Nicht nur mit der Wiederbelebung des alten Fussball-Programms will sich Sat1 wieder in die Liste der Hauptspieler im deutschen Privatfernsehen manövrieren, auch von der Mitfahrt auf der Doku-Soap-Schiene verspricht sich der Sender Erfolg.
Es ist ein Kreuz mit den Doku-Soaps. Auf jedem Sender sprießen die ach so sehr aus dem Leben gegriffenen Shows aus dem Boden. Immer wenn man denkt, es gäbe keine Berufsgruppe, kein Hobby, kein Restaurant oder kein zwischenmenschliches Problem mehr, das mit der Kamera begleitet werden kann, überraschen RTL, VOX, Pro7 und Konsorten mit neuen Titeln. Sat1 schlägt in die gleiche Kerbe mit zwei neuen Formaten, die interessanterweise mal nichts mit Essen zu tun haben.
Oliver Lück ist “Der Jugend-Coach” (so jedenfalls der Arbeitstitel), der sich mit gewalttätigen, aggressiven und schwierigen Jugendlichen auseinandersetzt. In diesem Job kennt er sich aus, denn vor fünf Jahren hat er das Anti-Gewalt-Zentrum Berlin-Brandenburg gegründet, das sich einer Erfolgsquote von 63 Prozent rühmen darf. Ob er seine Fähigkeiten auch medientauglich im Fernsehen präsentieren kann, erfahren wir in dieser TV-Saison.
Kaum ist die aktuelle Single des neuesten Talent-Clons aus der Sternchen-Schmiede von RTL aus den Läden verschwunden, schon beginnt sich das Casting-Karussell von neuem zu drehen. Die sechste Staffel wartet nicht nur mit einer runderneuerten Jury auf, auch der Modus hat sich ein wenig verändert.
Nachdem sich Sido schon während der letzten Staffel vom Konkurrenzprodukt Popstars enttäuscht über die berechnende Haltung der Kandidatinnen geäußert hat und wohl in der nächsten Version fehlen wird, ist es kaum verwunderlich, dass es auch in der DSDS-Jury mal wieder personelle Veränderungen gibt.
Neujuror Max von Thun hat selbige bereits nach kurzer Zeit verlassen. Der Grund dafür waren wohl persönliche “Differenzen” mit Altmeister Dieter Bohlen, wie an anderer Stelle zu lesen ist.
Aktuell besteht die Jury natürlich aus Dauermitglied und “Gitarrenakkord-Zauberer” Dieter Bohlen, Musikmanager Volker Neumüller und MTV-Moderatorin Nina Eichinger, die sicherlich von ihrem berühmten Vater Bernd Eichinger ein gutes Gefühl für das Casting von “Medienmaterial” geerbt hat.
Für das Duo Harald Schmidt und Oliver Pocher kommt im Frühjahr nach knappen eineinhalb Jahren das schnelle Aus. Manchen kommt es nicht schnell genug, denn das Team war nicht unumstritten.
Man hatte schon seit einiger Zeit den Eindruck, dass Harald Schmidt mit Oliver Pocher von der ARD ein Adjutant zur Seite gestellt wurde, der in erster Linie nicht Schmidts eher intellektuellen Humor konterkarieren, sondern vor allem mit zotigen Brachialnummern einfach eine im schwinden begriffene Show für ein anderes Zielpublikum öffnen sollte.
Dieser Plan schien auch aufzugehen, verzeichnete doch die Late-Night-Show “Schmitdt & Pocher” deutlich höhere Einschaltquoten als es der Vorgänger vermochte, doch so richtig schien das Gespann nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Schmidt wirkte manchmal etwas lustlos und wenn die Scherze Pochers nicht vorab produziert waren, sondern vor dem Studiopublikum live ausgetragen wurden, gingen sie häufig ins Leere. Wirklich gelungene Schlagabtausche der beiden Co-Moderatoren waren leider auch selten zu verbuchen.
Im April 2008 wirkte Schmidt dann ernsthaft verärgert über Pochers Verhalten einer norwegischen Sängerin gegenüber, bezeichnete es als “uncharmant” und “uncool”, so dass der Zuschauer geneigt war zu glauben, dass die beiden jeweils alleine wohl besser waren.
Ein Jahr später, im April 2009, soll nun das gemeinsame Projekt auslaufen und die beiden Entertainer sollen wieder alleine weitermachen. Fans von Harald Schmidt können sich also darauf freuen, dass dessen bissiger Humor im nächsten Jahr, wenn die Wahl ansteht, wieder zur vollen Geltung kommt. Und die Freunde von Oliver Pocher werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, denn in anderen Showkonzepten hat er ja bereits bewiesen, dass er witzig sein kann.
Mit der mittlerweile neunten Staffel von “Big Brother” scheint es immer mehr bergab zu gehen. Immer weniger Leute scheinen sich noch für das Format zu interessieren, obwohl das Medieninteresse dieses Mal im Vergleich zu den Vorgängern sogar relativ groß war.
