Eine Kooperation zwischen Pro7-Alleskönner Stefan Raab und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht geben. Die ARD hatte Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, um beim nächsten Eurovision Song Contest besser dazustehen als in den vergangenen Jahren. Doch Raab, der zuvor bereits dreimal erfolgreich am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nun, dass die Sache für ihn nicht in Frage käme.

Als ob das Armutszeugnis für den NDR nicht schon groß genug gewesen wäre: Mit einer gewissen Großspurigkeit hatte man dem gebührenzahlenden Zuschauer im vergangenen Jahr einfach mal die Bewertungskompetenz für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest abgesprochen und lieber selber entschieden. Das Ergebnis: Ein wenig rühmliche Platz 20 für „Miss Kiss Kiss Bang“ von Erfolgsproduzent Alex Christensen.
Gerade zum Münchener Sender SAT1 gewechselt, erhält Comedian Oliver Pocher auch schon seine erste neue TV-Aufgabe. Neben dem für den Herbst geplanten Late-Night-Format übernimmt der Ex-Partner von Harald Schmidt laut Medienberichten im Sommer eine Casting-Show. Gesucht wird eine Fussballmannschaft, die im Anschluss gegen den FC Bayern München antreten soll.
Angefangen hatte alles bereits im Dezember 2008. Bei der ZDF-Gala „Ein Herz für Kinder“ hatte die Fitnesskette McFit für eine Million Euro ein Freundschaftsspiel gegen die Kicker des damaligen Trainers Jürgen Klinsmann ersteigert. Pocher selber hatte in der letzten gemeinsamen Sendung mit Harald Schmidt von seiner Idee einer Fussball-Castingshow erzählt. Was wie ein Scherz klang, soll tatsächlich eigentlicher Anlass für seine Verhandlungen mit SAT1 gewesen sein. Mittlerweile wurde ein konkretes Projekt daraus.
Wer die leise Hoffnung hatte, die tägliche Dauerbefeuerung mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen seitens der blonden Ex-DSDS-Kandidatin sei mit ihrem Ausscheiden aus der Show erledigt, hat sich getäuscht. In einem Radio-Interview machte sie RTL nun eine ganze Reihe Vorwürfe und beschimpfte Chefjuror Dieter Bohlen ganz nebenbei als „Arschloch“.
Hatte sie seit ihrem Ausscheiden aus dem Halbfinale der erfolgreichen Casting-Show bisher vor allem damit aufgetrumpft, jede Menge Schauspiel- und Auftrittsangebote bekommen zu haben (u.a. ein vierwöchiges Gastspiel bei GZSZ), hat sich Annemarie Eilfeld jetzt dazu hinreißen lassen, heftig über RTL und das DSDS-Team vom Leder zu ziehen.
Ab 8. Juni fügt RTL der ungebrochenen Casting-Mania ein weiteres Format hinzu. 12 Nachwuchsschauspielerinnen kämpfen um eine Rolle im zweiten Teil der erfolgreichen „Twilight“-Saga nach den Romanen von Stephenie Meyer („Bis(s) zum Morgengrauen“). Mentor und Juror der bereits seit März in Los Angeles aufgezeichneten Show ist Schauspieler, Produzent und Regisseur Til Schweiger.
Wenig Begeisterung rief im vergangenen Jahr Michael Herbigs zum Mehrteiler ausgedehnte Darstellerauswahl „Bully sucht die starken Männer“ hervor. Schnell sanken die Quoten, und die Idee war ausgereizt, bevor sie überhaupt in die Gänge kam. Anders soll es nun für Til Schweigers RTL-Abstecher ins Casting-Geschäft aussehen.
Pünktlich zum Kino-Relaunch der erfolgreichsten SciFi-Serie, die jemals über den Bildschirm geflimmert ist, liefert Kabel 1 eine geballte Ladung Enterprise & Co. Vom 1. bis zum 24. Mai können sich alle Trekkies und solche, die es noch werden wollen, nach allen Regeln der Kunst von Romulanern, Klingonen und anderen außerirdischen Lebensformen ausführlich berauschen lassen. Highlight ist eine eigens produzierte Show am 6. Mai.
Wer hätte gedacht, dass die 1964 von Gene Roddenberry erdachte Weltraum-Soap um Captain Kirk, Mr. Spock und die anderen Besatzungsmitglieder des Raumgleiters „Enterprise“ sich rasch zu einem milliardenschweren Franchise-Phänomen entwickeln würde? Am Anfang standen die Zeichen nämlich eher auf baldigen Untergang. Drei Staffeln mit insgesamt 79 Episoden erzielten zunächst lediglich einen durchschnittlichen Achtungserfolg und wurden wegen zu geringen Zuschauerinteresses schließlich wieder abgesetzt.
