Sonntag morgen, 1.27 Uhr: Raab kann es selbst kaum fassen, aber er hat auch diese Show wieder gewonnen. Der Mann, der sonst nach jedem Sieg unmittelbar jubilierend aufspringt, lässt es ungewohnt ruhig angehen. Selten aber hat ihn auch ein Zweikampf so geschlaucht. Der 32-jährige Markus Okuesa („Oku“), Lehrer aus Homburg, hat es dem erneut ungeschlagenen Champion nicht leicht gemacht. Am Ende jedoch unterlag er und scheiterte an fehlendem TV-Fachwissen.
Wer hätte gedacht, dass einen die völlige Ignoranz des RTL-Dschungelcamps 2,5 Millionen Euro kosten könnte? In einem gegenseitigen Schlagabtausch mussten Raab und sein Herausforderer innerhalb von je 30 Sekunden einen Teilnehmer der bisherigen Staffeln nennen. Für Raab ein Heimspiel, gehört doch die Erfolgsshow des Kölner Konkurrenzsenders jedes Jahr erneut zum thematischen Rahmenprogramm des Einstiegsmonologs von „TV Total“. Doch für den Lehrer, der nach eigenem Bekunden keine einzige Folge der Show gesehen hat, waren damit alle Chancen verspielt.
Irgendwann war der Paradiesvogelbonus ausgereizt. Zu wenig Anrufe, und Benny Kieckhäben war raus. Zum ersten Mal nach vorne kommen musste trotz solider Leistung Sarah Kreuz. Dominik Büchele hat weiterhin genügend junge Mädchenherzen hinter sich – und das, obwohl inzwischen bekannt wurde, dass er bereits vergeben ist.
Im Zentrum standen vor allem die Streitigkeiten um Annemarie Eilfeld, deren Polarisierungsstrategie weiterhin gut funktioniert. Mit Statements der anderen Kandidaten zu ihrer Person und den einmontierten Antworten ihrerseits in allen Einspielern brachte sie es auf die meiste Nettosendezeit. Für Chefjuror Dieter Bohlen klang ihre Version von „Purple Rain“ zwar nach „Oma Kasupke“, und für „Bailando“ verpasste er ihr den „Bitch“-Stempel, die Fans interessierte das jedoch wenig.
Das Zielpublikum dieser US-Teenagerserie wird den legendären Vorgänger allerhöchstens einmal in einer Wiederholung gesehen haben. Ganze 10 Staffeln lang verfolgte „Beverly Hills 90210“ Lieben und Leiden einer finanziell gut abgesicherten Freundesclique an der West Beverly Hills High School. Pro7 zeigt die vergangenes Jahr ins Leben gerufene Wiederbelebung der erfolgreichen Serie jeweils Samstags um 17.05 Uhr.
„Beverly Hills 90210“ ist in vielerlei Hinsicht ein Phänomen. Denn um die äußerst langlebigen Ursprungsserie herum entwickelte sich rasch ein ganzes Franchise. Erster Ableger war 1992 das nicht minder erfolgreiche Spin-Off „Melrose Place“ (mit „Desperate Housewives“-Darstellerin Marcia Cross), danach folgte 1995 mit mäßigem Erfolg „Models Inc.“ und schließlich im vergangenen Jahr eine Neuauflage der Ursprungsserie mit gleichem Konzept, aber neuen Protagonisten.
Eine Handvoll gut situierter Teenager von New Yorks Upper East Side stellt das Personal der erfolgreichen US-Serie „Gossip Girl“. Gestartet im Oktober 2007 und mittlerweile in der zweiten Staffel unterwegs, zeigt Pro7 die brodelnde Gerüchteküche ab dem 18. April jeweils Samstags um 16.10 Uhr.
Manhattans zukünftige Elite macht sich das Leben gegenseitig nicht gerade leicht. An der „Constance Billard School“ herrscht gleich in der ersten Folge kein gutes Klima. Eine ungesunde Affäre mit Nate, dem langjährigen Freund ihrer besten Freundin Blair, hatte Serena für eine Weile ins selbstverordnete Exil gehen lassen. Jetzt kehrt sie unerwartet zurück und die Zeichen stehen auf Sturm. Alte Leidenschaften flammen wieder auf, neue Rivalitäten lassen nicht lange auf sich warten. Und für „Gossip Girl“, die mysteriöse und vielgelesene Bloggerin (im Original gesprochen von „Veronica Mars“-Darstellerin Kristen Bell), die so ziemlich alle Details über jeden zu wissen scheint, gibt es eben nichts besseres als einen echten Zickenkrieg.