Gut, einige, mich eingeschlossen, können das vielleicht verstehen und uns war wohl schon immer schleierhaft warum das so viele Menschen sehen wollen, aber bitte…
Nun scheinen auch noch mehr Leute aufgewacht zu sein, oder haben schlichtweg das Interesse am Konzept verloren. Ist doch das groß angekündigte “Himmel und Hölle“-Motto nur ein lahmer Abklatsch den “Arm und Reich”-Formats.
Bereits der Staffelstart am Montag verlief nicht so gut wie RTL II sich das gedacht hatte (nur 7,4% Marktanteil). Für die erste Tageszusammenfassung am Dienstag interessierten sich dann wieder ein paar mehr Zuschauer und der Sender atmete erst einmal auf. Doch zu früh gefreut, denn bereits in den nächsten Tagen rutschten die Einschaltquoten kontinuierlich in den Keller.
Gestern schauten dann nur noch ungefähr 0,87 Millionen Menschen “Big Brother”, was einen lausigen Marktanteil von 3,4% ausmachte. Nur zum Vergleich: Die Staffel davor sahen im Durchschnitt täglich 1,2 Millionen Menschen…
Jetzt können wir uns alle bestimmt auf verzweifelte Rettungsversuche des Senders einstellen. Welcher Z-Promi wird wohl noch schnell und vor allem ganz spontan einziehen?
Wir stecken ja schon wieder mittendrin: Jahresrückblicke über Jahresrückblicke. Und während sich die großen Talk- und Showmaster des deutschen Fernsehens um Einschaltquoten bekriegen, liefert uns mal wieder “switch reloaded” die Alternative.
Morgen abend, am 9. Dezember, um 21:15 Uhr blickt das Team von switch auf ProSieben auf ihre persönlichen TV-Highlights zurück.
Durch die Sendung führen werden Günther Jauch (alias Michael Kessler), Johannes B. Kerner (Peter Nottmeier), Stefan Raab und Harald Schmidt (beide Max Giermann). Man zappt sich praktisch durch die unterschiedlichen Jahresrückblick-Formate und trifft auf einige illustre Gäste wie Heidi Klum, Elke Heidenreich, Amy Winehouse oder Verona Pooth samt Gatte. Allesamt natürlich kongenial gespielt vom Team von “switch reloaded”.
Wer also genug von Jahresrückblicken hat, aber doch irgendwie nicht ohne kann, sollte sich diesen Sendetermin morgen nicht entgehen lassen. ![]()
Lange bis zum Finale ist es bei “Popstars” nicht mehr hin, dann wird Deutschland mit einer neuen Casting-Band bombardiert. Ob sie sich etablieren kann oder es eine weitere nicht geglückte Mission in der Popstars-Geschichte sein wird, steht noch in den Sternen.
Aber momentan ist die Euphorie noch groß und heute abend wird auf ProSieben bereits der Name des dritten Mitglieds der Band “Queensberry” verkündet. Dann ist nur noch ein Platz frei, der im Finale ermittelt werden wird. Neben Leo und Vici ist also noch ein bisschen Platz.
Heute abend steht zudem noch die gesamte Sendung im Zeichen von Weihnachten. Und da wird natürlich mal wieder viel gekitscht und sich kräftig unter dem Tannenbaum geräkelt werden. Die Mädels werden heute nur Weihnachtsklassiker singen und zudem noch für den “Red Nose Day” zu wohltätigen Zwecken alle zusammen eine Single aufnehmen. “I believe in Christmas” für die Schmalzstulle heißen und dann natürlich gleich ab morgen im Handel sein.
Und die übliche Zickerei zwischen den Mädels darf natürlich auch nicht fehlen, allen voran mal wieder Diyana…
Heute abend heißt es also ab 20:15 Uhr wieder auf ProSieben “Königin der Beeren gesucht”.
Den ganzen Samstag abend wurden wir auf RTL durch eine mittelmäßige Show geschleift. Die Witze der beiden Moderatoren waren unterirdisch, die Jury hat sich mal wieder selbst in Sinnlosigkeit übertroffen und die sogenannten “Supertalente” erinnerten mehr an einen Schüler-Talent-Wettbewerb. Und am Ende kam wieder ein neuer Paul Potts heraus: Michael Hirte mit seiner Mundharmonika.
Das Publikum wurde auch gar nicht beeinflusst. Nur, dass bei ihm als einziges ein Feuerwerk abgefackelt wurde, während er Dieter Bohlen wie eine Schwiegermutter mit “Ave Maria” rührte. Das gab es bei den anderen Kandidaten nicht. Und immer wieder wurde betont, wie sehr er es verdient hat, dass er ja nichts hat und dass ihn das Schicksal so hart getroffen hat. Im Vorfeld war er auch irgendwie der einzige Name, den sogar die BILD brachte. Natürlich im Deal mit Dieter Bohlen und RTL. weiterlesen »
ProSieben hat ja mittlerweile Routine im Ausstrahlen des aktuellen Programms des Comedians Michael Mittermeier. Nach “Back to Life” und “Paranoid” heißt es nun “Safari”.
