Klingelt es bei einigen noch, wenn sie den Name Oswalt Kolle hören… Ja genau, der Guru der Aufklärung der 1970er Jahre. Mit seinen offenen Filmen über Sexualität trug er damals viel zu einer besseren Aufklärung und einer größeren Offenheit im Umgang mit Sex bei. Nun hat ProSieben die größte Sexstudie Deutschlands aller Zeiten initialisiert und keinen geringeren als Oswalt Kolle als Pate und Kommentator gewinnen können.
Diese riiieesen Sexstudie wird natürlich auch schön vermarktet und nach altbewährter Pro7-Manier unters Volk gebracht. Wie verhlaten wir uns im Bett? Müssen wir da wirklich noch drüber reden. Natürlich! Doch muss das ständig im Fernsehen geschehen. In der Zeit in der ich mir diese Studie reinzieh, kann ich es mir auch mit meiner Freundin gemütlich machen und meine eigene Studie veranstalten…
“Sexreport 2008″ soll das Meisterwerk heißen und ab dem 20. September jeden Samstag ab 22.15 Uhr zu sehen sein. Mal sehen ob sie es schaffen auf blöde Promikommentare zu verzichten… weiterlesen »
Allein schon die Konstellation des Moderatorenteams ließ im Vorfeld von „Singing Bee“ das Schlimmste vermuten. Oliver Petzokat, vom fast-rappenden Schmusesänger zum Allround-Moderator mutiert, und Senna Guemmour, gecastetes Girlgroup-Mitglied, sind nicht gerade Zutaten für eine erfolgversprechende Show.
Doch wie immer muss man sich als Fernsehzuschauer überraschen lassen können, denn der Faktor Spaß beim Betrachten der Sendung ist ein kein unwesentlicher und so ist es nicht verwunderlich, dass man am Ende sogar sagen konnte auf wunderbare Weise unterhalten worden zu sein. Denn ähnlich wie beim Karaoke, dem auch nur ein gewisser Teil der Bevölkerung zugetan ist, basiert „Singing Bee“ auf der musikalischen Inkompetenz der Kandidaten. Weder Aussehen, Stimme noch Melodie spielten hierbei eine Rolle – lediglich der Text musste sitzen. Den Kandidaten wird ein Song angespielt und ihre Aufgabe ist es, den Text lückenlos widergeben zu können.
Das Wunderbare an „Singing Bee“ war wirklich die Kandidaten, die sich als bodenständig und Behüter des deutschen Liedgutes herausstellten. Gewinner Ronny konnte am Ende sogar die 50.000 Euro mit nach Hause nehmen, obwohl ihm der Text von „Wir sind Helden“ scheinbar als Eingebung offeriert wurde.
Gut, dass bei „Singing Bee“ wirklich die Kandidaten im Vordergrund stehen, denn weder Oli P. noch Senna konnte überzeugen, aber letztendlich wird die Sendung vom Spaß getragen, überraschenderweise ein unterhaltsamer Auftakt in den Fernsehabend.
Heute Abend kehrt eine der beliebtesten Fernsehserien überhaupt in die deutschen Wohnzimmer zurück, die Mutter aller modernen Quizshows, “Wer wird Millionär?”.
Zu Beginn der inzwischen bereits neunten Staffel startet RTL mit einer Doppelfolge ab 20:15 Uhr durch. Seit fast zehn Jahren (Start der Sendung 1999) stellt nun Moderator Günther Jauch einem aus zehn Kandidaten knifflige, verzwickte und manchmal auch einfache Fragen. weiterlesen »
Ich hatte schon bei der letzten Staffel, naja, eigentlich schon bei der ersten, gehofft, dass sich niemand für die RTL-Hirnwichse “Ich bin ein Star - Holt mich hieraus!” interessiert und der Mist schnell wieder verschwindet. Aber weit gefehlt…
Hätte man sich ja eigentich denken können, denn auch schlechte Teenie-Horror-Filme haben dutzende von noch schlechteren Fortsetzungen. Im Frühjahr 2009 soll nun die mittlerweile vierte Staffel der Drecksause gesendet werden. Toll! Und die Spannung steigt ins unermessliche… Welche Z-Promis, die man schon längst aus seiner kleinen Welt wieder verdrängt hat, werden sich nun wieder in die Öffentlichkeit robben und kauen? Ich bin mir sicher, es werden Geschöpfe aus der Versenkung gekrochen kommen, die ihr Anlitz vor der Welt zurecht verborgen haben? weiterlesen »
Gestern auf SAT1 um 19:05 Uhr war es soweit: Die dauerhafte Reklame-Berieselung für das neue Bauer sucht Frau-Format fand ein jähes Ende mit dem Beginn dieses Meisterwerkes deutscher Unterhaltung. Statt allerdings bodenständige Bauernlümmel zu einem neuen Liebesglück zu verhelfen, sind nun die Blaublüter dran.
