Kein Tag vergeht mittlerweile mehr ohne eine neue Schlagzeile rund um die DSDS-Blondine Annemarie Eilfeld. Das liegt vor allem daran, dass die Bild-Zeitung frühzeitig das enorme Boulevard-Potential der 18-jährigen Dessauerin erkannte. Kurz vor dem Halbfinale am 2. Mai setzt „das blonde Gift“, wie DSDS-Moderator Marco Schreyl sie getauft hat, auf ein besonders öffentlichkeitswirksames Gerücht, und das betrifft ihr Verhältnis zu Comedian Oliver Pocher.
Angefangen hatte alles mit dem freiwilligen Ausstieg von Vanessa Civiello kurz vor der ersten Mottoshow. Annemarie Eilfeld habe ihre Choreografie kopiert, und auch sonst seien hinter den Kulissen reichlich Intrigen zu spüren. Zuvor zeichnete sich die einzige Blondine unter den verbliebenen Kandidaten vor allem durch eben dies aus – dass sie die einzige Blondine ist. Jetzt aber begann der Krieg mit den anderen Kandidaten.
Unter der Marke “Galileo” bietet Pro7 regelmäßig ebenso Bemerkenswertes wie Absurdes zum Staunen und fassungslosen Kopfschütteln. Mithilfe eines eigens designten virtuellen Studios präsentiert Moderator Aiman Abdallah am 1. Mai um 20.15 Uhr nun ein weiteres Format: „Galileo Big Pictures“ zeigt eine Auswahl von 50 ungewöhnlichen Fotos und erforscht ihre Hintergründe.
Gedankenleser, UFOs oder der DaVinci-Code – für „Galileo Mystery“ ist kein pseudowissenschaftlicher Nonsens zu abstrus, um nicht für eine Stunde Sendezeit gut zu sein. Der erfolgreiche Ableger des wochentäglichen Wissensmagazins „Galileo“ erfreut sich weiterhin ausreichender Beliebtheit und dient auch in der x-ten Wiederholung immer noch als Programmergänzung zu themenverwandten Spielfilmen oder Shows. Grund genug, ein weiteres Experiment unter der gleichen Marke zu starten.
Die globale Krise hat auch die heimische Telenovela eingeholt. Statt Adelshäuser und schicke Gestüte zeigt die neue ARD-Vorabendserie vier Arbeiterinnen und ihren Kampf um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes. Ab dem 20. April läuft die auf 200 Folgen angelegte Produktion jeweils Montags bis Freitags um 18.50 Uhr.
Eine Schweißerin als Serienheldin? Ungewohnt, aber vielleicht gerade deshalb zeitgemäß. Dabei hatte die ARD ihre neue Vorabendserie schon eine Weile vor dem weltweiten Bankencrash in Arbeit. Auch sonst hält sich der Realismus selbstverständlich in Grenzen, denn „Eine für alle“ ist immer noch leichte Unterhaltung.
Am 29. Mai wird Deutschland wieder um ein sportliches Megaevent reicher. Nach der Wok-WM dem TV-Total-Turmspringen und seiner Stockcar-Challenge wagt sich Stefan Raab nun aufs Eis und mit ihm acht Fußballmannschaften.
Es klingt schon an sich verrückt: Fußball auf einem Eishockeyfeld. Wer sich schon einmal nicht nur sprichwörtlich aufs Glatteis gewagt hat, der weiß, dass es schon ein Ding der Unmöglichkeit ist, sich auf Eis ohne Schlittschuhe schnell fortzubewegen, geschweige denn Fußball zu spielen.
Wenn man jetzt noch seine Winterstiefel mit ohnehin schon rutschigen Bowlingschuhen tauscht, dann klingt Stefans Raabs neueste Idee nicht nur nach einer heillosen Rutschpartie, die jegliches spielerisches Talent im Keim erstickt, sondern nach blauen Flecken, gezerrten Bändern und mehr als nur einem geprellten Steißbein aber gewiss auch nach einer Menge Spaß. weiterlesen »
Was mit einem recht anschaulichen Ausmaß an Vorberichterstattung eingeläutet worden war, erwies sich vergangenen Samstag als mittelprächtiger Reinfall. Die Premieren der beiden US-Serien „Gossip Girl“ und „90210“ blieben quotentechnisch hinter den Erwartungen zurück.
Nicht zum ersten Mal liegen die Münchener mit der Platzierung teuer eingekaufter US-Erfolgsformate daneben. Noch vor Kurzem war „Terminator SCC“ wegen schlechter Zuschauerzahlen ins Nachtprogramm verbannt worden, und selbst „Desperate Housewives“ und „Lost“ kämpften zwischenzeitlich immer wieder um die Quote. Pro7 steht da nicht alleine. Partnersender SAT1 etwa hat trotz schnell gemachter Ankündigung bis heute keinen passenden Sendeplatz gefunden, um den schnell wieder abgesetzten mehrfachen Golden-Globe-Preisträger „Ugly Betty“ erneut ins Programm zu holen.
Sonntag morgen, 1.27 Uhr: Raab kann es selbst kaum fassen, aber er hat auch diese Show wieder gewonnen. Der Mann, der sonst nach jedem Sieg unmittelbar jubilierend aufspringt, lässt es ungewohnt ruhig angehen. Selten aber hat ihn auch ein Zweikampf so geschlaucht. Der 32-jährige Markus Okuesa („Oku“), Lehrer aus Homburg, hat es dem erneut ungeschlagenen Champion nicht leicht gemacht. Am Ende jedoch unterlag er und scheiterte an fehlendem TV-Fachwissen.