In zwei Teilen, am 2. und am 9. Dezember jeweils um 20:15 Uhr, zeigt der Münchner Sender Mittermeiers aktuelles Tourprogramm. Hier bei dreht es sich wohl in erster Linie um eine seiner Leidenschaften, das Reisen. Doch dieses Thema dient nur als Rahmen, denn im Wesentlichen konzentriert er sich irgendwie mal wieder auf aktuelle Themen der Gesellschaft.
Er spricht in seinem gewohnten Stil über Kindererziehung (Achtung Supernanny!
), über die Klimakatastrophe und natürlich dürfen beim Thema Reisen auch diverse Länderklischees nicht fehlen. Interessant ist es zu beobachten, dass er sich nun auch immer häufiger als Kabarettist bezeichnet und auch über politische Themen schwadroniert. Am Dienstag war er sogar in “Neues aus der Anstalt“, wo er leider fehl am Platze wirkte, da er halt wie in seinem restlichen Programm auch eher auf Oberflächlichkeiten als auf Inhalte eingeht.
Nichtsdestotrotz oder wahrscheinlich gerade deshalb gehört Michael Mittermeier zu den erfolgreichsten Komikern Deutschlands. Seit über 20 Jahren steht er auf der Bühne. Er war einer der ersten die das amerikanische Prinzip der Stand-Up-Comedy in Deutschland anwendeten. Richtig erfolgreich wurde er dann langsam ab dem Jahr 1999 mit seinem Programm “Zapped!“. Seine TV-Ausstrahlungen erreichen stets ein Millionenpublikum und 2005 spielte er sogar auf dem Berliner Konzert von “Live 8″.
Ab nächsten Dienstag heißt es also auf ProSieben “Safari”.
Ob der Brandenburger „You raise me up” von Westlife oder Bachs „Ave Maria” auf der Mundharmonika spielt, die Fans sind auf seiner Seite. Das Ergebnis von Castingshows im deutschen Fernsehen waren bisher eher hitzige Debatten, und weniger Talente, ausgenommen die Shows, in denen Stefan Raab nach neuen Wunderkindern sucht. Es scheint als hätte „Das Supertalent“ hier tatsächlich etwas neues zu bieten.
Der sonst so fiese Dieter Bohlen fordert entgegen seinen ausufernden Beleidigungen gegenüber jungen Talenten die Zuschauer diesmal auf, Michael Hirte ins Finale am 29. November zu wählen, zu sehen um 20.15 Uhr live bei RTL. Gesagt, getan, zusammen mit der 14-jährigen singenden Vanessa Krasniqi, dem 40-jährigen jonglierenden Kelvin Kalvus und dem 12-jährigen geigenden Lucas Wecker und anderen steht er jetzt im Finale der Show und hat die große Chance, 100.000 Euro zu kassieren.
Zum 60. Mal wird der bedeutendste Medienpreis Deutschlands verliehen. Dieses Jahr richtet die Stadt Offenburg die festliche Verleihung des Rehkitzes aus.
Vor etwa 1.000 Gästen in der Oberrheinhalle wird Harald Schmidt am 27.11. die Verleihung der begehrten Statuette moderieren. Bereits zum dritten Mal übernimmt der Entertainer diese Aufgabe zu der sich wieder viele Prominente einfinden werden, entweder, um der Feier beizuwohnen oder um den goldigen Preis entgegenzunehmen.
Einige der Preisträger stehen dabei bereits jetzt schon fest. Die offizielle Internet-Seite zeigt sie in einer Fotostrecke: Meg Ryan, Christine Neubauer, Keanu Reeves, Leona Lewis, Tommy Hilfiger, Cornelia Funke, Placido Domingo, Frank Plasberg und Matthias Steiner werden das goldene Reh mit nach Hause nehmen können.
Die illustre Gesellschaft der Preisträger begann 1948 mit Marika Rökk und Jean Marais, Heinz Rühmann hält bisher ungeschlagen den Rekord mit zwölf verliehenen Bambis. Mittlerweile wird der Preis von der Hubert Burda Media, die ihren Stammsitz in Offenburg hat, vergeben. Ein Charity-Event, Tribute to Bambi, sammelt im Vorfeld der Verleihung für benachteiligte Kinder in Deuschtland.
Nach Marcel Reich-Ranitzkys Eklat beim Fernsehpreis dürfte die Bambi-Verleihung interessant werden: Wiederholt sich die Schelte für die Medienlandschaft oder erleben wir eine straff durchorganisierte Feier ohne Ausrutscher? Die Show wird jedenfalls am Freitag den 27ten November live in der ARD ab 20.15Uhr übertragen und man darf sich jetzt schon auf einen spannenden Abend freuen.