Die kleine Reihe mit Ex-Moderatorin Sarah Kuttner lief erstmals im Ersten und darf nun bei 3Sat noch einmal ran.
Sarah Kuttner kennt man wahrscheinlich noch von Viva, wo sie sogar ihre eigene Sendung bestreiten durfte, die sich oftmals mit witzigen Rubriken vom Allerlei unterschieden hat und auch eine der letzten Formate dieses Kalibers (also eigenständig, verrückt und intelligent) im mittlerweile tumben Viva-Programm war. Nachdem die Sendung leider gestrichen wurde, wurde es erstmal etwas still um die junge Dame, nachdem sie nun aber mit neuem Roman und neuem Programm auf der Matte steht, freut man sich, wie auf einen alten Freund. weiterlesen »
Die letzte Bastion des kreativen Musikfernsehens und ironischerweise eine Sendung, die sich gar nicht mit Musik beschäftigt, geht in die wohl verdiente Sommerpause.
Es ist schon merkwürdig, selbst wenn man kein Computerfan ist und außer Super Mario niemanden in den Spielewelten der Pixel kennt, ja selbst wenn man eine irrationale Angst vor Pixeln hätte, ist diese eine Stunde so unterhaltsam und interessant, dass man dran bleibt, einfach nur, um zu sehen, welche Filme Simon und Budi nun wieder auf die Schippe nehmen und welche Cartoon- und Fernsehstücke sie in die Clips einarbeiten. Dazu werden Spiele auf informative aber niemals belehrende Weise vorgestellt, so dass man sich - sofern man nicht eh schon Konsolenfan ist - ein wenig so fühlt, als wäre man fremd auf einer Party, aber es freuen sich dennoch alle einen zu sehen. weiterlesen »
Unter der Marke “Galileo” bietet Pro7 regelmäßig ebenso Bemerkenswertes wie Absurdes zum Staunen und fassungslosen Kopfschütteln. Mithilfe eines eigens designten virtuellen Studios präsentiert Moderator Aiman Abdallah am 1. Mai um 20.15 Uhr nun ein weiteres Format: „Galileo Big Pictures“ zeigt eine Auswahl von 50 ungewöhnlichen Fotos und erforscht ihre Hintergründe.
Gedankenleser, UFOs oder der DaVinci-Code – für „Galileo Mystery“ ist kein pseudowissenschaftlicher Nonsens zu abstrus, um nicht für eine Stunde Sendezeit gut zu sein. Der erfolgreiche Ableger des wochentäglichen Wissensmagazins „Galileo“ erfreut sich weiterhin ausreichender Beliebtheit und dient auch in der x-ten Wiederholung immer noch als Programmergänzung zu themenverwandten Spielfilmen oder Shows. Grund genug, ein weiteres Experiment unter der gleichen Marke zu starten.
Pocher findet zur Zeit auf allen Kanälen statt. Noch bevor sein Vertrag mit SAT1 in trockenen Tüchern war, hatte der geschäftstüchtige Ex-Partner von Harald Schmidt mit dem Verkauf seines Live-Programms „Gefährliches Halbwissen“ an RTL dafür gesorgt, dass der Kölner Sender mächtig die Werbetrommel für ihn rührte. Wie sich das letztlich auf die Quoten ausgewirkt hat, bleibt abzuwarten. Ausgestrahlt wird die in Berlin aufgezeichnete Show am 24. April und 1. Mai, jeweils um 22.15 Uhr.
Mindestens drei Sender haben um den 31-jährigen Comedian gebuhlt, und Pocher, der gelernte Versicherungskaufmann, hat die günstige Ausgangslage gleich mal für einen Doppelschlag genutzt: Langzeitvertrag mit SAT1 und vorübergehende Dauerpräsenz bei RTL. Als die Kölner nämlich den Zuschlag für die Ausstrahlung von Pochers aktuellem Bühnenprogramm erhielten, war die übrige TV-Zukunft des Hannoveraners mit eigener Produktionsfirma noch völlig offen.
Kann sich noch jemand an “The Swan” erinnern? Ein Schönheits-OP-Werbeblock, der es schaffte, dem Zuschauer vor, während und nach der Show mit einem Gefühl zurück zu lassen, unzureichend, unattraktiv und wertlos zu sein.
Nun, RTL2 hat sich der Idee wieder angenommen, aber die Voraussetzungen zumindest ein bisschen verändert. weiterlesen »
Am 29. Mai wird Deutschland wieder um ein sportliches Megaevent reicher. Nach der Wok-WM dem TV-Total-Turmspringen und seiner Stockcar-Challenge wagt sich Stefan Raab nun aufs Eis und mit ihm acht Fußballmannschaften.
