Gerüchte um ein vorzeitiges Ende von Oliver Pochers Latenight-Show gab es schon länger. Jetzt hat sich Sat1 dem Quotendruck gebeugt. Am 18. März strahlt der Sender die letzte Folge aus. Doch der Comedian ist weiter unter Vertrag. An neuen Formaten für ihn arbeite man bereits.
Sat1-Geschäftsführer Andreas Bartl schiebt es auf den Sendetermin. Vom „schweren Quotenumfeld am Freitagabend“ ist in der offiziellen Pressemitteilung die Rede, „zufriedenstellende Marktanteile“ habe man nicht erzielen können. Inhalt und Konzept der Show habe man jedoch immer unterstützt. Stimmt dies, so fragt man sich mit einiger Berechtigung, warum man nicht einfach den Sendeplatz gewechselt hat.
Fox ist berühmt dafür, teilweise grandiose Sendungen im Regen stehen zu lassen, nur weil die Quote nicht sofort mitspielen möchte. Bei fragwürdigen Sendezeiten und mangelnder Werbung ist das jedoch oft kein Wunder.
Jetzt hat es die Serien-Neulinge „The Good Guys“ (eine Action-Comedyserie um zwei Polizisten mit Colin Hanks) und „Running Wilde“ (Comedyserie um einen weltfremden Billionär) erwischt. Damit geht Fox seinen Weg weiter, wer nicht bereits mit dem Piloten Millionen von Zuschauern anlockt, der kann eigentlich wieder nach hause gehen. Dass oftmals gerade Serien unter gehen, die von vornerein schlecht oder gar nicht beworben, oder sogar in den „Friday Night Death Slot“ gesetzt wurden, beachten die Sender selten. weiterlesen »
BBC will ab 2011 seine Sendungen weltweit online streamen. Bisher war der Luxus, einzelne Beiträge jederzeit abrufen zu können nur den Briten vorbehalten. Bald dürfen auch wir davon profitieren.
BBC gilt als Vorreiter für On-Demand-Dienste in Großbritannien und will damit bald auch weltweit Aufsehen erregen. Die Nachrichten, die Quizshow oder die Lieblingsserie jederzeit überall auf der Welt ansehen zu können, ist doch eine tolle Vorstellung, oder? Die globale Vernetzung schreitet voran und so sollten auch die Medienunternehmen sich an diese Entwicklungen anzupassen wissen. weiterlesen »
Eine Bühne allein macht noch keine Kultur, daher wächst der Theaterkanal über sich hinaus, schneidet alte Zöpfe ab und lässt sich jugendlich frisch einen neuen Look stehen.
Seit dem 9. Dezember 1999 lief der Theaterkanal des ZDF im digitalen Fernsehen und brachte große Theaterproduktionen in die Röhre, ob nun Klassiker oder modernes Theater, wem die regelmäßigen Ausstrahlungen des 3Sat oder arte-Senders nicht reichten, der konnte von Morgens bis Abends ein Schauspiel nach dem Anderen verfolgen, Oper und Ballett inklusive.
Allerdings scheint das Konzept etwas einengend zu sein, denn ab April 2011 soll der Sender etwas umgemodelt werden und als ZDF Kultur auch Musik, darstellende Künste oder Gaming in das Programm ein beziehen. weiterlesen »
Damit hat wohl niemand gerechnet. Ausgerechnet der kleinste Sender der RTL-Gruppe bekommt die Chance, eine der aktuell erfolgreichsten US-Serien erstmals im deutschen TV zu zeigen. „Glee“ startet im Januar 2011.
Eigentlich sei die Serie ja zu groß für seinen Sender, merkte Geschäftsführer Claude Schmidt auf der Programm-Pressekonferenz an. Doch möglicherweise soll Super RTL ja mithilfe von „Glee“ in eine neue Quotenphase starten. In den USA ist die Serie um einen Highschool-Chor jedenfalls ein echter Renner. Ob die Mischung aus Teenager-Nöten und Musical jedoch auch hierzulande ankommt, wird sich erst noch zeigen müssen.
Auch wenn der Name des Bestseller-Autors keineswegs immer Erfolge außerhalb seines ureigensten Mediums garantiert, haben Stoffe von Stephen King in Kino und TV ihren festen Platz. Mit „Haven“ startet jetzt eine neue, zunächst auf 13 Folgen angelegte Serie auf Syfy.