Wer hätte gedacht, dass einen die völlige Ignoranz des RTL-Dschungelcamps 2,5 Millionen Euro kosten könnte? In einem gegenseitigen Schlagabtausch mussten Raab und sein Herausforderer innerhalb von je 30 Sekunden einen Teilnehmer der bisherigen Staffeln nennen. Für Raab ein Heimspiel, gehört doch die Erfolgsshow des Kölner Konkurrenzsenders jedes Jahr erneut zum thematischen Rahmenprogramm des Einstiegsmonologs von „TV Total“. Doch für den Lehrer, der nach eigenem Bekunden keine einzige Folge der Show gesehen hat, waren damit alle Chancen verspielt.
Irgendwann war der Paradiesvogelbonus ausgereizt. Zu wenig Anrufe, und Benny Kieckhäben war raus. Zum ersten Mal nach vorne kommen musste trotz solider Leistung Sarah Kreuz. Dominik Büchele hat weiterhin genügend junge Mädchenherzen hinter sich – und das, obwohl inzwischen bekannt wurde, dass er bereits vergeben ist.
Im Zentrum standen vor allem die Streitigkeiten um Annemarie Eilfeld, deren Polarisierungsstrategie weiterhin gut funktioniert. Mit Statements der anderen Kandidaten zu ihrer Person und den einmontierten Antworten ihrerseits in allen Einspielern brachte sie es auf die meiste Nettosendezeit. Für Chefjuror Dieter Bohlen klang ihre Version von „Purple Rain“ zwar nach „Oma Kasupke“, und für „Bailando“ verpasste er ihr den „Bitch“-Stempel, die Fans interessierte das jedoch wenig.
Das Zielpublikum dieser US-Teenagerserie wird den legendären Vorgänger allerhöchstens einmal in einer Wiederholung gesehen haben. Ganze 10 Staffeln lang verfolgte „Beverly Hills 90210“ Lieben und Leiden einer finanziell gut abgesicherten Freundesclique an der West Beverly Hills High School. Pro7 zeigt die vergangenes Jahr ins Leben gerufene Wiederbelebung der erfolgreichen Serie jeweils Samstags um 17.05 Uhr.
„Beverly Hills 90210“ ist in vielerlei Hinsicht ein Phänomen. Denn um die äußerst langlebigen Ursprungsserie herum entwickelte sich rasch ein ganzes Franchise. Erster Ableger war 1992 das nicht minder erfolgreiche Spin-Off „Melrose Place“ (mit „Desperate Housewives“-Darstellerin Marcia Cross), danach folgte 1995 mit mäßigem Erfolg „Models Inc.“ und schließlich im vergangenen Jahr eine Neuauflage der Ursprungsserie mit gleichem Konzept, aber neuen Protagonisten.
Eine Handvoll gut situierter Teenager von New Yorks Upper East Side stellt das Personal der erfolgreichen US-Serie „Gossip Girl“. Gestartet im Oktober 2007 und mittlerweile in der zweiten Staffel unterwegs, zeigt Pro7 die brodelnde Gerüchteküche ab dem 18. April jeweils Samstags um 16.10 Uhr.
Manhattans zukünftige Elite macht sich das Leben gegenseitig nicht gerade leicht. An der „Constance Billard School“ herrscht gleich in der ersten Folge kein gutes Klima. Eine ungesunde Affäre mit Nate, dem langjährigen Freund ihrer besten Freundin Blair, hatte Serena für eine Weile ins selbstverordnete Exil gehen lassen. Jetzt kehrt sie unerwartet zurück und die Zeichen stehen auf Sturm. Alte Leidenschaften flammen wieder auf, neue Rivalitäten lassen nicht lange auf sich warten. Und für „Gossip Girl“, die mysteriöse und vielgelesene Bloggerin (im Original gesprochen von „Veronica Mars“-Darstellerin Kristen Bell), die so ziemlich alle Details über jeden zu wissen scheint, gibt es eben nichts besseres als einen echten Zickenkrieg.
Wer ernsthaft daran zweifelt, dass es zur Zeit nur zwei Sendeformate im deutschen Fernsehen gibt, die so gut funktionieren, dass man sie auch mit vorgehaltener Waffe nicht aus dem Programm vertreiben könnte, hat sich vermutlich die letzten Jahre eine echte TV-Abstinenz verordnet. Wo gerade nicht gecastet wird, da wird garantiert gekocht – und eben umgekehrt. Beim Kölner Sender VOX gibt es nun demnächst gar das beste beider Welten im Verbund.
Unter dem arg uninspirierten Titel „Kochchampion“ (nicht zu verwechseln mit der „Kocharena“) treten ab dem 4. Mai an fünf Tagen jeweils um 18.30 Uhr insgesamt 120 Amateurköche gegeneinander an. Zu gewinnen gibt es am Ende vergleichsweise magere 10.00 Euro und ein 14tägiges Kochtraining im Münchener Edelrestaurant „Tantris“ – eine Ausgangslage, über die ein Raab- und Jauch-erprobtes Publikum im Grunde nur müde lächeln kann.