Nach wochenlanger Reklame- und Casting-Arbeit konnte man sie bewundern, die Favoritinnen der Adelsbalz. Und für jeden war was dabei. weiterlesen »
Giel Bielen ist ein Masochist erster Güteklasse. Seine neue Show zieht den Hauptreiz daraus, dass sich der holländische Moderator vor laufender Kamera extremen Situationen aussetzt. So ließ er sich z.B. lebendig begraben und ahmte als “Terrorist” die Foltermethoden von Guantanamo nach.
Das sind aber nur die “Hightlights” von Bielens Programm. Zum Beispiel hat er sich in ein Auto auf eine vorher abgesperrte Landstraße gesetzt, und ist 24 Stunden lang immer in eine Richtung gefahren. Schließlich konnte der interessierte Voyeur… entschuldigung, Zuschauer, mitverfolgen, wie Bielen immer müder wurde und schließlich einschlief und mitsamt Wagen im Straßengraben landete.
Ein anderes Mal fuhr er ein Auto samt Beifahrerin in einen See hinein - erst im letzten Moment konnten Taucher die beiden aus der Todesfalle unter Wasser befreien. Sich auf einen Tisch fesseln zu lassen, um dann von Männern mit Latexhandschuhen hochprozentigen Alkohol eingeflößt zu bekommen, während sie ihm den Mund aufhalten - solche Fernsehereignisse sind bei Bielens Sendung “Faktor Giel” Tagesprogramm.
Und jedes Mal ist es Bielen selbst, der sich der Extrembelastung aussetzt. Damit stellt seine Reality Show eine Weiterentwicklung der zum Jahrtausendbeginn populären “Jackass”-Serie dar. Dort begaben sich junge Männer absichtlich in gefährliche Situationen und filmten sich dabei, wie sie sich die Knochen brachen oder von Vogelspinnen in die Hand gebissen wurden.
Die simple Erfolgsformel: “Krass - Schau mal, was der da macht!”
Dieser Satz fasst Giel Bielens Konzept perfekt zusammen. Klagen von Fernsehzuschauern gegen die unwissenschaftliche Art der Experimente gegen den Sender gehören da genauso dazu, wie Bielens recht scheinheilige Erklärung seiner Taten. Es ginge ihm darum, Extremsituationen mit realistischem Alltagsbezug herzustellen.
Für mich ist diese Sendung eine Extremvariante von “Jackass” - meinetwegen eine logische Steigerung, schließlich muss dem abgebrühten Fernsehzuschauer heutzutage auch etwas geboten werden. Unbedingt ansehen würde ich mir die Show trotzdem nicht.
Pro7 feuert derzeit ja ein Highlight nach dem anderen ab. Unglaublich, wie viele Serien und Soaps in der letzten Zeit ihren Einstand feierten. Wie die neue Staffel von „24“, die neue Mysterieserie „Moonlight“, oder Gülcan und Collien ziehen aufs Land. Man sollte die Finale-Highlights nicht vergessen, ob Topmodell, oder Rabs Autoball-WM. Da kann man ganz offen fragen: Wird das ein Heißer Sommer?
Jetzt hat Stefan Raabs „Oberpraktikant“ Elton seine große Chance, und das überrascht mich nicht. Schliesslich lief das Konzept in den letzten Jahren recht erfolgreich (bis zu 20 % Quote im letzten Jahr). Raab macht Sommerferien und Elton muß die Stellung halten. So ist das mit den Praktikanten.
Aber Elton beweist ja schon lange, das er belastbar, teamfähig, und lernwillig ist. Fernsehen ohne Praktikanten??? Undenkbar!!!
Mit an seiner Seite: Simon Gosejohann (”Comedy Street”), der ja einschlägig bekannt ist für seine trashigen Werke, zum Beispiel „Captain Cosmotic“, ein Feuerwerk an Blödsinn in bester Tradition eines Peter Jackson in seiner Frühzeit (Legendär: „Bad Taste“). Den Film hat er übrigens mit seinem Bruder Thilo gedreht, mit dem er auch die „Comedy Street“ macht, momentan produzieren die Brüder die fünfte Staffel, die dann im Herbst auf Pro7 gesendet werden.
