Seit gestern läuft in der ARD jeden Montag zur Prime-Time die neue Serie „Geld.Macht.Liebe“. Nach der recht erfolgreichen Ausstrahlung des Pilotfilms, dem zunächst 19 Episoden folgen sollen, bleibt natürlich abzuwarten, ob das Publikum der neuen Weekly Soap treu bleiben wird.
Wer die erste Sendung verpasst hat, kann sich diese noch die nächsten Tage in der ARD-Mediathek anschauen, genau wie die kommenden Sendungen, die jeweils eine Woche auf der ARD-Homepage zur Verfügung stehen werden für alle, die mal eine Folge verpassen.
Das neue Format dreht sich um die Banker-Familie von Rheinberg, die auf einem herrschaftlichen Landsitz bei Frankfurt wohnt. Während Familienoberhaupt Markus die Zügel eisern und skrupellos in Händen hält, bahnen sich schon die ersten Intrigen an, bei denen weiterlesen »
Während Hauptdarsteller Jonathan Rhys Meyers alles dafür tut, sein Image als trinkfester irischer Badboy mit passendem Fehlverhalten aufrecht zu erhalten und deshalb jüngst am Pariser Flughafen Charles de Gaulle eine Schlägerei mit dem Servicepersonal anzettelte, belegt die mittlerweile in den USA angelaufene dritte Staffel der erfolgreichen Historienserie „The Tudors“, dass es für alle Beteiligten besser ist, wenn er überschüssige Energie lieber in seine Arbeit einfließen lässt. Ein Blick auf die ersten Episoden nach dem überaus erfolgreichen Staffelfinale, das mit der Hinrichtung von Heinrichs Ehefrau endete, lässt hoffen, dass Pro7 sich möglichst bald zu einer Ausstrahlung entscheidet.

Das letzte, was „Die Tudors“ bietet, ist bekanntlich Faktentreue. Wer also bei der Deutschlandpremiere Ende Dezember 2008 ernsthaft eine Geschichtssunde erwartete, konnte getrost auf die teuer produzierte Serie verzichten. In erster Linie ging es Autor Michael Hirst um eine spannende und skandalreiche Soap Opera vor realem historischem Hintergrund. Der Erfolg sprach für sich, und mit dem US-Debüt im April 2007 fuhr der produzierende Sender Showtime eines seiner besten Quotenergebnisse überhaupt ein. Mit einer vierten Staffel soll die Serie 2010 ein würdiges Finale erhalten.
Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender von Publikumsverjüngung sprechen, heißt das meistens, mehr schlecht als recht bei den Privaten abzukupfern. Da dort immer noch die unterschiedlichsten Casting-Formate regieren, versucht sich das ZDF nach dem „Musical Show Star“ und dem “Grand Prix der Chöre” derzeit an einer weiteren eigenen Talentsuche: Unter dem bemüht saloppen Titel „Ich kann Kanzler!“ sollen sich die Regierungschefs von morgen beweisen. Juroren sind unter anderem Günther Jauch und Anke Engelke.
Schon seit Februar sucht das ZDF nach Kandidaten für eine Live-Show, in der ein Bewerber auf das Amt des Bundeskanzlers gewählt wird – theoretisch jedenfalls. Praktisch ist auch dies nur ein Castingformat wie alle anderen. Zu gewinnen gibt es ein Kanzlergehalt und ein Praktikum im Bundestag. Dass die Suche bisher praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat, obwohl eine ganze Menge Material bereits aufgezeichnet wurde, hat damit zu tun, dass sich die Ausstrahlung ausschließlich auf das Internet beschränkte.
Am 17. Juni beginnen in der alten Kongresshalle München die Castings für die mittlerweile achte Popstars-Staffel. In 16 Folgen wird diesmal ein Duo gesucht. In der Jury sitzt erwartungsgemäß wieder Pro7-Drill-Instructor Detlef D! Soost. Unterstützung bekommt er von Erfolgsproduzent Alex Christensen und Songwriterin Michelle Leonard.

Dass bei Casting-Shows in erster Linie der Weg das Ziel ist, belegen die katastrophalen Halbwertzeiten nahezu aller „Popstars“-Gewinner. Als das Format 2000 auf RTL2 startete, war der Erfolg tatsächlich riesengroß. Die No Angels mauserten sich zum europaweiten Phänomen und hielten sich ganze drei Jahre. Ein Comebackversuch scheiterte 2007 zwar auf ganzer Linie, konnte aber immer noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als echte Eintagsfliegen wie Overground, Preluders, Nu Pagadi oder Room 2012.
Im Einkaufen und Abkupfern britischer, holländischer oder amerikanischer Erfolgsformate sind hiesige TV-Sender bekanntlich ganz groß. Die derzeit erfolgreichsten Shows der Privaten - DSDS, Germany´s Next Topmodel, Ich bin ein Star - holt mich hier raus, Das Supertalent – beruhen allesamt auf Lizenzen aus dem Ausland. Jetzt wagen sich Pro7 und Sat1 parallel an eingedeutschte Versionen eines US-Quotenrenners: Promis suchen den Partner fürs Leben. Für den Münchener Sender geht Produzententochter Giulia Siegel ins Rennen.