Kein Tag vergeht mittlerweile mehr ohne eine neue Schlagzeile rund um die DSDS-Blondine Annemarie Eilfeld. Das liegt vor allem daran, dass die Bild-Zeitung frühzeitig das enorme Boulevard-Potential der 18-jährigen Dessauerin erkannte. Kurz vor dem Halbfinale am 2. Mai setzt „das blonde Gift“, wie DSDS-Moderator Marco Schreyl sie getauft hat, auf ein besonders öffentlichkeitswirksames Gerücht, und das betrifft ihr Verhältnis zu Comedian Oliver Pocher.
Angefangen hatte alles mit dem freiwilligen Ausstieg von Vanessa Civiello kurz vor der ersten Mottoshow. Annemarie Eilfeld habe ihre Choreografie kopiert, und auch sonst seien hinter den Kulissen reichlich Intrigen zu spüren. Zuvor zeichnete sich die einzige Blondine unter den verbliebenen Kandidaten vor allem durch eben dies aus – dass sie die einzige Blondine ist. Jetzt aber begann der Krieg mit den anderen Kandidaten.
Unter der Marke “Galileo” bietet Pro7 regelmäßig ebenso Bemerkenswertes wie Absurdes zum Staunen und fassungslosen Kopfschütteln. Mithilfe eines eigens designten virtuellen Studios präsentiert Moderator Aiman Abdallah am 1. Mai um 20.15 Uhr nun ein weiteres Format: „Galileo Big Pictures“ zeigt eine Auswahl von 50 ungewöhnlichen Fotos und erforscht ihre Hintergründe.
Gedankenleser, UFOs oder der DaVinci-Code – für „Galileo Mystery“ ist kein pseudowissenschaftlicher Nonsens zu abstrus, um nicht für eine Stunde Sendezeit gut zu sein. Der erfolgreiche Ableger des wochentäglichen Wissensmagazins „Galileo“ erfreut sich weiterhin ausreichender Beliebtheit und dient auch in der x-ten Wiederholung immer noch als Programmergänzung zu themenverwandten Spielfilmen oder Shows. Grund genug, ein weiteres Experiment unter der gleichen Marke zu starten.
Die globale Krise hat auch die heimische Telenovela eingeholt. Statt Adelshäuser und schicke Gestüte zeigt die neue ARD-Vorabendserie vier Arbeiterinnen und ihren Kampf um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes. Ab dem 20. April läuft die auf 200 Folgen angelegte Produktion jeweils Montags bis Freitags um 18.50 Uhr.
Eine Schweißerin als Serienheldin? Ungewohnt, aber vielleicht gerade deshalb zeitgemäß. Dabei hatte die ARD ihre neue Vorabendserie schon eine Weile vor dem weltweiten Bankencrash in Arbeit. Auch sonst hält sich der Realismus selbstverständlich in Grenzen, denn „Eine für alle“ ist immer noch leichte Unterhaltung.
Am 29. Mai wird Deutschland wieder um ein sportliches Megaevent reicher. Nach der Wok-WM dem TV-Total-Turmspringen und seiner Stockcar-Challenge wagt sich Stefan Raab nun aufs Eis und mit ihm acht Fußballmannschaften.
Es klingt schon an sich verrückt: Fußball auf einem Eishockeyfeld. Wer sich schon einmal nicht nur sprichwörtlich aufs Glatteis gewagt hat, der weiß, dass es schon ein Ding der Unmöglichkeit ist, sich auf Eis ohne Schlittschuhe schnell fortzubewegen, geschweige denn Fußball zu spielen.
Wenn man jetzt noch seine Winterstiefel mit ohnehin schon rutschigen Bowlingschuhen tauscht, dann klingt Stefans Raabs neueste Idee nicht nur nach einer heillosen Rutschpartie, die jegliches spielerisches Talent im Keim erstickt, sondern nach blauen Flecken, gezerrten Bändern und mehr als nur einem geprellten Steißbein aber gewiss auch nach einer Menge Spaß. weiterlesen »
Was mit einem recht anschaulichen Ausmaß an Vorberichterstattung eingeläutet worden war, erwies sich vergangenen Samstag als mittelprächtiger Reinfall. Die Premieren der beiden US-Serien „Gossip Girl“ und „90210“ blieben quotentechnisch hinter den Erwartungen zurück.
Nicht zum ersten Mal liegen die Münchener mit der Platzierung teuer eingekaufter US-Erfolgsformate daneben. Noch vor Kurzem war „Terminator SCC“ wegen schlechter Zuschauerzahlen ins Nachtprogramm verbannt worden, und selbst „Desperate Housewives“ und „Lost“ kämpften zwischenzeitlich immer wieder um die Quote. Pro7 steht da nicht alleine. Partnersender SAT1 etwa hat trotz schnell gemachter Ankündigung bis heute keinen passenden Sendeplatz gefunden, um den schnell wieder abgesetzten mehrfachen Golden-Globe-Preisträger „Ugly Betty“ erneut ins Programm zu holen.