Wer kennt sie nicht, die Villa Kunterbunt und ihre Bewohner? Pippi Langstrumpf und ihre Freunde Tommy und Annika, die merkwürdige, spannende Abenteuer erleben. Nicht zu Vergessen, Pippis Schwarz-Weißes Pferd kleiner Onkel und Herr Nielson, das Äffchen. Und natürlich die bösen Gauner Donner Karlsson und Blum, die es auf die Tasche voller Golddublonen abgesehen haben, die Pippi in der Villa Kunterbunt versteckt hat. weiterlesen »
Wenn Bully Herbig zum Casting ruft, kommen selbst Menschen aus allen Winkeln dieser Republik, die bis dahin ein Schattendasein gefristet haben. Hier wird nicht die Schönste des Landes gesucht (Germany´s Next Top Model), nicht der beste Sänger/in (DSDS) und schon gar nicht ein neuer Tarzan oder ein Musical Show Star. Stattdessen scheint hier Platz zu sein für Menschen, die in den anderen Castings-Shows mit Beileid überschüttet und einfach verbal niedergeknüppelt wurden.
Bully sucht für seinen neuen Film „Wickie und die starken Männer“ Menschen, die durchaus mit Makel behaftet sind und den Charakteren der Zeichentrickserie entsprechen. Die wohltuende Fröhligkeit beim Casting ohne Tränen und Zusammenbrüchen, das gemeinsame miteinander Lachen überträgt sich schon nach kurzer Zeit auf den Zuschauer. An manchen Stellen ist es einfach zum Brüllen komisch, denn weder Bully noch die Juroren können mit dem Lachen hinterm Berg halten und gerade dies scheint das erfolgreiche Rezept zu sein. Vermutlich wird keiner der Kandidaten sich dauerhaft im Kino oder der Fernsehlandschaft etablieren können, aber die berühmten 15 Minuten Ruhm nimmt man gerne mit.
Und man wird ja auch gesehen, denn bisher waren alle Kinoproduktionen von Bully ein voller Erfolg. Vom Western (Schuh des Manitu), über die schwulen Weltraumreisenden (Traumschiff Surprise) bis hin zum Trickfilm (Sissi) strömten die Zuschauer massenweise ins Kino. Schon allein die Wahl des Filmes ruft wahre Begeisterungsstürme hervor, denn der Trickfilm „Wickie“ gehört inzwischen zu den Kultserien des Kinderfernsehens.
Mit Vorfreude geht es in die nächste Sendung.
Die vielfach ausgezeichnete Kinderserie “Alfred J. Kwak” erzählt das Leben einer kleinen gelben Ente, die - stets mit einem roten Schal um den Hals - verschiedene Abenteuer erlebt. “Alfred J. Kwak” spielt in einer Welt, die der unseren sehr ähnelt; allerdings schlüpfen, wie es sich für eine Fabel gehört, Tiere in menschliche Rollen, können also sprechen und handeln.
Soweit, so unspektakulär. Was “Alfred J. Kwak” zu einer besonderen Kindersendung macht, sind die Themen, die in der Serie behandelt werden: Apartheid, Demokratie, Nationalsozialismus, Umweltschutz, Tod und Trauer, der Walfang und andere. Alles natürlich kindergerecht aufbereitet - aber eben mit einem aufklärerischen Anspruch.
“Alfred J. Kwak” wurde als niederländisch-deutsch-japanische Coproduktion von 1989 bis 1991 hergestellt; die Serie umfasst insgesamt 52 Episoden (à 25 Minuten), in denen von der Geburt Alfreds, dem Verlust seiner Familie, seiner Jugend und seinen Abenteuern erzählt wird, bis er schließlich eine Frau findet. Sein bester Freund und ständiger Begleiter ist dabei der Maulwurf Henk, ferner einige andere Freunde, die im Laufe der Geschichte dazukommen. Zum ersten Mal im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde die Serie 1990, im ZDF.
Die Figuren basieren auf einer Geschichte des niederländischen Komponisten Herman van Veer; das Lied “Warum bin ich so fröhlich?” wurde auch über die Serie hinaus sehr populär. Der Vorname des Protagonisten ist übrigens eine Hommage an einen guten Freund van Veers, Alfred Biolek. Die drollige Stimme Alfreds im Deutschen stammt von Linda de Mol.