Es klingt schon an sich verrückt: Fußball auf einem Eishockeyfeld. Wer sich schon einmal nicht nur sprichwörtlich aufs Glatteis gewagt hat, der weiß, dass es schon ein Ding der Unmöglichkeit ist, sich auf Eis ohne Schlittschuhe schnell fortzubewegen, geschweige denn Fußball zu spielen.
Wenn man jetzt noch seine Winterstiefel mit ohnehin schon rutschigen Bowlingschuhen tauscht, dann klingt Stefans Raabs neueste Idee nicht nur nach einer heillosen Rutschpartie, die jegliches spielerisches Talent im Keim erstickt, sondern nach blauen Flecken, gezerrten Bändern und mehr als nur einem geprellten Steißbein aber gewiss auch nach einer Menge Spaß. weiterlesen »
Sonntag morgen, 1.27 Uhr: Raab kann es selbst kaum fassen, aber er hat auch diese Show wieder gewonnen. Der Mann, der sonst nach jedem Sieg unmittelbar jubilierend aufspringt, lässt es ungewohnt ruhig angehen. Selten aber hat ihn auch ein Zweikampf so geschlaucht. Der 32-jährige Markus Okuesa („Oku“), Lehrer aus Homburg, hat es dem erneut ungeschlagenen Champion nicht leicht gemacht. Am Ende jedoch unterlag er und scheiterte an fehlendem TV-Fachwissen.
Wer hätte gedacht, dass einen die völlige Ignoranz des RTL-Dschungelcamps 2,5 Millionen Euro kosten könnte? In einem gegenseitigen Schlagabtausch mussten Raab und sein Herausforderer innerhalb von je 30 Sekunden einen Teilnehmer der bisherigen Staffeln nennen. Für Raab ein Heimspiel, gehört doch die Erfolgsshow des Kölner Konkurrenzsenders jedes Jahr erneut zum thematischen Rahmenprogramm des Einstiegsmonologs von „TV Total“. Doch für den Lehrer, der nach eigenem Bekunden keine einzige Folge der Show gesehen hat, waren damit alle Chancen verspielt.
Irgendwann war der Paradiesvogelbonus ausgereizt. Zu wenig Anrufe, und Benny Kieckhäben war raus. Zum ersten Mal nach vorne kommen musste trotz solider Leistung Sarah Kreuz. Dominik Büchele hat weiterhin genügend junge Mädchenherzen hinter sich – und das, obwohl inzwischen bekannt wurde, dass er bereits vergeben ist.
Im Zentrum standen vor allem die Streitigkeiten um Annemarie Eilfeld, deren Polarisierungsstrategie weiterhin gut funktioniert. Mit Statements der anderen Kandidaten zu ihrer Person und den einmontierten Antworten ihrerseits in allen Einspielern brachte sie es auf die meiste Nettosendezeit. Für Chefjuror Dieter Bohlen klang ihre Version von „Purple Rain“ zwar nach „Oma Kasupke“, und für „Bailando“ verpasste er ihr den „Bitch“-Stempel, die Fans interessierte das jedoch wenig.
Scheinbar gehen den Sendern langsam die Ideen für Castingshows aus, sonst würde Vox nicht händeringend nach dem besten Frisör Deutschlands suchen.
Pro7 gibt sich - wie man es nimmt - kreativ und/oder verzweifelt und startet eine Show, die einfach jeden haben will, solange es mindestens zwei Performer sind, die zu unterhalten wissen. Das Ganze nennt sich “Germany’s Next Showstar” und soll im Sommer anlaufen.
Die Definition von “Unterhaltung” wurde ja dank RTL2 und Pro7 weit gedehnt, so dass es wahrscheinlich wieder genügend Material zum Fremdschämen gibt. weiterlesen »
Wer ernsthaft daran zweifelt, dass es zur Zeit nur zwei Sendeformate im deutschen Fernsehen gibt, die so gut funktionieren, dass man sie auch mit vorgehaltener Waffe nicht aus dem Programm vertreiben könnte, hat sich vermutlich die letzten Jahre eine echte TV-Abstinenz verordnet. Wo gerade nicht gecastet wird, da wird garantiert gekocht – und eben umgekehrt. Beim Kölner Sender VOX gibt es nun demnächst gar das beste beider Welten im Verbund.
Unter dem arg uninspirierten Titel „Kochchampion“ (nicht zu verwechseln mit der „Kocharena“) treten ab dem 4. Mai an fünf Tagen jeweils um 18.30 Uhr insgesamt 120 Amateurköche gegeneinander an. Zu gewinnen gibt es am Ende vergleichsweise magere 10.00 Euro und ein 14tägiges Kochtraining im Münchener Edelrestaurant „Tantris“ – eine Ausgangslage, über die ein Raab- und Jauch-erprobtes Publikum im Grunde nur müde lächeln kann.