Wer ernsthaft daran zweifelt, dass es zur Zeit nur zwei Sendeformate im deutschen Fernsehen gibt, die so gut funktionieren, dass man sie auch mit vorgehaltener Waffe nicht aus dem Programm vertreiben könnte, hat sich vermutlich die letzten Jahre eine echte TV-Abstinenz verordnet. Wo gerade nicht gecastet wird, da wird garantiert gekocht – und eben umgekehrt. Beim Kölner Sender VOX gibt es nun demnächst gar das beste beider Welten im Verbund.
Unter dem arg uninspirierten Titel „Kochchampion“ (nicht zu verwechseln mit der „Kocharena“) treten ab dem 4. Mai an fünf Tagen jeweils um 18.30 Uhr insgesamt 120 Amateurköche gegeneinander an. Zu gewinnen gibt es am Ende vergleichsweise magere 10.00 Euro und ein 14tägiges Kochtraining im Münchener Edelrestaurant „Tantris“ – eine Ausgangslage, über die ein Raab- und Jauch-erprobtes Publikum im Grunde nur müde lächeln kann.
Alexandra Neldel soll in der Sat1-Verfilmung des Bestellers “Die Wanderhure” die Hauptrolle spielen. Der Sender plant offenkundig die 33-jährige Schauspielerin längerfristig an sich zu binden.
Alexandra Neldel kann getrost als die deutsche Jennifer Aniston bezeichnet werden. Nicht nur, dass sie ihr verblüffend ähnlich sieht, sie wird auch mit ähnlichen Rollen besetzt und ist ebenso ein absoluter Everybodys-Darling.
Doch inzwischen hat sich der einstige Soap-Star von “Verliebt in Berlin” zu einer ernstzunehmenden Actrice gemausert. So verkörperte sie erst unlängst “Die Rebellin” in einer ZDF-Produktion. Und für die Serie “Unschuldig” heimste Neldel gleich mehrere Preise ein.
Jetzt wird mit Alexandra Neldel „Die Wanderhure“ verfilmt. Dieser Bestseller stammt aus den Federn von Iny Lorentz. Aus den Federn? Ja, denn hinter diesem Pseudonym verbirgt sich das ungemein erfolgreiche Schriftstellerehepaar Ingrid Klocke und Elmar Wohlrath.
“Die Wanderhure” ist eine Tetralogie, ein vier Bände umfassendes Werk, das von einem jungen Mädchen handelt, das sich im frühen 15. Jahrhundert unfreiwillig als Wanderhure verdingen muss. Eine Rolle also, der hübschen Neldel wie auf den Leib geschneidert.
Sat1 gab noch nicht bekannt, wann die Dreharbeiten beginnen sollen. Nur, dass der Sender über einen Mehrjahresvertrag mit der Quotenprinzessin Alexandra Neldel verhandel.
Sie lispelt “a weng” und sie ist jetzt nicht unbedingt das Abziehbild von Britney Spears oder Jessica Simpson, aber sie ist klasse - Vanessa Neigert.
Wer geht mit Connie Francis zu einer DSDS-Show? Das kann nur eine, Vanessa Neigert. Fünfziger und Sechziger hatten ihr Revival schon mit Rockabilly, die deutsche Version war noch ein bisschen außen vor - bis jetzt.
“Schöner fremder Mann” sang Vanessa Neigert zwar nicht unbedingt für Dieter Bohlen, aber der hat es wohl so aufgefasst. Musste sich Vanessa doch bei der Bewertung ihrer Leistung in der Top15-Show auf den Schoss von Onkel Dieter setzen. Der war ihr aber wohlgesonnen und auch der Rest, der Jury. Volker Neumüller war ja einfach nur so froh, dass sie dabei ist.
Mit einem Schlager zu einer Top15-Show, das ist auch nicht alle Tage vorgekommen - ich fand es super und eigentlich bin ich kein Schlagerfan.
Dabei wollte Onkel Dieter sie erst nicht weiterhören, weil sie lispelt und kein Englisch kann. Dann schmetterte sie “Sag mir quando, sag mir wann” und da war es um ihn geschehen. Bei Marianne Rosenberg war er anscheinend kurz vor einem Heiratsantrag.Toll!!!
Der Auftritt bei der Top15 hatte etwas von Connie Francis, aber ich musste irgendwie dauernd an Trude Herr, die nach einem Mann schrie, denken. Nicht negativ verstehen, das liegt an der Mimik.
