlen und Flatulenz – so in etwa lässt sich die derzeit erfolgreichste deutsche Unterhaltungssendung mit nur drei Worten auf den Punkt bringen. RTL setzt sich mühelos gegen „Wetten dass“ durch und muss dabei noch nicht einmal größere Künstler-Honorare zahlen. Warum also mit der Gelddruckmaschine im Anschluss ans Finale nicht auch direkt mal auf Tour gehen?
DSDS-Zuschauer der ersten Stunde mögen sich erinnern: Nachdem Chefjuror Dieter Bohlen den damaligen Finalisten mit „We have a Dream“ einen sicheren Nummer-Eins-Hit verpasst hatte, bastelte man bei RTL auf die Schnelle eine Live-Tournee der Beteiligten zusammen, um auch noch den allerletzten Euro aus dem Casting-Wunder herauszuholen. So richtig ging die Rechnung nicht auf, und man stampfte das Konzept im Folgejahr wieder ein.
Es kommt einem bald so vor, als würde man immer und überall auf jedem Sender einen Fernsehkoch erwischen. Allerdings ist das immer noch besser als Big Brother und gestellte Gerichtshows.
Rosin räumt auf, in lahmen Küchen, ungemütlichen Gaststätten und kaum besuchten Restaurants kommt der Held in weißer Uniform und hilft den Inhabern mit Tipps und Tricks wieder auf die Beine zu kommen.
Eine Woche lang begleitet er die Köche und Crews, ihre Gerichte schmackhaft und den Service vorbildlich hin zu coachen und kann am Ende hoffentlich ein Restaurant auf Erfolgskurs zurück lassen. weiterlesen »