Ich mag Simon. Er ist ein frisches, unverbrauchtes Talent, in dem noch so mancher Blödsinn steckt.
Wenn also der Oberpraktikant Elton auf den Oberblödianten Simon stößt muss irgendwas trashiges herauskommen. Hoffen wir, dass das alles nicht nur eine Wiederholung von alten Gags in neuem Gewande ist.
Gülcan Kamps und Collien Fernandez werden es am kommenden Dienstag auf Pro7 so richtig krachen lassen, wenn sie beim ersten Sonnenschein, Kühe Melken, Ställe ausmisten, Kälber gebären, und dann zur Belohnung am Chiemsee Ihre 17,50 Euro Wochenlohn bei Mc Donald`s auf den Kopf hauen.
17,50 € die Woche? Das sei der Lohn vom Bauern, haben Gülcan und Collien verkündet, und wichen der Frage aus, wie viel Gage sie vom Sender denn bekommen haben.
Sicherlich waren das keine Zwei Euro Fuffzig pro Tag. weiterlesen »
Vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass Pro7 für die mittlerweile siebte Staffel der Castingshow Popstars eine neue Jury zusammengestellt hat. Mit dabei sind (mal wieder) Detlef D! Soost, das Popsternchen Loona und, jetzt kommts, SIDO! Als ich das hörte, bin ich vor Lachen fast vom Stuhl gekippt. Ein weiteres Beispiel dafür wie leicht die Medien mit Image und Manipulation spielen können.
SIDO (Abkürzung für SuperIntelligentes DrogenOpfer
) ist durch seine Maske und ein Jugendschutzskandälchen nach dem anderen bekannt geworden. Seine Texte sind diskriminierend, drogen- und gewaltverherrlichend. Und tausende von kleinen Kiddies hören diese Musik und wollen auch so sein. Mein aktuelles Lieblingsbild: Viertklässler vor einer Grundschule rappen SIDO oder Bushido… Zum wegwerfen komisch! Oder habt ihr schon mal Ältere gesehen, die seine Musik oder ähnliche gut finden? Es ist nur eine präpubertäre Trotzphase! Und Leute wie SIDO bedienen bewusst diese Klischees um die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben und durch einen Skandal nach dem anderen in die Presse zu kommen. Ein einziger riesengroßer PR-Gag, eine Lachnummer. weiterlesen »
Dreizehn endlos lange Wochen sollte es dauern, bis Jennifer Hof zur Gewinnerin von Germanys Next Topmodel erklärt wurde. Kurz vor 23 Uhr am gestrigen Abend war es dann soweit, ihr Gesicht erschien auf dem Cover der deutschen Ausgabe der Cosmopolitan, was die junge Frau zunächst überhaupt nicht realisieren konnte.
Bei den Kennern des Formates war die 17jährige Jennifer Hof schon lange die Favoritin, nicht nur wegen ihrer Beinlänge, die wohl bei gigantischen 113 cm liegen soll und damit um einen Zentimeter länger ist als jene von Nadja Auermann, sondern auch wegen ihrer beeindruckenden Wandlungsfähigkeit. Die Jüngste unter den Finalisten ließ sich selten aus der Ruhe und selbst als sie ihre Haarlänge opferte, schien dies mehr ihren Ruhm zu mehren als ihm zu schaden.
Jennifer stammt aus Rodgau Jügesheim, einen kleinen Stadt in Hessen mit rund 43.000 Einwohnern. Noch während der Produktion von Germanys Next Topmodel konnte sie die 10. Klasse mit der mittleren Reife abschließen, womit ihr jetzt wirklich zunächst für ein Jahr alle Türen offen stehen. Das Auto, wofür sie als 17jährige zunächst wohl keine Verwendung findet, ist eher ein netter Nebenaspekt gewesen. Vielmehr sind der Vertrag mit C&A, ein eigenes Parfüm sowie die Titelgeschichte auf der deutschen Cosmopolitan der Lohn für wochenlange Zickerei, Demut und Anstrengung.
Da sie jetzt unter den Fittichen von Heidi Klum agiert, darf man gespannt sein, wie es mit ihr weitergeht.