Aber cool, diese Staffel hat wenigstens mal Witz. Nicht immer dieser Einheitsbrei von hübschen Gesichtern, die zwar was können aber der Star Wars Klonarmee entsprungen sein könnten und dann gab es immer noch die Merkwürdigen, die nix können aber trotzdem weiter kommen bei DSDS.
Dieses Mal gibt es originelle Typen. Erst der Herr Göpfert mit seiner Beatlemania und jetzt Vanessa Neigert mit der Steilvorlage. Zum Lachen hat sie bis jetzt jeden gebracht. Sie singt halt was sie gerne mag und das kann sie auch noch ganz gut. Die beste Sängerin der Welt ist sie nun nicht, aber das muss ja auch nicht.
Dieter Bohlen hat gesagt dieses Mal geht es um Originale - Ich denke Vanessa Neigert ist eins.
Wo man hinsieht, werden neue Krimi-Serien ins Leben gerufen. Der neueste Hit in dieser Reihe ist die mit dem People’s Choice Award ausgezeichnete Serie “The Mentalist”, die Sat1 ab März in Deutschland bringt.
Ob nun die kühle Berechnung und perfekte Arbeit der Megaermittler vom CSI, die neurotischen Anwandlungen von Monk oder die lustig-verschrobene Scharlatanerie bei “Psych” - Serien, in denen die Detektive besonders außergewöhnlich agieren oder gar mit einem übersinnlichen Dreh ausgestattet sind, bleiben weiterhin stark im Kommen.
Das Aufklären von Verbrechen ist schon immer ein Lieblingsthema von sowohl Fernsehmachern als auch den Zuschauern gewesen und um dem alten Genre noch etwas Neues abzugewinnen, müssen die Detektive auch gerne mal als Vampire (in “Moonlight”, “Angel” oder “Nick Knight”) oder als Serienmörder (”Dexter”) unterwegs sein. Die neue Serie “The Mentalist” geht auf ähnlichen Pfaden wie “Psych” von übersinnlichen Fähigkeiten des Hauptcharakters aus, von denen er selbst nicht überzeugt ist und hat dabei schon eine Menge Fans angezogen.
Die morbid-komische Fernsehserie “Reaper” lief in Deutschland letztes Jahr bereits auf FOX Channel. Für den Sommer 2009 hat ProSieben die Free-TV-Serie angekündigt.
Sam Oliver ist das, was man in Amerika einen “Slacker” nennt: Er hängt den ganzen Tag nur rum. Als er 21 wird macht er allerdings eine schwerwiegende Entdeckung. Seine Eltern haben seine Seele an den Teufel verkauft, um seinen gesundheitlich angeschlagenen Vater zu retten.
Satan, kongenial verkörpert von Ray Wise, der Serienkennern noch als Mörder von Laura Palmer in der Serie “Twin Peaks” in Erinnerung sein dürfte, hat eine besondere Aufgabe für Sam. Als sogenannter Reaper muss er nun aus der Hölle ausgebüchste Seelen wieder einfangen. Mit Ghostbuster-ähnlichen Alltagsgegenständen, wie einem Handstaubsauger, schickt er von nun an böse Seelen dorthin, wo sie hingehören. Seine beiden nicht weniger anteilnahmslosen Freunde Sock und Ben sollen ihm dabei helfen.
Nicht nur mit der Wiederbelebung des alten Fussball-Programms will sich Sat1 wieder in die Liste der Hauptspieler im deutschen Privatfernsehen manövrieren, auch von der Mitfahrt auf der Doku-Soap-Schiene verspricht sich der Sender Erfolg.
Es ist ein Kreuz mit den Doku-Soaps. Auf jedem Sender sprießen die ach so sehr aus dem Leben gegriffenen Shows aus dem Boden. Immer wenn man denkt, es gäbe keine Berufsgruppe, kein Hobby, kein Restaurant oder kein zwischenmenschliches Problem mehr, das mit der Kamera begleitet werden kann, überraschen RTL, VOX, Pro7 und Konsorten mit neuen Titeln. Sat1 schlägt in die gleiche Kerbe mit zwei neuen Formaten, die interessanterweise mal nichts mit Essen zu tun haben.
Oliver Lück ist “Der Jugend-Coach” (so jedenfalls der Arbeitstitel), der sich mit gewalttätigen, aggressiven und schwierigen Jugendlichen auseinandersetzt. In diesem Job kennt er sich aus, denn vor fünf Jahren hat er das Anti-Gewalt-Zentrum Berlin-Brandenburg gegründet, das sich einer Erfolgsquote von 63 Prozent rühmen darf. Ob er seine Fähigkeiten auch medientauglich im Fernsehen präsentieren kann, erfahren wir in dieser TV-Saison.