Mit einer besonders wilden Version der amerikanischen Datingshow „The Bachelor“ hatte das Produzententrio Chris Abrego, Mark Cronin und Ben Samek im Januar 2006 im Grunde eine Gelddruckmaschine erfunden. „Flavor of love“, das erfolgreichste Programm, das der US-Sender VH1 bis dato ausgestrahlt hatte, zeigte den Public-Enemy-Frontmann Flavor Flav drei Staffeln bei der äußerst abstrusen Suche nach seiner Herzdame. Am Ende heiratete er dann zwar doch die Mutter seines jüngsten Kindes, aber das änderte am Erfolg der zahlreichen, in der Zwischenzeit entstandenen Spin-Offs rein gar nichts.
Eine Kooperation zwischen Pro7-Alleskönner Stefan Raab und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht geben. Die ARD hatte Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, um beim nächsten Eurovision Song Contest besser dazustehen als in den vergangenen Jahren. Doch Raab, der zuvor bereits dreimal erfolgreich am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nun, dass die Sache für ihn nicht in Frage käme.

Als ob das Armutszeugnis für den NDR nicht schon groß genug gewesen wäre: Mit einer gewissen Großspurigkeit hatte man dem gebührenzahlenden Zuschauer im vergangenen Jahr einfach mal die Bewertungskompetenz für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest abgesprochen und lieber selber entschieden. Das Ergebnis: Ein wenig rühmliche Platz 20 für „Miss Kiss Kiss Bang“ von Erfolgsproduzent Alex Christensen.
Gerade zum Münchener Sender SAT1 gewechselt, erhält Comedian Oliver Pocher auch schon seine erste neue TV-Aufgabe. Neben dem für den Herbst geplanten Late-Night-Format übernimmt der Ex-Partner von Harald Schmidt laut Medienberichten im Sommer eine Casting-Show. Gesucht wird eine Fussballmannschaft, die im Anschluss gegen den FC Bayern München antreten soll.
Angefangen hatte alles bereits im Dezember 2008. Bei der ZDF-Gala „Ein Herz für Kinder“ hatte die Fitnesskette McFit für eine Million Euro ein Freundschaftsspiel gegen die Kicker des damaligen Trainers Jürgen Klinsmann ersteigert. Pocher selber hatte in der letzten gemeinsamen Sendung mit Harald Schmidt von seiner Idee einer Fussball-Castingshow erzählt. Was wie ein Scherz klang, soll tatsächlich eigentlicher Anlass für seine Verhandlungen mit SAT1 gewesen sein. Mittlerweile wurde ein konkretes Projekt daraus.
Wer die leise Hoffnung hatte, die tägliche Dauerbefeuerung mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen seitens der blonden Ex-DSDS-Kandidatin sei mit ihrem Ausscheiden aus der Show erledigt, hat sich getäuscht. In einem Radio-Interview machte sie RTL nun eine ganze Reihe Vorwürfe und beschimpfte Chefjuror Dieter Bohlen ganz nebenbei als „Arschloch“.
Hatte sie seit ihrem Ausscheiden aus dem Halbfinale der erfolgreichen Casting-Show bisher vor allem damit aufgetrumpft, jede Menge Schauspiel- und Auftrittsangebote bekommen zu haben (u.a. ein vierwöchiges Gastspiel bei GZSZ), hat sich Annemarie Eilfeld jetzt dazu hinreißen lassen, heftig über RTL und das DSDS-Team vom Leder zu ziehen.
Ab 8. Juni fügt RTL der ungebrochenen Casting-Mania ein weiteres Format hinzu. 12 Nachwuchsschauspielerinnen kämpfen um eine Rolle im zweiten Teil der erfolgreichen „Twilight“-Saga nach den Romanen von Stephenie Meyer („Bis(s) zum Morgengrauen“). Mentor und Juror der bereits seit März in Los Angeles aufgezeichneten Show ist Schauspieler, Produzent und Regisseur Til Schweiger.
Wenig Begeisterung rief im vergangenen Jahr Michael Herbigs zum Mehrteiler ausgedehnte Darstellerauswahl „Bully sucht die starken Männer“ hervor. Schnell sanken die Quoten, und die Idee war ausgereizt, bevor sie überhaupt in die Gänge kam. Anders soll es nun für Til Schweigers RTL-Abstecher ins Casting-Geschäft aussehen.
Pünktlich zum Kino-Relaunch der erfolgreichsten SciFi-Serie, die jemals über den Bildschirm geflimmert ist, liefert Kabel 1 eine geballte Ladung Enterprise & Co. Vom 1. bis zum 24. Mai können sich alle Trekkies und solche, die es noch werden wollen, nach allen Regeln der Kunst von Romulanern, Klingonen und anderen außerirdischen Lebensformen ausführlich berauschen lassen. Highlight ist eine eigens produzierte Show am 6. Mai.
Wer hätte gedacht, dass die 1964 von Gene Roddenberry erdachte Weltraum-Soap um Captain Kirk, Mr. Spock und die anderen Besatzungsmitglieder des Raumgleiters „Enterprise“ sich rasch zu einem milliardenschweren Franchise-Phänomen entwickeln würde? Am Anfang standen die Zeichen nämlich eher auf baldigen Untergang. Drei Staffeln mit insgesamt 79 Episoden erzielten zunächst lediglich einen durchschnittlichen Achtungserfolg und wurden wegen zu geringen Zuschauerinteresses schließlich wieder abgesetzt.