Kaum ein beschriebenes Stück Papier aus der Hand von Stephen King, das nicht in irgendeiner Form mindestens einmal zweitverwertet wurde. Selbst die kürzesten Kurzgeschichten schaffen es auf Leinwand, TV-Bildschirm oder zumindest den Comic-Markt. Dabei ist der Erfolg nicht überall gesichert. Das hat nicht selten damit zu tun, dass vom Original oftmals wenig übrig bleibt. Nicht anders in der gerade gestarteten neuen Mystery-Serie „Haven“.
Im Kino sorgen gewöhnliche Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen zu Superhelden mutieren, anhaltend für reich gefüllte Kassen. Eine neue US-Serie macht sich das Erfolgsrezept zueigen und garniert es mit einer guten Portion amerikanischer Werte: „No Ordinary Family“ startet im Herbst auf ABC.
Ganz schön gewagt, nach dem schmerzhaften Quotenverlust, der „Heroes“ vom Bildschirm verbannte, eine neue Serie ins Leben zu rufen, die mit einem ähnlichen Grundgedanken operiert. In „No Ordinary Family“ entdecken die Mitglieder einer amerikanischen Durchschnittsfamilie nach einem Flugzeugabsturz plötzlich seltsame Fähigkeiten an sich. In der Hauptrolle: Michael Chiklis („The Shield“).
Wenn ein Zug einmal in Fahrt gekommen ist, sind die Trittbrettfahrer nicht weit. Mit dem Siegeszug von Stephenie Meyers „Twilight“-Serie scheinen die modernen Blutsauger-Varianten mit Teenie-Appeal ohne Ermüdungserscheinungen in ständig neuen Kleidern auf die Menschheit losgelassen zu werden. Jüngstes Beispiel: „The Gates“, eine neue TV-Serie aus den USA.
Mit den berühmten Flaggen-Installationen von Christo und Jeanne-Claude hat „The Gates“ trotz Namensgleichheit rein gar nichts zu tun. In der brandneuen ABC-Serie heißt so nämlich eine jener typischen US-Communities für Wohlbetuchte, die wie eine mittelalterliche Stadt mit Mauern umzäunt sind, bewacht werden und im Innern jede Menge Luxus zum Wohnen und Leben bieten. Mit Normalsterblichen will man schließlich nichts zu tun haben.
Verlässlich kauft Pro Sieben weiterhin erfolgreiche US-Serien und hofft, auch hierzulande auf ein breites Publikum zu treffen. Die Risikobereitschaft ist jedoch merklich gesunken, und so steht für die nächste Saison derzeit nur eine Neuanschaffung auf dem Plan. „Human Target“ basiert auf einer Comic-Vorlage und ist in Amerika gerade für eine zweite Staffel freigegeben worden.
„Langlebigkeit“ ist ein Begriff, der für die Quotenzähler der Privatsender eher Seltenheitswert besitzt. Was nicht auf Anhieb gut funktioniert, fliegt ganz schnell wieder aus dem Programm. Im Speziellen gilt dies auf Pro Sieben für teuer eingekaufte US-Serien, die mangels ausreichenden Erfolges entweder auf einen Sendeplatz am späten Abend verbannt werden (z.B. „Terminator SCC“) oder gleich auf einen anderen Kanal wandern (etwa „Lost“ zu Kabel Eins). Welches Schicksal der Bodyguard-Serie „Human Target“ droht, wird sich im Herbst zeigen.
Im Kino lässt sich ihnen derzeit kaum entkommen, und jetzt machen sie sich auch im TV-Programm breit. Und dabei sind Zombies doch eher schlichte Naturen. Eine neue US-Serie bringt die lebenden Toten demnächst auf den Bildschirm und landet hoffentlich auch bald schon in Deutschland.
Vorlage für „The Walking Dead“ ist eine äußerst erfolgreiche Comic-Reihe, die seit 2003 im monatlichen Rhythmus erscheint und die vielfach erzählte Geschichte einer Welt, in der die Untoten regieren, clever variiert. Frank Darabont, Regisseur von Erfolgen wie „The Shawshank Redemtion“, „The Green Mile“ und dem Horror-Film „The Mist“, machte sich an die Adaption und setzt dabei auf das Gesetz der Serie.